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„Schnelles Internet ist so wichtig wie Strom”

Rund 40 Prozent der Wiener Unternehmen sind mit der Leistung ihrer Internetverbindung nicht zufrieden, zeigt eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammer Wien. Martin Heimhilcher, Obmann der Wiener Sparte Information & Consulting, fordert den raschen Ausbau von Breitband-Internet in der Bundeshauptstadt.

Martin Heimhilcher und Martin Puaschitz drängen auf den raschen Ausbau von Breitband-Internet in Wien. Die Stadt Wien hat laut Heimhilcher ein offenes Ohr für das Anliegen der Unternehmer.
© Florian Wieser Martin Heimhilcher und Martin Puaschitz drängen auf den raschen Ausbau von Breitband-Internet in Wien. Die Stadt Wien hat laut Heimhilcher ein offenes Ohr für das Anliegen der Unternehmer.

„Eine schnelle Internetverbindung ist für viele Unternehmen heute ebenso systemrelevant   wie Strom und Wasser”, sagt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information & Consulting der Wirtschaftskammer (WK) Wien. Umso alarmierender ist das Ergebnis einer Umfrage der WK Wien von Ende April/Anfang Mai, an der sich 1000 Betriebe beteiligt hatten. „Fast 40 Prozent der Unternehmen Wiens sind mit der Leistung ihrer Internetverbindung wenig oder gar nicht zufrieden. Das haben wir in dieser Höhe so nicht erwartet”, sagte Heimhilcher bei der Präsentation der bislang größten Unternehmensbefragung zum Thema Breitband.

„Aus unseren vielen Gesprächen mit Unternehmen wussten wir bereits, dass Betriebe immer wieder Probleme mit der Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von Breitband-Internet in der Stadt haben. Um das mit Daten zu untermauern, haben wir die Umfrage durchgeführt.”
Martin Heimhilcher

Geantwortet haben laut Heimhilcher vor allem kleinere und mittlere Unternehmen aus allen Branchen und Bezirken - wie es der Unternehmensstruktur in Wien entspricht. Nur knapp 23 Prozent der Befragten gaben an, mit der Internetleistung sehr zufrieden zu sein, fast 39 Prozent sind zufrieden.

Probleme besonders in den Randlagen Wiens

Besonders unzufrieden waren Unternehmen, die in Hietzing (56 Prozent), Simmering (50 Prozent), Döbling (49 Prozent) und Liesing (48 Prozent) angesiedelt sind (siehe Grafik links oben). „Das bestätigt auch unsere Annahme, dass Betriebe vor allem in den Randlagen Wiens mit der Internetversorgung kämpfen. Hier befinden sich auch die Betriebsgebiete, in denen besonders viele Unternehmen ihren Standort haben”, stellte Heimhilcher fest. Aber auch innerstädtisch gibt es Probleme - wie z.B. in der Inneren Stadt und in Neubau, wo jeweils rund 48 Prozent der Unternehmen mit der Internetversorgung nicht zufrieden sind. Hauptkritikpunkte der Unternehmen sind mit 57 Prozent der Nennungen die mangelnde Geschwindigkeit und die Häufigkeit von Störungen, die 29 Prozent der Betriebe anführten. Dabei hatten 27 Prozent der Unternehmen  vier Mal pro Jahr oder öfter eine Störung ihrer Internet-Verbindung, 16 Prozent mehr als zehn Mal. Auch hatten 61 Prozent der Befragten vier Mal pro Jahr oder öfter den Eindruck, dass die Internet-Verbindung zu langsam war oder eine Anwendung wegen der Internet-Geschwindigkeit nicht funktionierte.

Rascher Breitbandausbau ist den Betrieben sehr wichtig

„Die Umfrage zeigt zudem, dass den Wiener Unternehmen der Breitbandausbau sehr wichtig ist”, betonte Heimhilcher. Das sagen 84 Prozent der Befragten. 63 Prozent meinen, dass in Wien für den Breitbandausbau zu wenig getan wird.

Abgefragt wurde auch, wofür Wiener Unternehmen das Internet nutzen. „Fast alle verwenden es für E-Mails, Browsen oder Online-Banking, das ist klar”, stellte Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) fest. „Aber bereits 54 Prozent nutzen das Internet  für Cloud-Computing, 58 Prozent versenden große Dateien wie Pläne, Fotos oder Druckunterlagen und 62 Prozent nutzen es für den Datenaustausch mit Behörden.” Ebenfalls abgefragt wurden die qualitativen Anforderungen von Unternehmen an die Internetverbindung. Ganz oben rangierten dabei „Verfügbarkeit und Ausfallssicherheit” mit 73 Prozent und eine garantierte Bandbreite mit  52 Prozent der Nennungen. Bereits 21 Prozent der Betriebe ist auch der Faktor Latenz wichtig. „Die Latenz von Netzwerken gibt an, wie viel Zeit ein Datenpaket benötigt, um von einem festgelegten Punkt zu einem anderen zu kommen”, erklärte Puaschitz, „dieser Faktor wird in den nächsten Jahren durch neue Anwendungen immer wichtiger werden.”

Anforderungen steigen laufend

„Die Umfrage zeigt: Anforderungen an die Internetanbindung steigen laufend. Daten-intensive Anwendungen sind eindeutig im Vormarsch, Cloud-Computing verbreitet sich”, so Puaschitz. Aufholbedarf gebe es in Wien  auch bei den verfügbaren Bandbreiten. Durchschnittlich konnten Unternehmen nur eine Upload-Geschwindigkeit von 19,2 Megabit/Sekunde (Mbit/s) nutzen. Beim Download lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 66 Mbit/s. „Da stehen Betrieben z.B. in Asien deutlich höhere Geschwindigkeiten zur Verfügung.”, so Puaschitz. „Schnelles Internet - auch über das Mobilnetz - ist die Basis für praktisch alle Zukunftsanwendungen wie das Internet of Things oder autonomes Fahren. Rascher Breitbandausbau ist daher ein Gebot der Stunde. Wir dürfen hier unseren Unternehmen die Zukunft nicht verbauen.”

Jetzt die Zukunft sichern

Das sei auch den politisch Verantwortlichen in Wien klar, sagte Heimhilcher. „Wir stehen in intensivem Kontakt mit der Stadt Wien, die hier ein offenes Ohr für die Anliegen der Wiener Unternehmen hat. Denn ohne schnelles Internet können die Betriebe die Chancen der Digitalisierung nicht nutzen, und ohne Digitalisierung kann es kaum eine wirtschaftliche Zukunft geben.” Heimhilcher fordert den raschen Ausbau von Breitband-Internet in Wien und eine flächendeckende Versorgung in der Bundeshauptstadt - also auch der Betriebsgebiete.





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