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4. Einkaufswochenende: Wiener lieben Geschenke (zu schenken)

Wiener Handel zufrieden mit Weihnachtsgeschäft: „Etwas weniger, dafür hochwertiger“ - Late-Shopper kaufen Bücher, Kosmetika, Schmuck, Haushaltswaren und Gutscheine

Margarete Gumprecht
© Fernanda Nigro

Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer (WK) Wien zeigt sich nach dem vierten Einkaufswochenende und zum bisherigen Weihnachtsgeschäft im Wiener Handel zufrieden: „Die Wienerinnen und Wiener lassen sich Weihnachten nicht nehmen und es wird gerne geschenkt.“ Im stationären Wiener Handel war der letzte Samstag vor Weihnachten der stärkste aller Einkaufstage im Dezember, so die Rückmeldungen der Wiener Händler. „Je näher der 24. Dezember rückt, desto zielgerichteter kaufen die Menschen ein. Deshalb haben viele das vierte Einkaufswochenende genutzt, um Geschenke zu besorgen. Es wurde nicht mehr geschaut, sondern gekauft“, so Gumprecht.

"Insgesamt ziehen wir aber eine positive Bilanz."
Margarete Gumprecht

Noch fünf Tage bis zum Heiligen Abend

„Die Menschen schauen heuer mehr auf den Preis, überlegen genauer, wen sie beschenken – kaufen insgesamt bewusster ein“, fasst Gumprecht das Einkaufsverhalten der Wiener zusammen. Das heißt: Es gibt weniger volle Einkaufswagerln als früher, dafür wird zu hochwertiger Ware gegriffen. Mit durchschnittlichen Ausgaben von rund 330 Euro pro Käufer liegen die heurigen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke rund 20 Euro unter dem Vorkrisenjahr 2019 (350 Euro). „Je nach Branche spürt der ein oder andere Händler den leichten Rückgang der Kaufbereitschaft zum Vorkrisenjahr 2019. Insgesamt ziehen wir aber eine positive Bilanz“, so Gumprecht.

Late-Shoppers kaufen Bücher, Parfümerieware, Schmuck, Haushaltswaren und Gutscheine

„Bücher, Parfümeriewaren, Schmuck und Haushaltswaren sind oft Geschenkeinkäufe auf den letzten Drücker“, so Gumprecht. Außerdem stehen Gutscheine bei den Late-Shoppern hoch im Kurs. Der Großteil sind Warengutscheine (32 Prozent), gefolgt von Gutscheine für Dienstleistungen wie Wellness, Reisen oder Theaterkarten (29 Prozent). Auch im Lebensmittelhandel herrscht in den Tagen vor Weihnachten Hochbetrieb. „Am Heiligen Abend wird Klassisches serviert. Fisch und Raclette stehen am häufigsten am Speisezettel. Aber auch Fondue, kalte Platten und allerlei Braten kommen auf den Festtagstisch“, so die Handelsobfrau.

Handelsobfrau Gumprecht: „Im stationären Handel können Geschenke sofort mitgenommen werden“

Von den durchschnittlich sieben Geschenken werden fünf im stationären Handel besorgt, während zwei Geschenke im Online-Handel gekauft werden. Das Paketaufkommen ist vor Weihnachten besonders groß. „Wer sichergehen will, dass es alle Packerl unter den Christbaum schaffen, sollte die letzten Geschenke im stationären Handel besorgen“, so Gumprecht. Für den Einkauf im stationären Handel gibt es gute Gründe: Die Produkte sind sofort verfügbar und zum „Anfassen“. Die persönliche Beratung vor Ort hilft dabei, das perfekte Geschenk für die Liebesten zu finden. Außerdem gibt Gumprecht zu bedenken: „Von jenen 94 Euro, die der Wiener im Online-Handel ausgibt, fließt ein Großteil ins Ausland ab – ohne heimische Wertschöpfung.“ Deshalb appelliert die Handelsobfrau an alle Late-Shopper: „Kaufen Sie lokal. Rund 1.900 Arbeitsplätze werden alleine durch diese Umsätze im Weihnachtsgeschäft gesichert.“

Der Handel hat am 24. Dezember noch bis 13 Uhr geöffnet

Die Weihnachtszeit ist für viele Handelsunternehmen das wichtigste Quartal im Jahr. In der Einkaufswoche vor dem Heiligen Abend werden 30 Prozent des Weihnachtsgeschäfts gemacht. „Erfreulich ist, dass das Weihnachtsgeschäft heuer ganze fünf Wochen dauert“, so Gumprecht. Der Handel hat am 24. Dezember noch bis 13 Uhr geöffnet, der Süßwaren­handel sowie Blumengeschäfte dürfen bis 18 Uhr offenhalten. „Auch am 24. Dezember kann das Christkind also noch Geschenke für Heilig Abend einkaufen. Der stationäre Handel in Wien freut sich auf die Spätentschlossenen.“

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