th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Willkommen im 21. Jahrhundert?

Gastkommentar von Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information & Consulting in der WKV

© Bitschnau Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information & Consulting in der WKV

Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu „Umqualifizierungen“ von Selbstständigen zu Dienstnehmern gekommen. Lange wurde verhandelt – herausgekommen ist ein bescheidenes Ergebnis. Das „Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz“ sorgt seit 1. Juni für mehr Rechtssicherheit, indem Auftraggeber oder Auftragnehmer vorab die Versicherungszuordnung prüfen lassen können.

Und: Die Entscheidung, ob ein Selbstständigen-Status oder doch ein dienstnehmerähnliches Verhältnis vorliegt, treffen nun nicht nur die Prüfer der GKK, sondern auch die SVA. Immerhin. Die festgestellte Versicherungszuordnung hat auch bei einer späteren GPLA-Prüfung Gültigkeit, sofern die seinerzeitig gemachten Angaben zur Tätigkeit stimmen. Stimmen diese nicht, werden die bis dorthin geleisteten SVA-Beiträge des Auftragnehmers zumindest berücksichtigt. Für Jubelmeldungen besteht aber kein Anlass. Von einem Recht auf Selbstständigkeit sind wir noch meilenweit entfernt.

Die Arbeitnehmervertreter waren – mit der Begründung, Scheinselbstständigkeit zu verhindern – zu keinem weiteren Kompromiss bereit. Damit verkennen sie völlig die Realität moderner Arbeitswelten und den Wunsch vieler, sich mit der Gründung eines Unternehmens selbst zu verwirklichen. Die zwangsweise Einstufung als Dienstnehmer ist eine Verhinderung von Unternehmertum. Gerade im Bereich der beratenden Berufe wird  stark projektbezogen und arbeitsteilig gearbeitet und die Dienstleister sind intensiv mit ihren Auftraggebern vernetzt.

Wir bestehen weiterhin auf dem Recht auf Selbstständigkeit und hoffen auf neue Gespräche im Herbst. Denn nach der kommenden Wahl sitzen hoffentlich mehr Menschen im Nationalrat, die mit beiden Beinen im realen Leben angekommen sind. Willkommen im 21. Jahrhundert!

Das könnte Sie auch interessieren

  • Meinung
Ein Projektteam aus 30 Personen aus allen Regionen des Landes und Gesellschaftsbereichen hat in mehreren Workshops wichtige inhaltliche Vorbereitungen zur Entwicklung einer „Marke Vorarlberg“ geleistet.

Den Fokus auf die Umsetzung legen

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg mehr

  • Meinung
Elmar Herburger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, spricht über die Zukunft der Tourismusstrategie 2020.

„Die Mitarbeiter-Situation bleibt eine der größten Herausforderungen“

Tourismus-Spartenobmann Elmar Herburger im Interview mit „Die Wirtschaft” über die Weiterentwicklung der Tourismusstrategie und neue Wege im Bildungs- und Fachkräftebereich. mehr

  • Meinung
Der Berliner Medienexperte und Jugendbuchautor Thomas Feibel kommt zum 3. Vorarlberger Ausbilderforum und wird über die Vor- und Nachteile von Smartphones in der Ausbildung sprechen.

Thomas Feibel: „Smartphones zerstören die ungeteilte Aufmerksamkeit“

Thomas Feibel hält beim 3. Vorarlberger Ausbilderforum am 15. November 2018 in der Kulturbühne AmBach einen Vortrag zum Thema „Jetzt pack doch mal das Handy weg“ - Smartphones als Segen und Fluch in der Ausbildung.  mehr