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WK-Appell: Kurzarbeit-Modell anwenden!

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg unterstützt die Empfehlungen der Bundesregierung, dass möglichst viele Berufstätige ihre Arbeit von zu Hause erledigen sollen. Das soll aber in jenen Bereichen angewendet werden, in denen es auch Sinn macht.

   Sozialpartner-Appell an Betriebe: „Bitte nicht kündigen, zuerst informieren!“
© istock Kurzarbeit-Modell anwenden!

„Wir empfehlen daher, (nur) mit jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Fernbleiben vom Arbeitsplatz zu vereinbaren, die an den unverzichtbaren Produktionsprozessen nicht unmittelbar teilnehmen müssen“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler. Insbesondere in der industriellen und gewerblichen Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgungskette bzw. der strategischen Lieferketten unverzichtbar sind, wird Homeoffice nicht möglich sein. Die Wirtschaftskammer warnt hier vor Fehlinterpretationen.

Es ist festzuhalten, dass die nun gesetzten Maßnahmen (Ausgangsbeschränkungen usw.) in keiner Weise Werksschließungen, einen Produktionsstopp oder etwas Ähnliches für die Industrie oder das produzierende Gewerbe vorsehen oder notwendig machen. 

Kurzarbeit-Modell

Die Bundesregierung und die Sozialpartner auf Bundesebene haben binnen weniger Stunden ein praktikables Modell geschaffen, um angesichts der massiven, aber notwendigen gesetzlichen Beschränkungen einerseits die Liquidität der Betriebe zu erhalten und andererseits den Arbeitsmarkt abzusichern. 

WKV-Präsident Hans Peter Metzler appelliert das Kurzarbeit-Modell anzuwenden, um den Wirtschafts- und Lebensstandort langfristig vor Schaden zu bewahren: „Bevor Sie Ihre Mitarbeiter kündigen, prüfen Sie bitte die alternativen Möglichkeiten, die für Ihr Unternehmen und für Ihre Mitarbeiter viele Vorteile bieten. Es wird eine Zeit nach der Krise geben, in der Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern brauchen werden.“ Die Anträge können seit heute gestellt werden. 

Gastronomie und Hotellerie brauchen eigene Lösung

Das neue Kurzarbeit-Modell stellt in erster Linie für den produzierenden Bereich ein taugliches Mittel zur Überbrückung dar. Für den Bereich der Gastronomie und Hotellerie braucht es eigene Modelle, die es im Detail rasch auszuverhandeln gilt. Ein volle Lohnnebenkostenfortzahlung ist einem behördlich geschlossenen Betrieb, der von einem Tag auf den anderen keinen Umsatz mehr generiert, nicht zumutbar. Es müssen andere Lösungen gefunden werden, die den Rahmenbedingungen der Branche Rechnung tragen.

Info-Hotline

„Die Situation rund um das Corona-Virus gewinnt sprunghaft an Dynamik in Vorarlberg. Die Herausforderungen unserer Betriebe verändern sich täglich, wenn nicht sogar stündlich. Unsere Telefone laufen heiß. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren das gesamte Wochenende über im Dauereinsatz, um Hunderte von Anrufen entgegenzunehmen und zu informieren. Unter der Hotline 05522 305 7755 stehen wir den Betrieben auch weiterhin mit voller Kraft zur Verfügung“, betont Metzler. Ziel ist es, den Betrieben umfangreiche Informationen so rasch wie möglich zu den jeweils aktuellen Fragen wie Kurzarbeit oder Geschäftsschließungen und hier insbesondere jene, die die Aufrechterhaltung der Produktion betreffen, zur Verfügung zu stellen.

 

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