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„Patente für digitale Technologien und den Life-Science Bereich haben in Europa deutlich zugelegt.”

Interview mit Dr. Ilja Rudyk, Senior Ökonom Europäisches Patentamt

Ilja Rudyk
© EPO Ilja Rudyk

Wie sieht die aktuelle Entwicklung bei Patenten in Europa aus?

Dr. Ilja Rudyk: Die Zahlen sehen richtig gut aus. Tatsächlich gab es im Vorjahr einen kräftigen Anstieg bei den Patentanmeldungen, nachdem die Zahl im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie leicht gesunken ist. Jetzt zeigt sich eine starke Erholung und ein neues Hoch bei den Anmeldungen. Im internationalen Vergleich waren die USA bei den Patentanmeldungen im Europäischen Patentamt sehr stark – jede vierte Anmeldung bei uns gab es durch ein Unternehmen aus den USA. Innerhalb Europas gab es bei den skandinavischen Ländern ein starkes Wachstum von rund 10 Prozent. In Österreich war das Wachstum unter dem EU-Schnitt und lag bei 0,5 Prozent.

In welchen Branchen gab es die meisten Anmeldungen? Welcher Trend lässt sich ablesen?

Dr. Ilja Rudyk: Das stärkste Wachstum war bei digitalen Technologien und im Life-Science Bereich zu verzeichnen. Biotech, Pharmaceuticals und digitale Kommunikation und Computertechnik, das sind Bereiche, die über mehrere Jahre an Schwung gewonnen haben. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. In Österreich liegt der Schwerpunkt dagegen eher auf elektrischen Technologien und erneuerbarer Energie. Die Universitäten sind hier sehr forschungsstark. Der Fokus liegt dabei auch auf den neusten Technologien wie 3D-Druck oder Batterietechnik. In den nächsten Jahren wird man aber auch in Österreich mit einer Transformation hin zu digitalen Technologien rechnen können.

Welche Erleichterungen bringt die Umsetzung des Einheitspatents 2023?

Dr. Ilja Rudyk: Derzeit müssen erteilte europäische Patente in jedem Land, in dem sie Wirkung entfalten sollen, einzeln validiert und aufrechterhalten werden, das kann ein sehr komplexer und kostspieliger Prozess sein. Das Einheitspatent ermöglicht es, mit Stellung eines einzigen Antrags beim EPA Patentschutz in bis zu 25 EU-Mitgliedstaaten zu erhalten.


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