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"WKO im Bezirk": Vernetzung im Grätzl und rasche Hilfe vor Ort

Seit Anfang April sind die Bezirksobleute der Wirtschaftskammer Wien in den Bezirken tätig. Sie haben  Kontakte mit Bezirksvorstehungen aufgenommen, Betriebe besucht und Veranstaltungen organisiert. Alle Bezirksobleute sind auch selbst Unternehmer in „ihrem” Bezirk und kennen daher die Anliegen aus der eigenen Praxis.

© WKW

Mehr als 30 Unternehmen in seinem Bezirk habe er schon besucht, erzählt Karl-Kristian Gödde. „Sein” Bezirk ist der sechste und Gödde ist seit Anfang April als Bezirksobmann tätig. In dieser ehrenamtlichen Funktion der Wirtschaftskammer Wien ist er erster Ansprechpartner für Unternehmerkollegen in Mariahilf. „Bisher waren alle Unternehmer, die ich besucht habe, ganz begeistert, weil sie viele Informationen zu Services der Kammer von mir bekommen haben”, freut sich Gödde. Viele Fragen gebe es zum Thema Außenhandel, aber auch der Hinweis, dass Ein-Personen-Unternehmen kostenlose Workshops im wko[forum]wien in Anspruch nehmen können, werde positiv aufgenommen. „Es gibt in Mariahilf viele Unternehmer, die Waren importieren - Wein aus Serbien oder Mode aus Mailand zum Beispiel. Für sie ist es wichtig, zu wissen, dass die Wirtschaftskammer Wirtschaftsdelegierte hat, die sie auf wichtigen Märkten der Welt unterstützen können. Das wussten viele der Unternehmer, die ich besucht habe, noch nicht”, erzählt Gödde. 

„Es ist wichtig, dass Unternehmer wissen, was im Bezirk passiert, damit sie kalkulieren können.”
Karl-Kristian Gödde, Bezirksobmann Mariahilf

Für seine Firmenbesuche nimmt sich Gödde eineinhalb bis zwei Tage im Monat Zeit. „Dann absolviere ich Besuche im Stundentakt. Ich erzähle, dass ich auch Selbstständiger im Bezirk bin, dann wissen die Leute, da kommt ein Kollege, der weiß, was Sache ist.” Wer einen Termin mit ihm vereinbaren möchte, kann dies - wie in allen anderen Bezirken auch - über die WKO im Bezirk-Kontaktnummer machen oder wenn man Gödde im Bezirk trifft. Denn er wohnt seit seiner Kindheit im sechsten und hat auch sein Büro dort, sagt Gödde, der einen Großhandel für Geschenk- und Werbeartikel führt. 

Wenn Umbauten die Geschäftstätigkeit stören

Ein großes Thema im sechsten werde der Ausbau der U-Bahnlinie U2 und der Bau der U5. Er habe daher schon die Zusage des Bezirks eingeholt, dass nicht nur Anrainer, sondern auch alle Unternehmer - Erdgeschoßzone und Betriebe in oberen Stockwerken - zu Befragungen und Informationsveranstaltungen eingeladen werden. „Das ist unheimlich wichtig, denn je früher man als Unternehmer weiß, was passiert, desto eher kann man kalkulieren und rechnen, ob man die Umbauphase aussitzen kann und will oder sich einen neuen Standort sucht. Und auch bei dieser Suche kann die WK Wien unterstützen. Wenn man bleibt, hat man nach dem U-Bahn-Bau jedenfalls eine super Lage.” Mit einem Umbau haben bald auch der 16. und 17. Bezirk zu tun, wird doch der Johann-Nepomuk-Berger-Platz umgestaltet. Der gesamte Platz, der derzeit durch eine Straße in zwei Hälften geteilt wird, soll demnächst zu einer einzelnen, großen Fläche umgestaltet, die Linienführung der Straßenbahnlinien 2 und 44 deswegen geändert werden.  

„Ich will andereUnternehmer dabei unterstützen, schnell an die richtigen Infos heranzukommen.”
Dieter Steup, Bezirksobmann Innere Stadt

