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„Interesse an Technik bei Mädchen und Jungen im Kindergartenalter gleich hoch.

O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien im Interview.

Sabine Seidler
© Raimund Appel

Wie hoch ist der Unterschied beim Männer- und Frauenanteil in MINT Studienfächern?

Seidler: Das muss man auf unterschiedlichen Ebenen betrachten. Insgesamt gibt es bei den Studienanfängern an der TU Wien ca. ein Drittel Frauen. In den einzelnen Studienfächern schwankt die Verteilung. Im Maschinenbau und der Elektrotechnik gibt es ungefähr einen Frauenanteil von 15 Prozent, in der Mathematik und bei den Bauingenieurinnen sowie in der Chemie liegt der Frauenanteil bei ca. 30 Prozent. Im Bereich Architektur ist das Verhältnis relativ ausgeglichen bzw. liegt der Frauenanteil sogar bei mehr als 50 Prozent.

Warum ist der Unterschied noch immer so hoch?

Seidler: Das hat unter anderem gesellschaftspolitische Gründe und beginnt bei der Erziehung im Elternhaus und in der Schule bis hin zum allgemeinen Rollenverständnis. Interessant ist, dass wir bei Projekten wie der Kinderuni bemerken, dass das Interesse an Technik bei Mädchen und Jungen im Kindergartenalter gleich hoch ist. Wir müssen uns also die Frage stellen, an welchem Punkt, in welchem Alter wir das Interesse der Mädchen verlieren und versuchen, hier gegenzusteuern.

Welche Maßnahmen kann man setzen?

Seidler: Wir versuchen stark mit Role-Models zusammenzuarbeiten und Mädchen schon vom Kindergarten bis hin zur Matura über verschiedene Programme und Formate zu erreichen und zu betreuen. Auch Auszeichnungen wie der Frauenpreis der TU Wien soll erfolgreiche Frauen in der Technik hervorheben. Außerdem bauen wir laufend unsere Studiengänge um. Es hat sich nämlich gezeigt, dass technische Studienfächer mit einem sozialen Charakter oder Schwerpunkt stärker von Frauen angenommen werden. Ein Beispiel dafür ist der Studiengang Umweltingenieurwesen, den wir im Wintersemester 2019 geschaffen haben: Hier liegt der Frauenanteil seit Beginn an bei mehr als 50 Prozent.



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