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347 neue Meister für Wien

Meisterlicher Festakt: Die WK Wien ehrte 347 neue Meister für das Wiener Handwerk und Gewerbe bereits zum 14. Mal

Meisterlicher Festakt im prachtvollem Ambiente des Parkhotel Schönbrunns: Die WK Wien ehrte 347 neue Meister für das Wiener Handwerk und Gewerbe bereits zum 14. Mal.
© Florian Wieser Meisterlicher Festakt im prachtvollem Ambiente des Parkhotel Schönbrunns: Die WK Wien ehrte 347 neue Meister für das Wiener Handwerk und Gewerbe bereits zum 14. Mal.

Im prachtvollen Ambiente des Parkhotel Schönbrunns ehrten der Direktor-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Wien Alexander Biach sowie der Wiener Spartenobfrau-Stellvertreter für Gewerbe und Handwerk Alexander Eppler am 31. Mai die neuen Wiener Nachwuchsmeister. „347 junge Menschen haben im letzten Jahr ihre anspruchsvolle Meisterausbildung in Wien positiv absolviert. Unsere Meisterinnen und Meister übernehmen eine hohe Verantwortung. Sie führen Betriebe und sichern so Arbeitsplätze. Und sie sind es auch, die künftige Generationen an neuen Fachkräften ausbilden und damit die hohe Qualität im Handwerk und Gewerbe weitertragen“, so Direktor-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Wien Alexander Biach.  Als Meister-Moderator führte Österreichs Sportlegende und Millionen-Show-Publikumsliebling Armin Assinger mit viel Witz und Esprit durch den Gala-Abend, bei dem alle Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2021 ausgezeichnet wurden. Insgesamt 347 Absolventen der Meister- und Befähigungsprüfung zählte das Wiener Gewerbe und Handwerk. Unter den „Top 5“ finden sich Denkmal-, Fassaden und Gebäudereinigung mit 41 Absolventen, es folgen Baumeister mit 29 neuen Meistern, Hörgeräteakustiker (24), Arbeitskräfteüberlassung (23) sowie Kraftfahrzeugtechnik (22). Bei den Kosmetikern freut man sich über 17 neue Meister, bei den Konditoren sind es 14, und auch bei den Augenoptikern und den Gas- und Sanitärtechnikern sind 13 neue Meister dabei. Übrigens: Den Meistertitel kann man sich seit 2020 als Teil des Namens wie einen akademischen Titel eintragen lassen.

„Im Gewerbe und Handwerk ist die Qualifizierung zum Meister die wichtigste Form der beruflichen Weiterentwicklung. Ich freue mich, dass wir trotz der Pandemie so viele Meisterbriefe vergeben konnten. Das zeigt, wie krisensicher das Gewerbe und Handwerk ist“
Alexander Eppler

Und was kann die Lehre und in Folge die Meisterprüfung bzw. Befähigungsprüfung, was AHS und Studium nicht können? „Speziell im Handwerk braucht man viele Erfahrungskilometer. Gerade während man sich auf die Meisterprüfung vorbereitet, lernt man noch unglaublich viel. Besonders wichtig ist, dass man als angehender Meister die wirtschaftliche Realität kennenlernt und Einblicke in die Führung eines Unternehmens bekommt. Da kann ein Praktikum neben der Schule oder dem Studium nicht mithalten. Mit der Meisterprüfung ist auf der einen Seite damit die Berufsausbildung abgeschlossen. Auf der anderen Seite ist die Meisterprüfung der Schlüssel zur Selbstständigkeit.“ 

