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„Die Raumbedarfe werden vielfältiger, weil wir als Gesellschaft bunter und komplexer werden.”

Interview mit Dipl.-Ing. Mag. Dr. Christian Peer, Senior Scientist TU Wien

Christian Peer
© Philipp Naderer-Puiu

Welchen Raumbedarf haben die Wiener Selbständigen?

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Christian Peer: Unsere Umfrage zeigt, dass der Raumbedarf etwa bei Büro, Praxis, Geschäftslokal oder Gastronomie für viele Selbständige durch den klassischen Immobilienmarkt nicht komplett abgedeckt wird, weil die üblichen Mieten zum Teil die finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen und ein kleinteiliges Flächenangebot fehlt. Bemerkenswert ist, dass nahezu drei Viertel der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer Frauen sind.

Warum steigt die Nachfrage nach kleinteiligen Räumen?

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Christian Peer: Die Raumbedarfe werden vielfältiger, weil wir als Gesellschaft bunter und komplexer werden. Aufgrund der stärker werdenden Verflechtungen von Produktion, Wissen, Forschung, Entwicklung, Kultur und Dienstleistungen geht es dabei um viel mehr als das klassische Co-Working oder das klassische Unternehmertum. Kleinteiligkeit, aber auch Nutzungsflexibilität sind räumliche Qualitäten, die diesem Nachfragetrend entgegenkommen. Außerdem hat das Potenzial unterschiedliche Branchen und Nutzungen räumlich zu kombinieren mit dem technologischen Fortschritt zugenommen. Dennoch benötigt die Stadtentwicklung ein intelligentes Zusammenwirken von Schützen und Mischen, weil das Teilen von Räumen nicht immer möglich oder wünschenswert ist.

Welchen Mehrwert kann eine geteilte Nutzung von Räumen bringen?

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Christian Peer: Die Mehrwerte der geteilten Nutzung von Räumen und darüber hinausgehend des Teilens von weiteren Ressourcen liegen auf der Hand: Die Räume und Ressourcen werden nicht nur effizienter genutzt, die Praxis des Teilens kann auch die sozialen Begegnungen erhöhen sowie die Fähigkeit des Kooperierens und den sozialen Zusammenhalt stärken und Polarisierungstendenzen entgegenwirken. Im gemeinschaftlichen Verbund liegt nicht zuletzt eine unternehmerische Kraft, die gepaart mit innovativen, die gesellschaftlichen Herausforderungen adressierenden Nutzungen einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation der Stadt leisten kann.



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