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Wirtschaftsbericht: Stabilität auf hohem Niveau. Noch!

In der zweiten Jahreshälfte 2018 hat die Weltwirtschaft merklich an Schwung verloren und das ist auch in Vorarlberg spürbar. Trotzdem erweist sich die heimische Wirtschaft als sehr stabil. Das belegen die aktuellen Daten im Wirtschaftsbericht 2018/19.


Maßgeblich für die guten Wirtschaftsdaten ist, dass Vorarlberg – mit Oberösterreich – zu den stärksten Produktions- standorten in Österreich gehört.
© istock Maßgeblich für die guten Wirtschaftsdaten ist, dass Vorarlberg – mit Oberösterreich – zu den stärksten Produktions- standorten in Österreich gehört.

Obwohl die Weltwirtschaft merklich an Schwung verloren hat, erweist sich die heimische Wirtschaft als sehr stabil. Das belegt der Vorarlberger Wirtschaftsbericht 2018/19, den Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler im Pressefoyer am Dienstag, 25. Juni, präsentierten. Der Bericht weist – trotz geringerer Konjunktur – immer noch überdurchschnittliches Wachstum, positive Arbeitsmarktzahlen, erneut gestiegene Produktivitäts- und Exportwerte sowie starke Tourismusergebnisse aus. "Es ist aber klar, dass wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen dürfen, um die starke Position des Wirtschaftsstandortes Vorarlberg zu halten bzw. weiter zu festigen. Denn eine leistungsfähige Wirtschaft ist die Basis für Lebensqualität und Wohlstand“, betonte Landeshauptmann Wallner. 

Auch 2018 überdurchschnittliches Wachstum

Die Wirtschaft in Vorarlberg hat 2018 um 3,2 Prozent zugelegt, österreichweit betrug das Wirtschaftswachstum 3,0 Prozent. Zu diesem positiven Gesamtergebnis hat die erfreuliche Entwicklung in allen Branchen beigetragen. Die Zahl der Beschäftigten hat erneut zugenommen – im Jahresdurchschnitt 2018 waren es 166.284 Menschen – und zugleich ist die Arbeitslosenquote weiter zurückgegangen. Sie betrug in Vorarlberg 5,4 Prozent, das ist um 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert von 2017 und um 2,3 Prozentpunkte unter dem Österreichniveau. Besonders erfreulich ist für Wallner und Rüdisser, dass die Lehrlingszahlen wieder leicht gestiegen sind. Insgesamt standen per Jahresende in 1.873 Betrieben 7.047 Lehrlinge in Ausbildung, um 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vorarlberg ist weiterhin das Bundesland mit der höchsten Lehrlingsquote in Österreich – 53,8 Prozent. 

Flaggschiff Produktion

Vorarlberg gehört mit Oberösterreich zu den stärksten Regionen in der Sachgüterproduktion. Der Produktionsindex ist 2018 erneut um 3,4 Prozent gestiegen. Vor allem die Metallerzeugnisse haben zur positiven Entwicklung beigetragen. Die Industrieproduktion ist 2017 leicht zurückgegangen (0,7 Prozent), hat aber 2018 aber wieder um 2,4 Prozent zugelegt. Die Bauwirtschaft ist mit +19,7 Prozent beim Produktionswert deutlich überdurchschnittlich, hier sprach LSth. Rüdisser sogar von einer Überhitzung der Konjunktur. 

Top-Werte bei Exporten und im Tourismus

Die Vorarlberger Exporte sind weiter im Aufschwung, im ersten Halbjahr 2018 betrug der Gesamtwert der Ausfuhren 5,19 Milliarden Euro, für das ganze Jahr wird ein neuer Rekordwert von rund 10,4 Milliarden Euro erwartet. Die Vorarlberger Wirtschaft exportiert deutlich mehr Waren und Güter als importiert werden. Dies wirkt sich auf die Handelsbilanz positiv aus. Im ersten Halbjahr 2018 wurde ein Handelsbilanzüberschuss von 158 Millionen Euro erzielt.
  Ebenso hält die Erfolgsgeschichte im Tourismus an. Die Sommersaison 2018 hat mit 1,24 Millionen Gästen und vier Millionen Übernachtungen ein neues Spitzenresultat erreicht, auch der Winter 2018/19 zählt mit über fünf Millionen Nächtigungen zu den Top-Saisonen.

