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Corona Wien Ausbildungsverbund unterstützt Ausbildungsbetriebe in der Wiener Hotellerie und Gastronomie

Auf Initiative der Sozialpartner haben waff und AMS Wien ein Modell für Lehrbetriebe der Hotellerie und Gastronomie entwickelt, die auf Grund Corona bedingter Schwierigkeiten die Lehrausbildung nicht oder nur sehr schwer fortsetzen können

Peter Hanke, Walter Ruck, Renate Anderl und Michael Ludwig (v.l.n.r.) mit Lehrlingen des Hotel Bellevue.
© Florian Wieser Peter Hanke, Walter Ruck, Renate Anderl und Michael Ludwig (v.l.n.r.) mit Lehrlingen des Hotel Bellevue.

Die Gastronomie und Hotellerie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bildet traditionell viele Lehrlinge aus. Jetzt ist diese Branche in der Krise und auch die Lehrausbildung wackelt. Unterbrechungen der Ausbildung oder gar Lehrabbrüche drohen. Auf Initiative der Sozialpartner haben daher waff und AMS Wien ein Modell für Lehrbetriebe der Hotellerie und Gastronomie entwickelt, die auf Grund Corona bedingter Schwierigkeiten die Lehrausbildung nicht oder nur sehr schwer fortsetzen können. Der Kern des Modells: Die Ausbildung kann im Rahmen des Corona Wien Ausbildungsverbundes mit einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte ohne Kosten für den Ausbildungsbetrieb für einen bestimmten Zeitraum weitergeführt werden.

„Als Wirtschaftskammer Wien war es uns ein großes Anliegen hier gemeinsam eine schnelle und unbürokratische Lösung zu finden. Denn es geht um die Zukunft unserer Mitarbeiter und unserer Unternehmen.“
Walter Ruck

Die Ausbildungskosten für die Betriebe zahlen waff und AMS Wien gemeinsam. Die Kosten für das Lehrlingseinkommen übernimmt der waff zur Gänze. Die Stadt Wien nimmt für den Corona Wien Ausbildungsverbund insgesamt 2,8 Millionen Euro in die Hand. Die Gesamtkosten inklusive AMS Anteil betragen 7,2 Millionen Euro. 36 Betriebe mit 136 Lehrlinge haben den Corona Wien Ausbildungsverbund schon in Anspruch genommen.

Ludwig: „Mit dem Corona Wien Ausbildungsverbund helfen wir doppelt, nämlich den Betrieben und den Lehrlingen.“

Bürgermeister Michael Ludwig: „Mit dem Corona Wien Ausbildungsverbund helfen wir doppelt: Der schwer angeschlagenen Wiener Hotellerie und Gastronomie, aber auch vielen jungen Wienerinnen und Wienern, die sich für eine Lehre in diesem Bereich entschieden haben. Wir ermöglichen es ihnen, ihren Ausbildungsweg weiterzugehen und eine echte Zukunftsperspektive zu erlangen. Der Corona Ausbildungsverbund ist ein zusätzlicher Meilenstein im Rahmen unseres 17 Millionen schweren Corona Ausbildungspaketes für junge Wienerinnen und Wiener. Dass wir den Corona Wien Ausbildungsverbund so schnell und zielgerichtet auf die Beine stellen konnten ist vor allem auch den Wiener Sozialpartnern zu verdanken, die sich dafür von Anfang an gemeinsam stark gemacht haben. In der Corona-Krise halten wir in Wien zusammen und wir schauen darauf, dass die Hilfe bei jenen ankommt, die sie dringend brauchen.“ 

AK Präsidentin Renate Anderl: „Mit dem Ausbildungsverbund lückenlos weiter lernen“

Junge Menschen brauchen in diesen schwierigen Zeiten dringend die Aussicht auf eine gute berufliche Zukunft" sagt Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien. "Der Wiener Ausbildungsverbund schafft eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, die Lehrlinge, ihre Eltern und die Betriebe. Die Lehrlinge verlieren nicht kostbare Monate ohne praktische Übungen und die Betriebe haben am Ende des Lockdowns Lehrlinge ohne Ausbildungslücken." Ein wichtiger Punkt betrifft für Anderl auch soziale Aspekte: "Mit den Möglichkeiten des Ausbildungsverbundes bleiben die Lehrlinge auch in Kontakt mit anderen jungen Menschen, das ist gerade für Jugendliche wichtig. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Stadt Wien und die Wiener Sozialpartner jungen Menschen in dieser Krise mit ganz konkreten Maßnahmen helfen."

