th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

„Jede Kilowattstunde Strom, die gespart wird, zählt. Ziel muss sein, dass kein Strom mehr mit Gas erzeugt wird.”

Interview mit Priv.-Doz. Dr. Monika Köppl-Turyna, Wissenschaftliche Leiterin bei Eco Austria

Monika Köppl-Turyna
© Foto Weinwurm

Wie lange sind die Strompreise noch auf diesem Niveau

Priv.-Doz. Dr. Monika Köppl-Turyna: Strom und Erdgas werden nicht tagesaktuell, sondern mittels Durchschnittspreisbildung beschafft und sie unterliegen Preisbindungen. Daher sind die hohe Energiepreise erst zu einem geringen Teil bei Haushalten und Unternehmen angekommen. Man muss leider von weitere Kostenerhöhungen ausgehen. Die kommenden beiden Winter werden noch davon geprägt sein.

Welche Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten Sie?

Priv.-Doz. Dr. Monika Köppl-Turyna: Wir rechnen mit einer milden Rezession, die mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit einhergeht Die Rezession und der Reallohnverlust werden die Inflation dämpfen, den die Nachfrage nach Gütern wird sinken.

Welche Maßnahmen sollten jezt getroffen werden?

Priv.-Doz. Dr. Monika Köppl-Turyna: Man muss die begünstigte Nachfrage nach Strom so weit drosseln, dass wir Gaskraftwerke nicht mehr zuschalten müssen. Ich sehe die Preisbremse für Haushalte bis zu 2900 kWh kritisch, denn die Hälfte aller Haushalte verbraucht das gar nicht, daher ist das kein Anreiz zu sparen. Für kleinere Unternehmen sollte es bei Businesstarifen ähnlich wie für Haushalte, Unterstützungen geben. Man könnte sich beim Verbrauch am jeweiligen Branchendurchschnitt orientieren. Für energieintensive Unternehmen ist ein Zuschuss vorgesehen.

Müssen Regierungen nicht in den Strommarkt eingreifen? 

Priv.-Doz. Dr. Monika Köppl-Turyna: Es gibt derzeit mehrere Vorschläge, wie ein Eingriff in den Strommarkt aussehen könnte, von Preisobergrenzen für Stromlieferungen über Subventionen für Erdgas bei der Verwendung zur Stromproduktion bis hin zu einer Abschöpfung von außergewöhnlichen Gewinnen. Der Markt ist jedoch komplex, die Auswirkungen sehr schwer abzuschätzen. Wichtig ist, dass die Anreize zum Energiesparen nicht verloren gehe und ein Überreagieren vermieden wird.



Das könnte Sie auch interessieren

Gas

„Der Strombedarf wird enorm wachsen. Wir müssen eine neue Infrastruktur für kommende Generationen schaffen.”

Interview mit DI Peter Weinelt, Generaldirektor-Stellvertreter Wiener Stadtwerke mehr

FH-Prof. Dr. Christina Schweiger

„Resilienz ist die Kunst, auch in harten Zeiten positiv zu bleiben.”

Interview mit FH-Prof. Dr. Christina Schweiger, Studienbereichsleiterin Human Resources & Organization, FHWien der WKW mehr

Kapital, Geldkapital, Würfel, Euro, Euros, Euromünzen, EURO, EUR, €, EUROS, EURO-Münzen, Euro-Münzen, Euromünze, Euro-Münze, Rechner,

Hohe Inflation befeuert Lösungssuche

Was waren und sind die Treiber der Inflation und würden uns Maßnahmen gegen die Teuerung noch teurer zu stehen kommen? mehr