„Das wird sich in den Sommermonaten stark auf die dort ansässigen Geschäfte auswirken, weil der Platz dann ja gesperrt ist und man in der Umbauzeit weder mit Öffis noch mit dem Pkw dorthin kommen kann”, erklärt Martina Pfluger, Bezirksobfrau in Hernals. Sie plant daher gemeinsam mit Wolfgang Böhm, Bezirksobmann in Ottakring, für den 21. Juni eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Unternehmer. „Wir wollen darüber informieren, was auf die Unternehmer zukommt, welche Förderungen es gibt und welche Unterstützung man sich aus der WK Wien abholen kann”, so Pfluger. Pfluger ist seit 2012 selbstständig in Hernals - im Familienbetrieb, einem Geschäft für Tanzschuhe, das heuer 40-jähriges Jubiläum feiert.Ihr Grätzl kenne sie gut, denn sie habe schon seit sie 13 war im Betrieb mitgeholfen. Und sie schätzt die Grätzl-Atmosphäre des 17. Bezirks. „Wir sind ja ein relativ kleiner Bezirk, da kennt man einander und hilft einander”. Sorge bereite ihr, dass sich der Leerstand im Bezirk in letzter Zeit erhöht habe. „Viele gehen in Pension, andere klagen, dass Frequenz und Kaufkraft zurückgehen”, weiß Pfluger aus Gesprächen mit Unternehmerkollegen. Auch sie hat Besuchstage im Bezirk, sie ist aber auch zu Gesprächen im wko[forum]wien in der Operngasse 17-21 im vierten Bezirk anzutreffen. Ihre Motivation für die ehrenamtliche Tätigkeit? „Man lernt dabei viele Leute und Sichtweisen kennen. Und man nur dann Dinge bewegen oder verändern, wenn man aktiv mitarbeitet”, sagt Pfluger. 

„In Ottakring ist kein Platz mehr für Unternehmen - wir brauchen ein Gewerbegebiet.”
Wolfgang Böhm, Bezirksobmann Ottakring

Im Nachbarbezirk Ottakring sieht Böhm vor allem das Verdrängen von Betrieben durch den Wohnbau als Problem. „In Ottakring ist kein Platz mehr für Unternehmen, immer mehr verlassen den Bezirk”, erzählt er. Er wünscht sich ein Gewerbegebiet in Ottakring. Denn „Wohnen allein ist einfach zu wenig. In Ottakring wohnen 100.000 Menschen, aber es gibt nur mehr 20.000 Arbeitsplätze hier. Es müsste jedoch mindestens für ein Drittel der Wohnbevölkerung Arbeitsplätze geben”, meint Böhm. Er sieht daher die Stadt in der Pflicht, sich für ein Gewerbegebiet mit Werkstätten, Lagerflächen und Büros im Bezirk einzusetzen. „Wenn man geförderte Wohnungen schafft, wieso soll es dann nicht auch eine Initiative der Stadt fürBetriebsgebiete  geben?”, fragt Böhm. Denn damit  könnte man Betriebe aus Hinterhöfen herausholen, sie aber weiterhin im Stadtgebiet unterbringen.

Demos, Anrainerparkplätze und organisiertes Betteln

Auch im ersten Bezirk gibt es einige heiße Themen. Und Dieter Steup, seit 17 Jahren als selbstständiger IT- und PR-Berater im Bezirk ansässig, kennt sie alle. Als die Top-Anliegen der Selbstständigen im Ersten nennt er die massive Beeinträchtigung durch Demonstrationen, den Wunsch Anrainerparkplätze tagsüber für Handwerker und Lieferanten zu öffnen und das Problem des organisierten Bettelns. „Ich bin klar für das Recht, zu demonstrieren, aber dass Demonstrationen in letzter Zeit immer in der Innenstadt stattfinden, ist ein echtes Problem für die dort ansässigen Unternehmer.  

„Wer die Angebote der WK Wien kennt, ist damit meist sehr zufrieden.”
Martina Pfluger, Bezirksobfrau Hernals
Es ist aber auch ein Problem für Touristen. Daher sollte rasch eine Lösung ermöglicht werden - wie zum Beispiel mit Demonstrationszonen”, sagt Steup. Anrainerparkplätze - in der Inneren Stadt liegen immerhin 1537 der rund 4900 Wiener Anrainerparkplätze - sollten zwischen neun und 17 Uhr auch für Lieferanten und Handwerker nutzbar sein, meint er. „Ich glaube, dass man dazu auch einen Konsens mit den Bewohnern finden kann”, sagt Steup. Er sei „mit Herz und Seele Unternehmer” und wolle als Bezirksobmann andere Unternehmer dabei unterstützen, schnell an die richtigen Infos heranzukommen, erklärt er seine Motivation. Demos, Anrainerparkplätze und organisiertes Betteln seien natürlich auch wunde Punkte in Mariahilf, erklärt Gödde - ist doch die Mariahilfer Straße ebenfalls eine beliebte Demonstrationsmeile. „Für dieses Problem muss eine Lösung gefunden werden”, fordert daher auch er. Genauso wie für die Probleme in den Seitenlagen der Mahü - wo es seit ihrem Umbau weniger Frequenz gebe. Die Zahl der Schanigärten im Bezirk steige hingegen, wodurch es auch weniger Parkplätze gebe. Die Öffnung der Anrainerparkplätze sei daher auch für Mariahilf sehr wichtig.

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