Ruck: „Es geht um die Zukunft unserer Mitarbeiter und unserer Unternehmen“

Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck: „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Herz jedes Unternehmens, ganz besonders in der Gastronomie- und Hotellerie. Nicht umsonst ist die hohe Qualität der Wiener Gastlichkeit und ihrer Unternehmen weltweit bekannt. Das haben wir zu einem guten Teil auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Diese hohe Qualität in der Ausbildung und in der Dienstleistung wird uns auch helfen gut aus der Krise zu kommen. Daher gilt es auch Corona-bedingte Lücken in der Ausbildung unbedingt zu vermeiden.“

Hanke: „Die Ausbildung von Fachkräften ist das Um und Auf für die nachhaltige Erholung der gesamten Branche nach Corona.“

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: „Mit dem Corona Ausbildungsverbund wollen wir Wiener Betrieben, die ganz bewusst in die Ausbildung von Lehrlingen investieren, dies aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Folge der Coronakrise aber jetzt nicht können, unter die Arme greifen! Die Ausbildung von Fachkräften ist das Um und Auf für die nachhaltige Erholung der gesamten für unsere Stadt so zentralen Branche. Sie darf jetzt nicht der Coronakrise zum Opfer fallen. Für die Lehrlinge stellen wir damit sicher, dass sie ihre Ausbildung fortsetzen können und zu gut qualifizierten Fachkräften werden.“ „Insgesamt haben seit Start der Initiative vor rund vier Wochen bereits 36 Betriebe das Hilfsangebot für ihre Lehrlinge angenommen. Aktuell setzenLehrlinge ihre Ausbildung derzeit im Corona Wien Ausbildungsverbund fort. „Wir denken in Wien Wirtschaft und Arbeit gemeinsam, gerade auch in der Coronakrise. Der Corona Ausbildungsverbund ist ein weiteres Beispiel dafür,“ so der Wiener Wirtschaftsstadtrat. 

Brigitte Trattner, Generaldirektorin Hotel Intercontinental: „Der Ausbildungsverbund hilft uns in dieser Krise enorm.“

Die Generaldirektorin des Hotels InterContinental Wien, Frau Brigitte Trattner und General Manager Ulrike Regenfelder-Gassner vom Hotel Bellevue haben bereits erste Erfahrungen mit dem Corona Wien Ausbildungsverbund gemacht. Generaldirektorin des Hotels InterContinental Wien, Frau Brigitte Trattner: „Das InterContinental Wien bildet seit mehr als 50 Jahren Lehrlinge aus und wir sind stolz darauf, dass unsere Lehrlinge bei Wettbewerben immer wieder vorne mit dabei sind. Eine gute Lehrausbildung schafft die Basis für zukünftige hervorragende Mitarbeiter. Es tut mir weh zu sehen, dass unsere Lehrlinge nicht wie gewohnt sehr viel, sondern viel zu wenig zu tun haben und damit vieles zurzeit nicht gelehrt werden kann. Der Ausbildungsverbund hilft uns in dieser Krise enorm. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unseren Lehrlingen auch in Corona Zeiten Fach- und Weiterbildung bieten können. Eine praxisnahe Ausbildung ist gerade in unserem Gewerbe sehr wichtig. Die Unterstützung ist eine sehr gute Investition für die Zukunft."  Diese Einschätzung teilt auch General Manager Ulrike Regenfelder–Gassner, Hotel Bellevue: “Für das Hotel Bellevue ist die Verbundlösung perfekt. Wir bilden seit der Eröffnung des Bellevue im Jahr 2016 Lehrlinge aus. Wir wollten von Anfang an einfach unsere künftigen Fachkräfte selbst ausbilden. Bei uns steht Corona bedingt momentan alles still. Der worst case für die Lehrlinge wäre die Kündigung gewesen. Das wollten wir unbedingt verhindern. Denn uns ist es ein ganz großes Anliegen, dass unsere Lehrlinge weiterkommen und ihre Chancen intakt bleiben. Auch wenn die Zukunft in den Sternen liegt, irgendwann wird es wieder bergauf gehen. Wir sind daher sehr dankbar dafür, unsere Lehrlinge im Ausbildungsverbund Corona Wien parken zu können. Das ist eine sehr konkrete Hilfe in der schlimmsten Zeit.“ Dass sie im Ausbildungsverbund ihre Lehre fortsetzen kann, schätzt auch die 17jährige Kezia Ondreicska. Sie holt sich dort ihre Berufspraxis als angehende Restaurantfachfrau. „Anfangs war es schon ein bisschen komisch, so ganz ohne Gäste zu arbeiten. Aber ich bin trotzdem echt froh, neben dem Distance-Learning auch weiterhin einen praxisnahen Teil in der Ausbildung zu haben“, erzählt sie. Sie lernt im zweiten Lehrjahr im Café Central. Im Hotel Bellevue kommt sie auch mit Lehrlingen anderer Betriebe zusammen, das ist für sie einer der größten Pluspunkte des Projekts. „Man lernt sehr viel von den Kollegen und wie es in anderen Betrieben so ist. Es ist schön, dass man sich untereinander austauschen kann“, findet sie.



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