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Wirtschaftsbarometer: EPU blicken optimistisch in die Zukunft

Das Wissen um die eigene Anpassungsfähigkeit stärkt das EPU in die unternehmerische Zukunft. „Jetzt gilt es, die Dynamik der EPU durch steuerliche Anreize weiter anzukurbeln“, betont EPU-Sprecherin Susanne Rauch-Zehetner.

„Ein-Personen-Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft als die Gesamtwirtschaft“, fasst Susanne Rauch-Zehetner, Sprecherin der rund 12.000 Ein-Personen-Unternehmen in Vorarlberg, die Ergebnisse des aktuellen WKÖ-Wirtschaftsbarometers zusammen.
© Thinkstock EPU zeichnen sich durch einen hohen Grad an Spezialisierungen, durch individuelle Produkte und Dienstleistungen und durch ihre Nähe zum Kunden aus.

„Ein-Personen-Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft als die Gesamtwirtschaft“, fasst Susanne Rauch-Zehetner, Sprecherin der rund 12.000 Ein-Personen-Unternehmen in Vorarlberg, die Ergebnisse des aktuellen Wirtschaftsbarometers der WKÖ zusammen. Demnach hat sich der Aufschwung in Österreich in den vergangenen Monaten verfestigt und ist in die Breite gegangen. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass die aktuell hohe Wachstumsdynamik nachlässt. 

Stimmungslage: EPU optimistischer als die Gesamtwirtschaft

Die allgemeine Stimmung liegt bei den EPU noch im positiven Bereich; in der Gesamtwirtschaft beginnt sich die Stimmung schon etwas einzutrüben. „Damit haben EPU eine optimistischere Einschätzung als die Gesamtwirtschaft“, erklärt Susanne Rauch-Zehetner. EPU zeichnen sich durch einen hohen Grad an Spezialisierungen, durch individuelle Produkte und Dienstleistungen und durch ihre Nähe zum Kunden aus. Die Unternehmensgröße erlaubt es, rasch und flexibel auf Veränderungen und die Anforderungen des Marktes reagieren zu können. „Das Wissen um die eigene Anpassungs- und Veränderungsfähigkeit stärkt das Vertrauen in die erfolgreiche Zukunft des eigenen Ein-Personen-Unternehmens“, ist die EPU-Sprecherin überzeugt. 

Mehr als ein Drittel der Ein-Personen-Unternehmen erwarten in den kommenden zwölf Monaten einen Anstieg der Umsätze. Knapp die Hälfte rechnet mit einer gleichbleibenden Entwicklung. 

In Bezug auf die Auftragslage sind die Erwartungen der EPU positiver als jene der Gesamtwirtschaft: Ein Drittel der EPU erwartet in den kommenden zwölf Monaten eine positive Entwicklung. Weitere 54 Prozent rechnen zumindest mit einer gleichbleibenden Entwicklung im Jahr 2019.

Ersatz- und Neuinvestitionen: EPU verhaltener als Gesamtwirtschaft 

Aufgrund des Beitrags zu Wachstum und Beschäftigung sind Neuinvestitionen besonders bedeutend:  In Gesamtösterreich liegt der Anteil der Unternehmen, die Neuinvestitionen planen, für die aktuelle Phase der Konjunkturentwicklung mit 43 Prozent eher auf hohem Niveau. Bei den EPU beabsichtigen 30 Prozent, Neuinvestitionen zu tätigen. 

Mehr Dynamik durch steuerliche Anreize 

Eine der größten Hürden für Investitionen von EPU ist die Steuerbelastung: 41 Prozent sehen laut EPU-Wirtschaftsbarometer dadurch keinen Spielraum für (zusätzliche) Anschaffungen. Mit steuerlichen Anreizen kann die Dynamik der Ein-Personen-Unternehmen jedoch weiter angekurbelt werden, ist Rauch-Zehetner überzeugt. Konkret fordert sie eine Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten: Dazu gehört die Erhöhung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro. 

EPU, die in weniger investitionsintensiven Branchen angesiedelt sind, sollten steuerlich entlastet werden. Rauch-Zehetner weist darauf hin, dass EPU, die ihr Büro bzw. Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung haben, diesen Aufwand derzeit nur sehr eingeschränkt geltend machen können. Die EPU-Sprecherin der Wirtschaftskammer Vorarlberg fordert daher eine unbürokratische pauschale steuerliche Begünstigung von Büros bzw. Arbeitsplätzen im eigenen Wohnungsverband in Höhe von 1.500,- Euro pro Jahr.

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