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„Wien-Bonus” bringt mehr Umsatz und Jobs

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer

Walter Ruck
© ian ehm

Wenn eine Stadt öffentliche Aufträge zu vergeben hat, ist es nur logisch, dass davon vorrangig die Betriebe in dieser Stadt profitieren sollen. Denn sie zahlen auch vor Ort ihre Steuern, beschäftigen Mitarbeiter, bilden Lehrlinge aus und sorgen für kurze Transportwege bei Lieferungen bzw. persönlicher Nähe bei Dienstleistungen.

„Das bringt allein in Wien 5000 neue Jobs und 450 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung. Daher ist der „Wien-Bonus” ein echter Meilenstein am Weg zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wien.“
Walter Ruck

Ganz so einfach ist es allerdings nicht, denn die öffentliche Hand unterliegt - wie auch die Wirtschaftskammern - dem Vergaberecht. Und das schreibt vor, nach welchen Regeln öffentliche Auftragsvergaben zu erfolgen haben. Je nach Höhe des Auftrags muss sehr oft auch EU-weit ausgeschrieben werden. Ziel ist, dass stets der Bestbieter zum Zug kommt - und mit den Geldern wirtschaftlich sinnvoll umgegangen wird.

Richtig großer Wurf

Ich unterstütze das selbstverständlich. Zugleich bemühe ich mich seit mehreren Jahren darum, dass Wiener Qualitäten im Rahmen von städtischen Ausschreibungen stärker gewürdigt werden. Und jetzt ist es soweit. Denn die Stadt Wien hat nun einen neuen Beschaffungsleitfaden erarbeitet, der genau das sicherstellen soll. Aus meiner Sicht ist das ein richtig großer Wurf. Denn Wiener Betriebe - vor allem auch viele kleinere Unternehmen - bekommen damit die Chance, an städtischen Ausschreibungen teilzunehmen und erfolgreich zu sein

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