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30. September 2019: Ein Datum mit großem steuerlichem Potenzial

Der letzte Tag des dritten Quartals ist ein wichtiges Datum für alle, die Steuern sparen wollen. Hier eine Zusammenfassung der Fristen, die unbedingt eingehalten werden müssen. 

Viele Anträge sind bereits verpflichtend elektronisch abzuwickeln
© Rawpixel/Shutterstock Viele Anträge sind bereits verpflichtend elektronisch abzuwickeln

Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlung

Wenn 2019 ein schlechteres Jahresergebnis zu erwarten ist, zahlen Sie möglicherweise zu viel ans Finanzamt voraus. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Steuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen. Bei der Körperschaftsteuer ist auf alle Fälle die Mindeststeuer zu zahlen. Damit eine Herabsetzung noch für das laufende Jahr wirkt, muss der Antrag bis spätestens 30. September gestellt werden. Anträge, die danach ans Finanzamt geschickt werden, wirken sich für das laufende Jahr nicht mehr aus. Wenn Sie also am 1. Oktober bemerken, dass das Geschäft doch nicht so gut gelaufen ist und daher die vorläufige Einkommensteuer zu hoch sein wird, können Sie die Vorauszahlung des 4. Quartals, die am 15. November fällig ist, nur mehr durch ein Stundungs- oder Ratenansuchen hinausschieben. Für die Herabsetzung ist ein formloser Antrag erforderlich. Dieser muss eine Begründung enthalten, in der die verminderte Gewinnerwartung aufgrund der wirtschaftlichen Lage dargelegt wird. Diese Zahlen sind dem Finanzamt nachzuweisen, z.B. durch eine Aufstellung über die Umsatzentwicklung, eine Bestätigung über Forderungsausfälle oder die Vorlage einer Zwischenbilanz. Ein Muster für einen Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen finden Sie hier

Anspruchszinsen vermeiden

Für noch nicht veranlagte Einkommen- und Körperschaftsteuern des Jahres 2018, die nach dem 30.9.2019 bescheidmäßig festgesetzt werden, beginnt ab 1.10.2019 die sogenannte Anspruchsverzinsung des Finanzamtes zu laufen. Die Anspruchszinsen werden pro Jahr mit zwei Prozent über dem Basiszinssatz berechnet. Aufgrund des derzeit negativen Basiszinssatzes ergibt sich ein gegenüber 2018 unveränderter Zinssatz in Höhe von 1,38 Prozent. Wenn die Anspruchszinsen den Betrag von 50 Euro nicht erreichen, unterbleibt die Festsetzung. Um bei einer zu erwartenden Steuernachzahlung an Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer die Festsetzung von Anspruchszinsen zu vermeiden, kann bis zum 30. September 2019 eine Anzahlung in Höhe der voraussichtlichen Nachzahlung entrichtet werden. Für eine korrekte Zuordnung der Zahlung durch das Finanzamt, ist auf die Angabe eines entsprechenden Verwendungszweckes bei der Überweisung zu achten (z.B.: E1-12/2017 oder K1-12/2017). Eine über die zu erwartende Steuernachforderung hinausgehende Anzahlung ist nicht sinnvoll, da für eine Überzahlung keine Gutschriftszinsen festgesetzt werden.

Erstattung von Vorsteuerbeträgen in einem anderen EU-Mitgliedsstaat

Die Frist für österreichische Unternehmer zur Beantragung der Rückerstattung von Vorsteuern des Jahres 2018 aus anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) läuft am 30. September aus und ist nicht verlängerbar. Beantragt werden können die Vorsteuern jeweils über das Portal FinanzOnline des BMF, wobei für jeden Staat ein eigener Antrag zu stellen ist. Die Vorlage einer Unternehmerbescheinigung U 70 ist nicht mehr notwendig; außerdem können alle Anträge in Deutsch gestellt werden. Eine Vorlage von Originalrechnungen ist im elektronischen Verfahren nicht mehr erforderlich. Der Erstattungsmitgliedsstaat kann jedoch bei Rechnungen über 1000 Euro bzw. bei Kraftstoffrechnungen über  250 Euro die Vorlage einer Kopie beantragen. Achtung: Die Steuerverwaltung Deutschlands verlangt die Übermittlung der Rechnungen mit den oben angeführten Wertgrenzen zwingend. Dies hat in den letzten Jahren zu Ablehnungen von Erstattungsanträgen geführt. Jetzt bekommt der Antragsteller per E-Mail die Aufforderung, die Belege nachzureichen, wenn diese nicht schon beim Antrag hochgeladen und übermittelt wurden. Die Belege sind bis zum Ende der Frist einzureichen, da ansonsten der Antrag abgewiesen wird. Die Mindestbeträge für eine Erstattung betragen 50 Euro (als Jahresmindestbetrag bzw. Restwert eines Jahres) bzw. bei unterjährigem Mindestzeitraum von drei Monaten 400 Euro. Aus den bisherigen Erfahrungen wird besonders darauf hingewiesen, dass je Erstattungsantrag max. 40 Einzelpositionen angegeben werden können. Die Übermittlung von längeren Anträgen ist nur mittels eines eigenen Programms im HTML-Format möglich. Sie erhalten über FinanzOnline die Bestätigungen des Einlangens des Antrags sowohl in Österreich als auch im Erstattungsmitgliedsstaat. Beachten Sie auch, dass Ihnen über FinanzOnline Vorhalte und Bescheide zugestellt werden. Diese allerdings in der jeweiligen Amtssprache des Erstattungsmitgliedsstaates. Einen Leitfaden zum Antrag auf Vorsteuererstattung in einem anderen Mitgliedsstaat, der vor allem die technische Abwicklung, Eingabe und dergleichen darstellt, finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen

Jahresabschluss beim Firmenbuch offenlegen

Kapitalgesellschaften mit Bilanzstichtag 31. Dezember müssen spätestens neun Monate danach ihren Jahresabschluss beim Firmenbuchgericht einreichen. Liegt ihr Umsatz über 70.000 Euro muss er elektronisch eingereicht werden. Wer zu spät dran ist, dem droht eine Strafe von mindestens 700 Euro pro Geschäftsführer und Gesellschaft. Vorgewarnt wird nicht. Hat eine GmbH beispielsweise zwei Geschäftsführer, so werden automatisch bei Nicht-Einhaltung der Frist drei Strafen zu je 700 Euro festgesetzt.


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