Gefeierter Nachwuchs

Die Sparte der Wirtschaftskammer Wien veranstaltete die Meisterfeier heuer bereits zum 14. Mal. „Die Meisterprüfung steht für eine hochwertige Ausbildung, Qualität, Kundenorientierung und Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaften sind immer gefragt und setzen sich durch. Die Absolventen und die Betriebe sichern mit gemeinsamer Kraft die Zukunft von Gewerbe und Handwerk“, betont Alexander Eppler. Und wie schätzt die Wiener Spartenobfrau für Gewerbe und Handwerk Maria Smodics-Neumann die Zukunft für das Handwerk und Gewerbe ein? „Die Zeit war noch nie so gut für das Handwerk. Ein Beispiel sind die Schneider: In den 1990er Jahren hatten viele das Gefühl, mit der Konfektion konkurrieren zu müssen. Das hat nicht funktioniert, aber die, die das traditionelle Handwerk beherrschen und dadurch hohe Qualität bieten, haben volle Auftragsbücher. Grundsätzlich geht der Trend weg von der Kurzlebigkeit, was sehr gut für das Handwerk ist. Die Politik hat nun auch erkannt, wie wichtig und wertvoll das Reparieren ist. Zum einen gibt es eine MStw-Senkung auf Reparaturen und zum anderen die Möglichkeit des Reparaturbonus, bei der bis zu 50 Prozent der Kosten gespart werden können. Dafür müssen wir natürlich gute Fachkräfte ausbilden und hohe Standards erhalten.“ In Österreich hat die Meisterprüfung bzw. Befähigungsprüfung einen hohen Stellenwert. Sie gilt als Gütesiegel für Konsumenten. In diese Form der beruflichen Weiterbildung zu investieren, macht sich bezahlt. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist fachliche und kaufmännische Top-Qualifizierung entscheidend für Aufstieg und unternehmerischen Erfolg. Die Meisterprüfung besteht aus fünf Modulen inklusive Unternehmer- und Ausbilderprüfung. Ist die Ausbildung noch zeitgemäß? Alexander Eppler: „Ja, durch die Verbindung von Alt und Neu. Es braucht beides. Für die Meisterprüfung erlernt man auch Methoden und Handgriffe, die vielleicht derzeit nicht mehr oft verwendet werden – die aber umso wichtiger sind, um Altes zu erhalten. Neue Elemente sind ebenso essentiell, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben.“ In 81 Gewerben – davon werden mehr als 40 meist traditionelle Branchen als Handwerke bezeichnet – stellt die Meister- bzw. Befähigungsprüfung die Zugangsvoraussetzung für die Selbstständigkeit dar. Darüber hinaus sind Meisterbrief und Befähigungsurkunde bei Kunden anerkannte Qualitätsnachweise. Der Großteil der Absolventen geht in die Selbstständigkeit und trägt so dazu bei, dass der Wirtschaftsstandort Wien stark bleibt.

Meister amtlich eintragen

Seit dem 21. August 2020 können alle Personen, die eine Meisterprüfung abgelegt haben, den Titel „Meisterin“ oder „Meister“ offiziell vor ihrem Namen führen, um die erworbenen Qualifikationen sichtbar zu machen. Der Titel kann in vollem Wortlaut dem Namen vorangestellt werden, oder auch als Abkürzung: „Mst.“ für Meister, „Mst.in“ bzw. „Mstin“ für Meisterin. Dieses Recht hat jeder, der die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hat - direkt aufgrund der Gewerbeordnung. Ein extra Antrag oder ähnliches ist dafür nicht notwendig. Außerdem kann der Meistertitel auch im zentralen Melderegister und in amtliche Urkunden eingetragen werden, z.B. in Reisepass Führerschein oder Personalausweis. Dazu ist das Original-Meisterprüfungszeugnis (Gesamtprüfungszeugnis) bei jener Behörde vorzulegen, die für die Ausstellung der betreffenden Urkunde zuständig ist, z.B. am Magistratischen Bezirksamt (Reisepass, Personalausweis, Meldezettel) oder am Verkehrsamt (Führerschein). Ob die Bezeichnung Meisterin bzw. Meister amtlich eingetragen wird, bleibt jedem selbst überlassen. Der Eintrag ist freiwillig und kann jederzeit durchgeführt werden. Das Recht zur Führung und Eintragung des Meistertitels gilt nur für Absolventen einer Meisterprüfung nach der Gewerbeordnung, nicht für Absolventen anderer Prüfungen wie der Befähigungsprüfung - selbst wenn die Berufsbezeichnung den Bestandteil „-meister“ enthält, wie beim Baumeister oder Werkmeister.

Höhere Berufliche Bildung bringt Top-Jobaussichten

Der größte Lehrlingsausbilder ist das Handwerk und Gewerbe. Mehr als ein Drittel aller 13.435 Lehrlinge, die derzeit in Wiener Betrieben ausgebildet werden, entfallen auf den Bereich Gewerbe und Handwerk. Fachkräfte sind hier enorm gefragt und haben hohe Verdienstchancen. Mit der Höheren Beruflichen Bildung wird aktuell ein eigenständiger berufspraktischer Bildungsweg geschaffen, der nahtlos an die Lehre anschließt und gleichwertig zum schulisch-akademischen Bildungsweg verläuft. Es werden formale Abschlüsse auf NQR-Stufe 5 (Anmerkung: Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) ist ein Instrument zur Einordnung von Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems) möglich sein, die gleichwertig zu einem HTL-Abschluss eingestuft werden. „Dank der Höheren Beruflichen Bildung wird die Lehre enorm aufgewertet. Junge Menschen haben im Betrieb künftig dieselben Entwicklungschancen wie auf der Schulbank oder an der Uni“, sagt die Wiener Spartenobfrau für Gewerbe und Handwerk Maria Smodics-Neumann: „Es muss niemand mehr nur aus Prestigegründen eine AHS-Matura machen, der Weg zur Höherqualifizierung geht jetzt auch über die Lehre.“

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