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„Wichtig ist es, ein echtes Wohlgefühl zu schaffen. Ellbogentechnik und Konkurrenzdenken sind jedenfalls passé.”

Interview mit Mag. Claudia Schwingenschlögl, Sprecherin der Experts Group Human Resource Management

Interview mit Mag. Claudia Schwingenschlögl, Sprecherin der Experts Group Human Resource Management
© photolehner Interview mit Mag. Claudia Schwingenschlögl, Sprecherin der Experts Group Human Resource Management

Was wird künftig von Arbeitgebern erwartet?

Mag. Claudia Schwingenschlögl: Wichtig wird eine „erlebbare Kultur statt leerer Versprechungen“. Schöne Floskeln in Stellenanzeigen, die mit dem gelebten Alltag nicht Schritt halten können, taugen immer weniger. Die sozialen Medien sind hier ein echter Gamechanger, da jede Unwahrheit sofort als „Shitstorm“ auf der großen Bühne serviert werden kann. Zukunftstrends gehen davon aus, dass der Anspruch an die direkte Führungskraft steigt, gerade im Umgang mit jüngeren Mitarbeitern. Auch die Sinnstiftung im Job, etwa durch nachhaltige Projekte, gewinnt an Bedeutung. Purpose Driven Organizations gewinnen an Attraktivität und last but not least gilt es, ein „echtes Wohlgefühl“ in der Organisation zu schaffen. Innerhalb der Arbeitsteams, aber auch zwischen den Abteilungen wollen junge Menschen ein harmonisches Miteinander erleben. Ellbogentechnik und Konkurrenzdenken sind jedenfalls passé.

Wieso reicht es nicht aus ein gutes Gehalt zu zalen?

Mag. Claudia Schwingenschlögl: Ein ordentliches Gehalt zu zahlen war immer wichtig und ist es auch heute noch. Gehalt ist ein sogenannter Hygienefaktor, der einem Fremdvergleich standhalten sollte. Dies ist aber bei weitem nicht hinreichend. Heute sind Betriebe aufgrund der veränderten Situationauf den Bewerbermärkten gefordert, ein attraktives Gesamtpaket für Kandidaten zu schnüren, weil sie es in aller Regel mit mehreren Angeboten zu tun haben und wählen können.

Wie kann man auch als Kleinbetrieb mithalten?

Mag. Claudia Schwingenschlögl: Häufig erleben wir in der Praxis Eigentümer klein- und mittelständischer Betriebe, die unter Druck geraten, weil sie das Gefühl haben mit den Großen „nicht mehr mithalten“ zu können - diese agieren in diesem Bereich natürlich mit völlig anderen Budgets. Aber KMU können bei Bewerbern oftmals mit „weichen Faktoren“ wie einer wertschätzenden Unternehmenskultur punkten. Auch flexiblere Formen des Arbeitens können ein Asset für Mittelständler sein. Etwa in Form kürzerer und gestaltbarer Arbeitszeiten und Arbeitsorte. Das Home-Office ist aktuell zu einer Art „must-have“ für Betriebe mit Büromitarbeitern geworden.

 


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