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Vorarlberger Industrie: Stabil auf hohem Niveau

Die Industrie ist stärker denn je der Wachstums- und Arbeitsplatzmotor in Vorarlberg, auch wenn der konjunkturelle Höchststand überschritten wurde - so das Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

40 Vorarlberger Unternehmen mit knapp 23.800 Beschäftigten haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg und der Sparte Industrie der WKV im zweiten Quartal 2018 beteiligt.
© IV Vorarlberg (v.l.) IV-Geschäftsführer Matthias Burtscher, IV-Präsident Martin Ohneberg und Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der WKV, präsentierten die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

40 Vorarlberger Unternehmen mit knapp 23.800 Beschäftigten haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg und der Sparte Industrie der WKV im zweiten Quartal 2018 beteiligt.

Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie – also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten – zeigt ein leichtes Plus auf hohem Niveau von 29,50 auf 32,50 (siehe Grafik). Sowohl die aktuelle Geschäftslage, als auch jene in 6 Monaten werden leicht besser, als zu Beginn eingeschätzt. Insgesamt scheint aber der konjunkturelle Höhepunkt überschritten, da zum sechsten Mal in Folge ein geringerer Geschäftsklimaindex als am Höhepunkt Ende 2016 mit 45,40 ausgewiesen wurde.

„Die Industrie ist nach wie vor die verlässliche Konjunkturmaschine in Vorarlberg. Die geopolitischen Unsicherheiten, drohende Handelskriege, schwankende Rohstoffpreise und der anhaltende Fachkräftemangel haben bisher noch keinen nachhaltigen Schaden ausgelöst“, so Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg. Mitverantwortlich für diese Stabilität sind für Ohneberg auch einige bisherige wirtschaftspolitische Akzente der neuen Bundesregierung, die die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts erhöht haben und die wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen.

Die aktuelle Geschäftslage, die derzeitigen Auftragsbestände und die aktuellen Auslandsaufträge werden in den Industriebetrieben von knapp der Hälfte der Rückmeldungen – gewichtet nach Mitarbeiterzahlen – als gut bezeichnet (Bandbreite von 49,00 – 55,00 Prozentpunkte). Von einer schlechten Entwicklung sprechen nur 5,00 – 8,00 Prozent der befragten Unternehmen.

Sehr positiv bleibt, dass 45 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigtenstand in 3 Monaten erhöhen möchten, nur 1 Prozent der Unternehmen planen den Mitarbeiterstand zu reduzieren. Auch die Aussicht über den Sommer und in den Herbst ist stabil. Einzig die Ertragssituation in 6 Monaten wird negativ eingeschätzt, was erste Vorboten einer Abschwächung sein können. Während 9 Prozent der Unternehmen von einer besseren Ertragssituation in 6 Monaten ausgehen, gehen immerhin 24 Prozent von einer schlechteren Ertragssituation aus.

Die Branchenergebnisse im Detail

Die in Vorarlberg starke Maschinen- und Metallindustrie treibt auch im zweiten Quartal 2018 die Industriekonjunktur. Allerdings sind die Einschätzungen der Unternehmen bei 6 von 10 Indikatoren negativer als noch zu Beginn des Jahres, wenngleich auf gutem Niveau. „Positiv hervorzuheben ist, dass in dieser Branche mit Abstand am meisten nach neuen Mitarbeitern gesucht wird – über zwei Drittel der Unternehmen planen den Beschäftigtenstand zu erhöhen. Negativ hervorzuheben ist, dass die Ertragssituation in 6 Monaten am schlechtesten im Branchenvergleich ausfällt“, so Mathias Burtscher, Geschäftsführer der IV-Vorarlberg.

Besonders positive Werte kommen aktuell aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die aktuelle Geschäftslage und der derzeitige Auftragsbestand wird nahezu von allen (96 Prozent) als gut bezeichnet. Bis auf die Einschätzung der Ertragslage in 6 Monaten sind alle Indikatoren im Plus.

