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Industrie: Garant für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand

„Unsere Betriebe halten sich im harten Wettbewerb ausgezeichnet“, erklärte Spartenobmann Comploj.


Pressekonferenz der Vorarlberger Industrie
© WKV/Motter Pressekonferenz der Vorarlberger Industrie: Spartenobmann Comploj und Spartengeschäftsführer Amann.

Der „Geschäftsklima-Index“ der Vorarlberger Industrie – das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - hat sich gegenüber dem 3. Quartal 2016 von +20,20 auf +45,40 %-Punkte verbessert. Das bedeutet den besten Wert seit zehn Jahren. „Die Industrie stellt damit ihre Position in Vorarlberg als Garant für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand eindrucksvoll unter Beweis“, betont Comploj. 

Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage haben sich quer durch alle Branchen verbessert, in manchen sogar deutlich. Zwei Drittel der befragten Unternehmen (66 Prozent) bezeichnen die derzeitige Geschäftslage als gut, nur ein Prozent spricht von einer gegenwärtig schlechten Situation. Der positive Ausblick für die nächsten Monate lässt sich in erster Linie durch die erfolgreiche Exporttätigkeit erklären. Sowohl der aktuelle Auftragsbestand, als auch die aktuellen Auslandsaufträge werden im vierten Quartal 2016 klar positiver als noch im dritten Quartal beurteilt.

Erhöhung des Beschäftigtenstandes

Erfreulicher ist auch der Ausblick für das nächste halbe Jahr. Die Geschäftslage in sechs Monaten wird von 30 Prozent als günstiger eingeschätzt, 65 Prozent erwarten eine gleichbleibende Situation. 33 Prozent der Befragten wollen ihren Mitarbeiterstand erhöhen, 66 Prozent diesen zumindest halten. „Durch bevorstehende Pensionierungen werden vor allem qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend gesucht. Die Vorarlberger Industrie bildet seit Jahren Lehrlinge selbst sehr hochwertig aus, wir benötigen aber auch zusätzliche Fachkräfte, die wir nur außerhalb des Landes bekommen,“ weist Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, auf den anhaltenden Fachkräftemangel besonders hin.

Verkaufspreise weiter massiv unter Druck

Der Druck auf die Verkaufspreise, mit anderen Worten, der Wettbewerbsdruck, ist weiterhin hoch. Die in vielen Branchen international vorhandenen Überkapazitäten schlagen sich weiterhin in einem hohen Preisdruck nieder. 38 Prozent der befragten Unternehmen erwarten daher fallende Verkaufspreise in drei Monaten. Der Saldo verschlechtert sich gegenüber dem 3. Quartal 2016 von minus 24 %-Punkte auf minus 28 %-Punkte. Nur 11 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass sie ihre Mehraufwendungen an ihre Kunden, in der Form von Preiserhöhungen, werden weitergeben können. IV-Vorarlberg-GF Mathias Burtscher: „Daher sind laufende Innovationen und weitere Produktivitätssteigerungen die zentralen Herausforderungen. Dass dabei Arbeitgeber und Arbeitnehmer flexibel sein müssen, um erfolgreich zu bleiben, versteht sich von selbst.“ 

Die aktuelle Ertragssituation wird zufriedenstellender beurteilt, der Ausblick allerdings nach wie vor verhalten: 51 Prozent sprechen von einer derzeit guten, 48 Prozent von einer durchschnittlichen und ein Prozent von einer schlechten Ertragssituation. Vorausschauend auf die nächsten sechs Monate wird die Ertragssituation von 85 Prozent als gleich bleibend, aber immerhin von 12 Prozent als schlechter eingeschätzt. Nur zwei Prozent rechnen mit einer weiteren Verbesserung ihrer Erträge. 

Branchenergebnisse 

Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie (Maschinen- und Metallindustrie) ist weiterhin der Träger der guten Konjunktur. Für 83 Prozent ist die Geschäftslage aktuell gut. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftslage in sechs Monaten fallen positiv aus. Von 57 Prozent wird sie weiterhin günstig eingeschätzt. Allerdings befürchten 34 Prozent der befragten Unternehmen sinkende Verkaufspreise. „Sehr erfreulich, aber auch eine permanente Herausforderung ist, dass rund 60 Prozent der Metallbetriebe ihren Mitarbeiterstand erhöhen wollen“, stellt Amann vor allem mit Blick auf das Thema Fachkräfte fest. 

Nahrungs- und Genussmittelindustrie

Die Rückmeldungen zur aktuellen Geschäftslage in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zeichnen ein ebenfalls erfreuliches Bild. „Für 54 Prozent ist die derzeitige Lage gut und für kein Unternehmen schlecht“, zeigt sich Amann erfreut. Weniger positiv sind die Erwartungen hinsichtlich der Verkaufspreise. 32 Prozent rechnen mit sinkenden Preisen. 13 Prozent erwartet eine für sie günstigere Preissituation. 32 Prozent der befragten Unternehmen erwarten eine schlechtere Ertragssituation im nächsten halben Jahr. 

