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125-Jahr-Jubiläum Tanzschule Mühlsiegl: „Ein schöner Boogie gefällt jedem”

Die Tanzschule Mühlsiegl, eine echte Meidlinger Institution, begeht heuer ihr 125-Jahr-Jubiläum.

Für Andreas Schwarz, WK Wien-Bezirksobmann für Meidling (mit Hermine Mühlsiegl), ist die Tanzschule Mühlsiegl „ein Ort, wo Tradition und Geschichte zusammenkommen und eine Institution für den Bezirk
© wkw/Ajdari Für Andreas Schwarz, WK Wien-Bezirksobmann für Meidling (mit Hermine Mühlsiegl), ist die Tanzschule Mühlsiegl „ein Ort, wo Tradition und Geschichte zusammenkommen und eine Institution für den Bezirk

Cha-cha-cha, Tango, Quickstep und natürlich Wiener Walzer: Hermine Mühlsiegl hat sie alle im kleinen Finger - oder besser gesagt: in den Beinen. Seit ihrem 16. Lebensjahr ist die Chefin der Meidlinger Tanzschule Mühlsiegl der taktvollen Bewegung auf dem glatten Parkett verfallen. Damals besuchte sie ihren ersten Tanzkurs - und ist nicht nur dem Hobby, sondern auch der Tanzschule Mühlsiegl treu geblieben.

„Ich habe alle Kurse absolviert und war auch Turniertänzerin”
Hermine Mühlsiegl

Mit der Hochzeit mit Tanzschulbesitzer Klaus Mühlsiegl wurde ihre glühende Passion endgültig zur Profession. Sie absolvierte die Tanzlehrerprüfung und stand ihrem Mann fortan im Betrieb tatkräftig zur Seite. Über Jahrzehnte führte das Paar gemeinsam die 1895 von seinen Vorfahren im böhmischen Komotau gegründete Tanzschule. Als erster Branchenbetrieb boten sie Kurse für die Kleinsten an - initiiert von Hermine Mühlsiegl, die auch ausgebildete Kindergärtnerin ist. Die Tanzschule expandierte auch nach Niederösterreich, in mehreren Städten finden bis heute regelmäßig Kurse statt. Ab 1981 übernahm Mühlsiegl die Choreographie des Jungherren- und Jungdamen-Komittees bei der Opernballeröffnung und wurde als Opernball-Tanzschule über Österreichs Grenzen hinaus bekannt. Bis zum Jahr 2008 arrangierte Klaus Mühlsiegl Jahr für Jahr glanzvolle Eröffnungen, beim letzten Mal sprach er auch die Worte „Alles Walzer!”.

Klassiker gehen aber immer

Seit dem Tod ihres Mannes vor zehn Jahren führt Hermine Mühlsiegl, selbst diplomierte Tanzmeisterin, den Betrieb nun alleine. Die Ausrichtung ist unverändert: Klassischer Gesellschaftstanz für alle Altersklassen. Trends gebe es zwar, „die Klassiker gehen aber immer, genauso Hochzeitskurse. Und ein schöner Boogie macht auch allen Altersklassen Freude”, sagt die Prinzipalin. Noch immer leitet sie alle Kurse am Meidlinger Standort selbst, „wir waren immer ein Familienbetrieb”. Lediglich die Linedance-Kurse übernimmt eine Mitarbeiterin. Und die Kinderkurse musste sie streichen. Nachmittags mit den Kleinen zu tanzen und am Abend die Erwachsenenkurse zu leiten, das sei einfach zu viel, sagt Mühlsiegl.

Corona setzt der Branche zu

Herbst ist normalerweise Hochsaison, aber ausgerechnet heuer, zum 125-Jahr-Jubiläum, ist alles anders. Corona machte schon bisher nur einen reduzierten Betrieb möglich, jetzt ist erneut für zumindest einen Monat zu. Mühlsiegls Stammpublikum sind ältere Menschen, „die haben sich nach dem ersten Lockdown so gefreut, dass es wieder weitergeht.” Jetzt sind die Kurse wieder unterbrochen. Hochzeiten, Bälle - alles wichtige Events für die Tanzschulen - fallen bis auf weiteres komplett aus. „Die Tanzschulen haben schwer zu kämpfen”, seufzt die Tanzschulchefin. Die 125-jährige Firmengeschichte wirft auch die Frage nach der Zukunft auf. In der Familie gibt es keine nächste Generation von Tanzlehrern. Eine Übernahme in der Branche? Mühlsiegl ist skeptisch. „Diese Zeit heuer kostet alle Branchenbetriebe finanziell sehr viel.” Aber man werde sehen. Kommt Zeit, kommt Rat. Ans Aufhören denkt sie ohnehin noch nicht. „Solange ich gesund bin, mache ich weiter.”

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