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Wirtschaft und Naturschutz: „Die Balance ist entscheidend“

Ökonomie, Ökologie und Soziales bilden die Säulen für unsere Unternehmen und deren nachhaltige Handlungsweisen. 

Ein starker Wirtschaftsstandort Vorarlberg nutzt und dient der Allgemeinheit. Ökonomie, Ökologie und Soziales bilden dabei die Säulen für unsere Unternehmen und deren nachhaltige Handlungsweisen.
© Thinkstock Ein starker Wirtschaftsstandort Vorarlberg nutzt und dient der Allgemeinheit. Ökonomie, Ökologie und Soziales bilden dabei die Säulen für unsere Unternehmen und deren nachhaltige Handlungsweisen.

„Die einseitige Bevorzugung einer dieser Säulen, wie sie aktuell von der Vorsitzenden des Naturschutzrates gefordert wird, führt zu einem Ungleichgewicht und schadet unserem Land. Es ist zu einseitig gedacht, den Naturschutz vor die Schaffung von Arbeitsplätzen zu stellen. Wer hinter einem solchen Ansinnen steht, handelt keineswegs zum Wohle der Menschen in Vorarlberg“, plädiert Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler für ein kluges und nachhaltiges Miteinander.

Wer bezweifele, dass die Wirtschaft die Basis für ein gutes Leben ist,  der müsse sich zumindest den Vorwurf einer äußerst eindimensionalen Sichtweise gefallen lassen. Ohne ein kluges und nachhaltiges Miteinander wird Vorarlberg nicht erfolgreich sein können. Metzler „Es geht um die sozialen Dimensionen, um die Menschen und unbedingt um die Natur. Diese Balance zu halten, ist entscheidend. Vorarlbergs Wirtschaft steht voll und ganz zum Natur- und Umweltschutz, aber diese Regelungen müssen mit Fragen der Standortpolitik, die über Neuansiedlungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen entscheiden, verknüpft sein.“

Vorreiter in Sachen Ökologie

Widerlegbar falsch sei, so der WKV-Präsident, zu behaupten, dass Vorarlbergs Wirtschaft zu wenig Rücksicht auf Mensch und Natur nimmt. Wer offenen Auges durch unser Land fährt, sieht den guten Ausgleich zwischen Mensch, Natur und Wirtschaft. Vorarlbergs Unternehmen sind Vorreiter in Sachen Ökologie.  „Naturschutz- und Wirtschaftspolitik sind zwei Seiten einer Medaille und können, ja müssen, sich gegenseitig ergänzen. Die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und der Schutz des Wirtschaftsstandortes darf – bei allen Nutzungskonflikten - nicht außer Acht gelassen werden.“

Klare Worte findet Metzler für  die Zukunft des Standortes Vorarlberg: „Um die Anforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen zu können, brauchen wir eine ausgewogene Standortpolitik und keine einseitig ausbilanzierte Berücksichtigung des Naturschutzes. Die Zukunft wird verstärkt Debatten um Raumplanung, Urbanisierung, Architektur und Naturschutz bringen. Neue Gedankenmodelle sind zu entwickeln – unter der Anteilnahme aller. Und dabei muss das Gemeinsame in den Vordergrund gestellt werden – nicht das Trennende –, das die Interessen der Wirtschaft und damit der Gesellschaft entsprechend berücksichtigt.

Neue Wertschätzung

Dazu gehöre mit Sicherheit auch eine neue Wertschätzung für unternehmerische Aktivität, dazu gehört ein neues Verständnis, was Unternehmertum für eine Gesellschaft bedeutet. Arbeitsplätze, Lebensqualität und Wohlstand sind für immer mehr Menschen in unserem Land längerfristig nur dann möglich, wenn die Wirtschaft auch für heranwachsende Generationen die Möglichkeiten hat, sich weiterzuentwickeln. Die Wirtschaft muss zumindest so wachsen können, wie dies das Bevölkerungswachstum im Land vorgibt. Sonst verlieren wir erfolgreiche heimische Unternehmen und wertvolle Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Und nicht zuletzt unseren Wohlstand. 

„Aus Erkenntnis muss Haltung und aus Haltung wertschätzendes Verhalten werden. Daher ist es an der Zeit, miteinander und nicht nur übereinander zu reden. Im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit für unseren Lebens- und Wirtschaftsraum Vorarlberg“, appelliert Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler.      

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