Ein umgekehrtes Bild zeigt die aktuelle Situation in der Textilindustrie, hier gibt es bei einigen Betrieben einen anhaltenden Druck was den Beschäftigtenstand in 3 Monaten oder die derzeitige Ertragslage betrifft. „Die Geschäftslage, der Auftragsbestand und die Auslandsaufträge werden von einem Viertel der Unternehmen als gut, von den anderen als gleichbleibend bezeichnet. Beim Beschäftigtenstand in 3 Monaten und bei der Ertragssituation in 6 Monaten sprechen allerdings 39 Prozent von einer schlechten Situation und weiterhin großen Herausforderungen“, so Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Aus der Elektro- und Elektronikindustrie sind überwiegend positive Signale im Vergleich zu Beginn des Jahres zu vernehmen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Unternehmen. Während fast 50 Prozent den derzeitigen Auftragsbestand und die derzeitigen Auslandsaufträge als gut bezeichnen, geben die restlichen Unternehmen diese als schlecht an. Beim Beschäftigtenstand gibt es ein einheitliches Bild, fast jedes dritte Unternehmen möchte in den nächsten 3 Monaten weitere Mitarbeiter beschäftigen. Das hängt auch damit zusammen, dass 69 Prozent von einer günstigeren Geschäftslage in 6 Monaten ausgehen.

Reformbemühungen der Bundesregierung im Sinne von Wirtschaft UND Bevölkerung

IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg: „Wir befinden uns in Zeiten, in denen das internationale Umfeld und die internationalen Absatzmärkte von politischen Unsicherheiten geprägt sind. Trotzdem läuft die heimische Konjunktur gut. In dieser Phase ist es absolut richtig von der neuen Bundesregierung, durch Reformen am eigenen Standort die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.“ Dazu gehört laut dem Präsidenten auch eine Modernisierung des Arbeitsrechts und Flexibilisierung der Arbeitszeit, wie sie vor kurzem beschlossen wurde.
 
Dass die Vorarlberger Bevölkerung durchaus ein Verständnis für flexible Arbeitszeiten in der Wirtschaft hat, wurde in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage (n=500, telefonische Befragung) Ende 2017 – also noch vor der aktuellen Arbeitszeitdiskussion – deutlich. Demnach empfinden 36 Prozent, dass flexible Arbeitszeiten – also mehr zu arbeiten bei guter Auftragslage und dafür mehr Freizeit, wenn es möglich wird – für die Wirtschaft als „sehr wichtig“. 49 Prozent bezeichnen diese Flexibilität in der Wirtschaft als „wichtig“, 8 Prozent haben „keine Meinung“, 7 Prozent halten sie für „weniger“ oder „gar nicht wichtig“. Martin Ohneberg: „Wir Unternehmer sind uns der Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst. Die Bundesregierung hat mutig entschieden und eine praxisgerechte Lösung gefunden. Es wird sich herausstellen, dass es für die Mitarbeiter und Unternehmen ein notwendiger und richtiger Schritt ist.“
 
Die Industrie hält auch nichts von dem Versuch einzelner Organisationen die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus Angst um die eigene Machtposition gegeneinander auszuspielen. Laut der Umfrage Ende vergangenen Jahres wird das auch von der Vorarlberger Bevölkerung großteils so gesehen. Die Antworten auf die Frage „Sind die Interessen von Arbeitgeber – also Unternehmer – und Arbeitnehmer – also Mitarbeiter – „ganz unterschiedlich“, „teilweise die gleichen“ oder „sitzen alle im gleichen Boot“ lassen sich in drei ähnlich große Gruppen gliedern. 29 Prozent der Vorarlberger sehen „alle in einem Boot“, 37 Prozent sehen „teils die gleichen Interessen“ und 33 Prozent sehen „ganz unterschiedliche Interessen“. Martin Ohneberg: „Die oftmalige Behauptung, die Unternehmen würden nur im eigenen Interesse handeln, werden auch in der Bevölkerung überwiegend nicht so gesehen. Auch künftige bereits angekündigte Reformvorhaben wie einer Senkung der Steuern und Abgaben sind im Interesse der Wirtschaft UND der Bevölkerung gleichermaßen.“

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