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300 Hektar für Wiens produzierende Betriebe

Ausreichend leistbaren Platz für Wiener Industrie- und Gewerbebetriebe absichern, ist eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer Wien. Nun hat auch die Stadt die Notwendigkeit erkannt, bestehende Betriebsgebiete nicht nur zu schützen, sondern auch auszubauen.

© PID/Christian Fürthner v.l.: Wolfgang Hesoun, Präsident der Industriellenvereinigung Wien, Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Maria Vassilakou und WK Wien-Präsident Walter Ruck

Das Problem war schon lange bekannt, denn die Wirtschaftskammer Wien wurde nicht müde, durch Wortmeldungen an die Politik und Programme wie „Für Wien”, „Für eine starke Wiener Industrie” oder „Standort und Infrastruktur” darauf hinzuweisen. Nun ist die Botschaft bei der Stadt angekommen: Gemeinsam mit der WK Wien und der Industriellenvereinigung Wien wurde das Fachkonzept „Produktive Stadt” erarbeitet und präsentiert. Denn ein Drittel der Wertschöpfung Wiens - rund 23,5 Milliarden Euro - kommt aus dem produzierenden Bereich, wie das Industriewissenschaftliche Institut errechnet hat. Dazu braucht der Sektor derzeit nur rund fünf Prozent der Fläche Wiens. Im neuen Fachkonzept bekennt sich Wien daher zur „Entwicklung einer lebendigen Industrie”, der „Bereitstellung von geeigneten und ausreichend Flächen für die Produktion” und zur „Erhöhung spezifischer Qualitäten für bestehende Betriebsstandorte.” Die Stadt anerkennt auch den Bedarf an leistbaren Industrieflächen, auf denen Betriebe nicht durch angrenzende Wohnbauten in ihrer Tätigkeit eingeschränkt werden. „Die Standorte sind vor sämtlichen Nutzungen - insbesondere Wohnnutzungen - zu schützen, die sich in irgendeiner Weise negativ auf ihren betrieblichen Ablauf auswirken könnten”, heißt es im Fachkonzept.

 „Das neue Konzept ist ein Bekenntnis der Stadt zur Bedeutung der Produktionsbetriebe für unseren Wohlstand in Wien. Es sieht einen aktiven Schutz für betriebliche Tätigkeiten vor und enthält ein Bekenntnis, Vorschriftenbetriebsfreundlich zu gestalten und auszulegen“
Walter Ruck. Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Reindustrialisierung der Stadt soll ermöglicht werden

Die Stadt geht für die kommenden zehn Jahre von einem Flächenbedarf für den produzierenden Bereich von 300 Hektar aus und will daher die derzeit bestehenden freien Betriebsgebietsflächen von 150 Hektar um weitere 150 Hektar aufstocken. Rund 100 davon sollen im Zug künftiger Stadterweiterungsprojekte erschlossen werden. Darüber hinaus wird es ein aktives Flächenmanagement geben. Das in Liesing und Floridsdorf bereits erprobte Quartiersmanagement, das Anlaufstelle für Betriebe z.B. bei den Themen Kooperationen oder Ressourcenschonung ist und Öffentlichkeitsarbeit für das Betriebsgebiet macht, soll auch an anderen Betriebsgebieten zum Einsatz kommen. Eine gemeinsame Web-Plattform der WK Wien und der Wirtschaftsagentur Wien wird die freien Gewerbeimmobilien der Wiener Betriebszoen bewerben. Diese Standort-Datenbank soll 2018 online gehen.

„Die WK Wien sieht das neue Fachkonzept sehr positiv und wird darauf achten, dass es auch umgesetzt wird. Dazu muss der neue Zonenplan an alle Stakeholder klar kommuniziert werden. Wichtig ist aber, auch für die Periode danach die richtigen Schritte zu setzen. Wesentliche Bausteine dazu sind der Bau des Lobautunnels und der Lückenschluss der Außenring-Schnellstraße S1. Denn dadurch können neue Betriebsgebiete - vor allem in der Donaustadt - erschlossen werden”
Walter Ruck. Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Drei Arten von Betriebszonen in Wien

Gewidmete Betriebsgebiete sind im Fachkonzept in drei Zonen eingeteilt, was Planungs- und Investitionssicherheit für ansässige Betriebe, Grundeigentümer und Bauträger bringen wird. Diese drei Zonen sind:

  • Industriell-gewerbliche Gebiete:
    Sie sollen einen möglichst uneingeschränktem Betrieb garantieren, über die nötige Standortausstattung verfügen, über das Straßennetz gut erreichbar sein und ein geringes Bodenpreisniveau aufweisen. Eine Umwidmung in ein Wohnbaugebiet ist hier nicht möglich.

  • Gewerbliche Mischgebiete mit Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel und den Individualverkehr:
    Sie sind aktuell rein gewerblich genutzt, sollen aber künftig um andere Nutzungen ergänzt und intensiver genutzt werden können. Hier sieht die Stadt durch die technologische Entwicklung neue Chancen, die Nutzung zu verdichten.

  • Integrierte Einzelstandorte:
    Davon gibt es mehr als 200, die erhalten bleiben sollen.


 

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