Textilindustrie

Mäßig stabil die Lage im Textilbereich. Von 20 Prozent wird die aktuelle Geschäftslage als gut, von 72 Prozent als durchschnittlich und von fast jedem zehnten Unternehmen als schlecht beurteilt. Die Textilindustrie ist die einzige Industriebranche, die in der aktuellen Umfrage mit steigenden Verkaufspreisen rechnet. 11 Prozent erwarten steigende Verkaufspreise, kein Unternehmen fallende Preise. „Die Einschätzung der aktuellen Ertragssituation und der Geschäftslage in sechs Monaten bleibt auf einem eher niedrigen Niveau“, erläutert Burtscher. 

Elektro-/Elektronikindustrie

Die verhältnismäßig beste Geschäftslage zeigt sich in der Branche Elektro- und Elektronikindustrie. 96 Prozent bezeichnen sie als aktuell gut, kein Unternehmen spricht von einer schlechten Geschäftslage. Auftragsbestand und Auslandsaufträge werden von beinahe allen als gut bezeichnet. „32 Prozent schätzen die Geschäftslage in sechs Monaten als noch günstiger ein“, stellt Burtscher fest. 

Regierungsprogramm neu

Überwiegend positiv bewertet Spartenobmann Georg Comploj das neue Regierungsprogramm. „Die Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent ist erfreulich. Damit kommt die Regierung einer zentralen Forderung der Industrie nach“. Und die befristete Einführung einer vorzeitigen Abschreibung für Unternehmen ab 250 Mitarbeiter sei eine wichtige und dringend notwendige Ergänzung der jüngst beschlossenen Investitionszuwachsprämie für Klein- und Mittelbetriebe. „Ebenso sind nunmehr gesetzte Investitionsanreize für Unternehmen, die vereinbarte Lohnnebenkostenförderung bei Neuaufnahmen sowie die Abmilderung der kalten Progression positiv zu sehen“, erklärt der Spartenobmann. Die plangemäße Umsetzung sei nun entscheidend für die weitere Entwicklung des Standorts Österreich.

Was die angedachten Maßnahmen bringen, um die Mobilität am Arbeitsmarkt zu erhöhen bzw. die Eingliederungsbeihilfen für Unternehmen, wenn sie Asylberechtigte beschäftigen, bleibt abzuwarten. Bezüglich der angepeilten Beschränkung des Zuzugs ausländischer Arbeitskräfte, müsse jedenfalls sichergestellt werden, dass die notwendigen Fachkräfte auch in Zukunft den Betrieben zur Verfügung stehen. 

Im Land anpacken

Das Thema Fachkräftemangel ist weiterhin ein zentrales Thema für die Vorarlberger Industrie. „Wir setzten daher selbst konkrete Maßnahmen im Bildungsbereich, um dieser Herausforderung aktiv im Land zu begegnen“, verweist Comploj auf einen aktuellen Strategieprozess der Sparte Industrie mit den Höheren Technischen Lehranstalten in Vorarlberg. 

Über 21 Prozent der Lehrlinge in Vorarlberg – 1.491 in absoluten Zahlen - werden in Industriebetrieben ausgebildet. „Auch in der dualen Ausbildung müssen wir uns konsequent weiterentwickeln und noch stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen“, weist Comploj auf einen weiteren Schwerpunkt der Sparte Industrie hin.

Lobende Worte findet Comploj für die von WKV-Präsident Hans Peter Metzler kürzlich vorgestellte „Digitale Agenda für Vorarlberg“: „Hier geht die Wirtschaftskammer mit dem Land einen richtigen Weg und setzt wichtige Impulse. Eine leistungsstarke digitale Infrastruktur und Services sind entscheidende Grundlagen für eine wettbewerbsfähige Gesellschaft und den Industriestandort.“ 

An der quartalsmäßigen Umfrage der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Industriellenvereinigung haben sich 45 Unternehmen mit insgesamt knapp 22.000 Beschäftigten beteiligt.

Zur Umfragemethode: Bei der Konjunkturumfrage werden den Unternehmen – ähnlich wie beim deutschen IFO-Konjunkturklimaindex – drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral, negativ. Aus den Antworten werden die (beschäftigungsgewichteten) Prozentanteile dieser Antwortkategorien errechnet. Unter Vernachlässigung der neutralen Antworten wird aus den Prozentanteilen positiver und negativer Antworten der konjunktursensible „Saldo“ gebildet. 

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