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„Eine Versicherung stellt den Betrieb finanziell so, wie wenn er keinen Schaden gehabt hätte.”

Interview mit CEO Risk Experts GmbH, riskexperts.at             

Gerhard Ebner
© Gerhard Weinkirn

Wie können sich Unternehmen auf eine Betriebsunterbrechung vorbereiten?

Der erste Schritt ist eine Analyse, bei der man Abhängigkeiten herausarbeitet. Am besten, man arbeitet auswirkungsorientiert statt ereignisorientiert, also stellt sich die Frage „Was passiert, wenn ...?” Die Herangehensweise ist für jede Risikoanalyse geich, die Abhängigkeiten und Auswirkungen sind andere. Aber darauf kann man sich individuell vorbereiten.

Wie geht man am besten vor?

Als Erstes wird man interne Abläufe und Prozesse betrachten, Stärken und Schwächen des Unternehmens identifizieren und anhand dieser Erkenntnisse Lösungsstrategien für verschiedene Szenarien eines potenziellen Stillstands erarbeiten. Es ist meist die Abhängigkeit von einer Maschine oder einem Lieferanten. Das kann man, einmal identifiziert, zumindest mittelfristig ändern. Wichtig ist die Auswirkung auf den Kunden. Bekommt er Probleme, wenn ich nicht liefern kann? Wenn ja, dann werde ich ihn verlieren.

Ist es ratsam, das Risiko durch eine Versicherung zu mindern?

Eine Versicherung stellt den Betrieb finanziell so, wie wenn er keinen Schaden gehabt hätte. Wie hoch sind der Ertragsausfall und die weiterlaufenden Kosten, wenn der Betrieb stillsteht? Die Herausforderung ist, die richtige Dauer und die richtige Höhe einzuschätzen. Was oft nicht bedacht wird, sind etwa die Mehrkosten für Marketingaktivitäten, falls Kunden abgewandert sind, oder dass im Schadenfall die Vorlaufzeiten für eine Maßnahme länger sein können als im Normalfall.

Wie teuer ist das?

Es ist mittlerweile üblich, dass man so eine Versicherung hat. Gewinn und weiterlaufende Kosten (Gehälter, Abschreibungen, Mieten etc.) sind individuell. Die Prämie bewegt sich im Promillebereich dieser Werte. Dabei zu sparen ist wie „inverses Roulette”: Ich gewinne mir ein paar Jetons Einsatz, setze aber mein ganzes Unternehmenaufs Spiel.


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