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Digitalisierung in der Medizin - Chancen und Herausforderungen für den Medizinproduktehandel

Die 7. Medizinprodukte-Lounge gemeinsam mit der Fachvertretung Niederösterreich in der Lounge der Wiener Wirtschaft war ein voller Erfolg.

© Studio Horak - im blickpunkt v.l.n.r.: Reinhard Di Lena, Dr. Alexander Biach, Mag. Alexander Hayn, Prof. Dr. Elke Guenther, Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, KommR DDr. Anton Ofner

Prof. Dr. Elke Guenther, Head of Center Health & Bioresources (AIT Austrian Institute of Technology GmbH) betonte in ihrem Vortrag, dass die Digitalisierung die Medizin erreicht hat und die Gesundheitsversorgung der Zukunft grundlegend verändern wird. Patienten und Patientinnen werden nicht nur von besseren Diagnosen und Behandlungen profitieren, Menschen werden durch die intelligente Verknüpfung von Daten und Monitoringsystemen ihren Gesundheitsstatus auch vorbeugend individuell abrufen und überprüfen können. Diese aktive Patientenintegration wird die Gesundheitskompetenz innerhalb der Bevölkerung nicht nur deutlich steigern, sondern auch den Ärzten eine bessere Übersicht zur Verlaufskontrolle geben. Einige Modelle der telemedizinischen Betreuung sind bereits erfolgreich implementiert, so z.B. zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. 

Berufsbilder werden nachhaltig verändert

Nach den hochinteressanten Ausführungen von Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien, war allen Anwesenden klar, dass die Hoffnung der digitalen, maschinengesteuerten Medizin in Zukunft ist, den PatientInnen größere Freiheit (wohnortnahe Versorgung und Selbstmanagement) und den ÄrztInnen mehr Zeit für unmittelbaren Kontakt zu ihren PatientInnen zu geben. Technologiegetrieben wird das bisher nicht befriedigend umgesetzte Konzept der präventiven Medizin durch digitale (z.B. „wearables“, „imaging“) und molekulare (z.B. „liquid biopsy“) Methoden neuen Aufschwung geben. Diese neuen Technologien werden nicht nur Patienten wertvolle Informationen über individuelle Risikofaktoren liefern (z.B. durch Sequenzierung des Genoms) sondern auch das Berufsbild der Ärzte nachhaltig verändern (z.B. durch automatisierte Diagnosesysteme oder weltweite Wissensdatenbanken).

Die beiden Vortragenden standen am Ende der Referate für Fragen zur Verfügung, woraus sich eine lebhafte Diskussion über die Risiken und Chancen der Digitalisierung in der Medizin ergab.

Impressionen der 7. Medizinprodukte-Lounge

 

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