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WKV weist Kritik an Tarifanpassung bei Taxiunternehmen zurück

Die Fachgruppe für das Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen verteidigt ihre geplante Tarifanpassung.

Die Fachgruppe für das Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen verteidigt ihre geplante Tarifanpassung und weist die Kritik der Arbeiterkammer zurück, wonach diese als „völlig überzogen“ bezeichnet wird.
© iStock Die Fachgruppe verteidigt ihre geplante Tarifanpassung und weist die Kritik der Arbeiterkammer zurück, wonach diese als „völlig überzogen“ bezeichnet wird.

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer haben zur geplanten Anpassung eine Stellungnahme formuliert, in der das Vorarlberger Rheintal als „einzige große Stadt mit mehr als 260.000 Einwohnern“ bezeichnet wird. „Außen vor lässt diese Einschätzung aber Regionen, in welchen aus wirtschaftlichen Gründen gar keine Taxidienstleistungen mehr angeboten werden können. Dazu zählen weite Gebiete des Bregenzerwaldes, das Montafon, das Großwalsertal und sogar Teile des Walgau“, erklärt Fachgruppenobmann Anton Gantner. Und obwohl zahlreiche Gemeinden versuchen, Taxidienstleistungen mit Ausgabe von Taxibons zu unterstützen, seien Taxis dennoch das einzige zum ÖPNV zu zählende Verkehrsmittel, welches ohne systematische Förderungen auskommt, führt Gantner aus. Alleine deshalb sei ein wirtschaftlich auskömmlicher Tarif zu unterstützen. Als Konsumentenschützer und Arbeitnehmervertreter halte die Arbeiterkammer zudem ihre Interessen dabei nicht im Gleichgewicht – denn durch eine Tarifanpassung würden in erster Linie auch die bei Taxiunternehmen beschäftigten und umsatzbeteiligten Lenker/-innen de Facto von einer Lohnerhöhung profitieren.

Auch dass aufgrund der scheinbar undurchsichtigen Tarifsystematik die Abschätzung des ungefähren Fahrpreises vor Fahrtantritt fast unmöglich sei, lässt Gantner so nicht gelten. Tatsächlich könne sich der Fahrgast unter www.laendletaxi.at einen sehr guten Anhaltswert für die voraussichtlichen Kosten der Fahrt errechnen. „Jedenfalls können auch die Lenker/-innen selbst die voraussichtlichen Fahrtkosten gut abschätzen, da braucht niemand misstrauisch zu sein“, führt der Fachgruppenobmann aus. Der von der Arbeiterkammer ebenfalls kritisierte Zeittarif dient der Abgeltung einer überdurchschnittlich hohen Fahrtdauer, die z.B. aufgrund von Stau und anderen Verkehrsstillständen entstanden ist. In den Branchen, in denen persönliche Dienstleistungen erbracht werden, ist es üblich, nach Zeit abzurechnen. Auch der „neu geplante Wartetarif“ ist bisher in der Tarifverordnung verankert, in den Taxametern einprogrammiert und in der Praxis angewendet. Der Zeittarif gilt beispielsweise auch dann, wenn der Taxameter ausfällt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum bei Ausfall der Messvorrichtung (und ersatzweiser Feststellung des Leistungsumfangs auf „händische Art“) ein Teil des Tarifs nicht gelten sollte.

Letzte Anpassung 2012

Die Taxibranche in Vorarlberg war in den letzten Jahren von zahlreichen Insolvenzen und Betriebseinstellungen gekennzeichnet. „Wäre der bisherige Tarif bereits zu hoch, so wäre diese Situation so nicht eingetreten. Dass sich die Branche durch die geplante Anpassung selbst beschädigt, kann also zurückgewiesen werden. Vielmehr handelt es sich dabei um einen nötigen Schritt zur Erhaltung der Branche“, betont Fachgruppenobmann Anton Gantner. Zudem sei die letzte Tarifanpassung im Jahr 2012 durchgeführt worden, wodurch die 13 Prozent keinesfalls unverhältnismäßig hoch sind.

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