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„Als Unternehmerinnen haben wir es selbst in der Hand, Chancengleichheit zu erreichen.”

Interview mit Margarete Kriz-Zwittkovits, Vorstandsvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft” Wien

Margarete Kriz-Zwittkovits
© Florian Wieser

Warum gibt es auch bei Selbständigen einen Gender Pay Gap?

Margarete Kriz-Zwittkovits: Laut Rechnungshof verdienen Unternehmerinnen bis zu 40 Prozent weniger als Unternehmer. Das ist einerseits strukturell bedingt. Unternehmerinnen arbeiten in Branchen, die geringe Verdienstmöglichkeiten bieten. Andererseits sind viele Frauen im Nebenberuf selbstständig. Schlussendlich scheuen sie sich oftmals, einen angemessenen Stundensatz zu verlangen. Überall kann man mit Information Verbesserungen erzielen. Bringt man mehr Mädchen in MINT-Berufe, steigen die Verdienstchancen. Mit Weiterbildung in Sachen Finanzen kann man sich Mut zu mehr Geld holen. In der Selbstständigkeit haben wir es in der Hand, Chancengleichheit zu erreichen.

Weniger Einkommen Bedeutet weniger Pension. Was kann man tun?

Margarete Kriz-Zwittkovits: Geld in den Betrieb stecken und sich selbst weniger auszahlen, viel unentgeltliche Arbeit, Scheu, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Das hören wir sehr oft in Gesprächen. Natürlich wirkt sich das negativ auf die Pension aus. „Frau in der Wirtschaft” setzt vor allem auf Information für Unternehmerinnen. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass Finanzwissen sehr früh weitergegeben wird. Je früher man mit der Vorsorge beginnt, desto leichter wird es. Trotzdem ist es nie zu spät, um seine Finanzen aufzubessern.

Wie sehen Sie die Zukunft von Unternehmerinnen?

Margarete Kriz-Zwittkovits: Positiv ist, dass sich die jüngere Generation von Frauen schon viel mehr mit Finanzthemen auseinandersetzt. Viele junge Unternehmerinnen sind Start-ups und gut aufgestellt. Sie sichern sich Kapital und investieren Zeit in die Planung ihrer Finanzen.

Und der Weltfrauentag?

Margarete Kriz-Zwittkovits: Es wäre schön, wenn Gleichstellung in allen Belangen so selbstverständlich wäre, dass er nur mehr als Gedenktag nötig ist. Doch das wird noch einige Jahre dauern.

 

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