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180 Jahre Fotografie im Mittelpunkt

Ein neuer Sammelband, wunderschöne Fotos und ein Blick auf alte Techniken: Am Welttag der Fotografie konnten sich Interessierte auf eine Reise in die Vergangenheit begeben.

Fotografen
© Ulrich Schnarr

Der Grund zum Feiern: Am 19. August 1839 stellte Louis Jacques Mande Daguerre der französischen Akademie der Wissenschaften sein nach ihm benanntes Fotoverfahren vor. In Kooperation der Wiener Landesinnung der Berufsfotografen und der Galerie Westlicht wurde als eines der Highlights das historische Kollodium-Nassplattenverfahren vor Ort vorgestellt. Diese Technik wurde Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. „Fotografie hat die Gesellschaft im Sturm erobert und sich dabei schon immer sehr stark weiterentwickelt. In unserer digitalen Zeit haben Bilder einen höheren Stellenwert als je zuvor”, sagt Ulrich Schnarr, Innungsmeister der Wiener Berufsfotografen. „Wichtig ist uns, dass das Handwerk dahinter nicht verloren gehen.” Übrigens: Mehr als 2500 Berufsfotografen gibt es heute in Wien. 

Markus Hofstätter zeigte, wie Bilder mit dem Kollodium-Nassplattenverfahren entstehen - vor Ort wurde in einer mobilen Dunkelkammer entwickelt. Die stv. Innungsmeister Michael Weinwurm und Leopold Vodicka und  Innungsmeister Ulrich Schnarrwaren begeistert
© Michaela Vondruska Markus Hofstätter zeigte, wie Bilder mit dem Kollodium-Nassplattenverfahren entstehen - vor Ort wurde in einer mobilen Dunkelkammer entwickelt. Die stv. Innungsmeister Michael Weinwurm und Leopold Vodicka und Innungsmeister Ulrich Schnarrwaren begeistert

Fotografiert und entwickelt wurden die Bilder durch den Berufsfotografen Markus Hofstätter. 30 Minuten dauert es, bis ein Bild fertig ist. Ruhig sitzen müssen aber die Fotografierten nur ein paar Sekunden. Fast undenkbar in der heutigen Zeit. „Analoge Fotografie ist nicht tot, wir beobachten hier einen Gegentrend. Es ist sozusagen das Slow Food unserer Branche”, so Schnarr. Rund 2000 Besucher nutzten die Gelegenheit, um die Galerie Westlicht zu besuchen, wo unter anderem zum Abschluss des Tages eine Podiumsdiskussion zur Frühgeschichte der Fotografie stattfand. Ab 6. September sind die Daguerreotypie-Ausstellung und das neugestaltete Kameramuseum wieder zu sehen.

Die Fotografie in Österreich

Ein weiterer Höhepunkt des Tages: die Präsentation des Buches „100 + 80 Jahre - Zeitreise durch die österreichische Fotografie”. Mehr als 110 Fotografen, die von 1839 bis heute tätig waren und noch sind, werden aufgelistet, 70 finden sich in einer umfangreichen Werkschau mit 150 Abbildungen wieder.

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