Entwicklungen mit richtigen Zukunftskonzepten begegnen

Landesstatthalter Rüdisser hob die außergewöhnlich lange Konjunkturphase hervor, nun gelte es aber angesichts der sich abzeichnenden weltweiten Eintrübung die Entwicklung genau im Auge zu behalten, um für Vorarlberg die richtigen Maßnahmen zu treffen. Die wesentlichen Herausforderungen sieht er nach wie vor in der Ausbildung von Fachkräften und darin, die Innovationsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu unterstützen.u. Im Jahresdurchschnitt 2018 standen in Vorarl- berg 166.284 Menschen in Beschäftigung (+2,4 Prozent). Nicht in dieser Zahl enthalten sind die geringfügig Beschäftigten, das sind nochmals rund 16.000 Menschen.

Weichenstellungen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene notwendig

Wirtschaftskammerpräsident Metzler freut sich, dass alle Branchen zum positiven Stimmungsbild beigetragen haben. „Allerdings lässt die Dynamik rund um uns nach. Das bestätigen uns die Kennzahlen und ersten Signale unserer wichtigsten Exportmärkte vor allem in direkter Nachbarschaft“, gibt er zu bedenken. Die neuesten Zahlen des Wirtschaftsbarometers zeigen, dass die Stimmung der österreichischen Wirtschaft angesichts der hohen Risiken und der allgemeinen Abkühlung der internationalen Konjunktur nicht mehr so optimistisch ist wie vor einem Jahr. Fazit der größten Umfrage der gewerblichen Wirtschaft zu den Erwartungen der Unternehmen: Positiver Ausblick – aber der Schwung lässt bei allen Indikatoren wie Gesamtumsatz, Auftragslage, Investitionsvolumen und Anzahl der Beschäftigten nach. Bei der Einschätzung des Wirtschaftsklimas sind die Unternehmen abwartend: Rund zwei Drittel schätzen das Wirtschaftsklima stabil ein, 14 Prozent rechnen mit einer besseren Entwicklung, 23 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

Aus diesem Grund brauche es sowohl auf europäischer wie nationaler und regionaler Ebene wesentliche Weichenstellungen. Für Metzler bedarf es einer konsequenten Umsetzung der Maßnahmen der angekündigten Steuerreform. „Die angedachten Reform- und Entlastungsmaßnahmen müssen Priorität haben, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern. Dagegen darf das Spiel der freien Kräfte im Parlament nicht zu einer Belastungswelle für die Unternehmen werden.“ Auch beim Abbau der Bürokratie erwartet sich Metzler weitere konkrete Maßnahmen „Das Motto der Bundespolitik muss lauten: Arbeiten statt streiten.“
„Neben Entlastungen bedarf es kluger Positionierungen, um im Wettbewerb auch weiterhin bestehen zu können. Daher gilt es mehr denn je, gemeinsam an Zukunftskonzepten für Vorarlberg zu arbeiten“, betont Metzler. In Vorarlberg werde ein klarer Kurs mit einer Reihe von Leuchtturmprojekten verfolgt.

Auf lokaler Ebene müssen laut WKV-Präsident die Themen Fachkräfte, Bildung, digitale Ansiedelungspolitik, Zukunftskonzepte für den Verkehr, Raum für wirtschaftliche Entwicklung, mehr Anstrengungen beim Zukunftsthema Regionalität und besonders die Themen Umwelt und Energie sowie Nachhaltigkeit einen zentralen Stellenwert bekommen.

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