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Vorarlberger Industrie-Konjunktur weiter erfreulich stabil

Auf einem stabilen, wenn auch leicht niedrigerem Niveau wird laut Konjunkturumfrage die aktuelle Geschäftslage (1. Quartal 2017) bewertet. 

Auf einem stabilen, wenn auch leicht niedrigerem Niveau wird laut Konjunkturumfrage in der Vorarlberger Industrie die aktuelle Geschäftslage (1. Quartal 2017) bewertet.
© Thinkstock Auf einem stabilen, wenn auch leicht niedrigerem Niveau wird laut Konjunkturumfrage in der Vorarlberger Industrie die aktuelle Geschäftslage (1. Quartal 2017) bewertet.

An der aktuellen Umfrage der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung haben sich 45 Unternehmen mit insgesamt 23.839 Beschäftigten beteiligt. 

Leicht verschlechtert hat sich der „Geschäftsklima-Index“ der Vorarlberger Industrie - der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten. Er ist gegenüber dem 4. Quartal 2016 von +45,40 auf +39,60%-Punkte leicht zurück gegangen - dies ist jedoch immer noch der dritthöchste Wert seit 2014. 

60 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, für ein Prozent ist sie derzeit schlecht. Auch die Erwartungen für das nächste halbe Jahr sind großteils positiv. 21 Prozent der Befragten erwarten eine günstigere Geschäftslage in sechs Monaten. Bei keinem befragten Unternehmen sollte sie sich verschlechtern. 

Weiterhin stark unter Druck sind die Verkaufspreise. Während nur 16 Prozent der Unternehmen mit ansteigenden Verkaufspreisen rechnen, erwarten 35 Prozent ein weiteres Absinken.  

Positiv wirkt sich die aktuelle Konjunkturlage auf die Beschäftigung aus. 34 Prozent der befragten Industrieunternehmen wollen ihren Mitarbeiterstand in den nächsten drei Monaten erhöhen, von 64 Prozent soll er immerhin gehalten werden. Insbesondere die Maschinen- und Metallindustrie sowie die Elektro- und Elektronikindustrie senden hier erfreuliche Signale aus.  

Die treffendste Bezeichnung der Rohstoffpreisentwicklung der letzten Jahre ist „volatil“. Die Rohstoffpreise unterliegen großen Schwankungen, sie schlagen stark nach oben und unten aus. „Wenn wir einen Blick in die Zukunft wagen, dann dürfte die Situation bei den Rohstoffpreisen weiterhin sehr wechselhaft bleiben. Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist unsicher und unberechenbar wie lange nicht“, erklärt Industrie-Spartengeschäftsführer Michael Amann.  

Sorgen bereitet auch der konjunktur- und zunehmend demographiebebedingte Fachkräftemangel. „Die gute Geschäftslage macht es den Betrieben möglich, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, wenn sie denn zu bekommen sind“, betont Michael Amann. Aktuelle Bildungsergebnisse zeigen aber auch im Land, dass die bisherigen Maßnahmen an den Schulen zu wenig greifen und vielfach grundlegende Kompetenzen bedauerlicherweise fehlen. Die Vorarlberger Industrie wird daher weiterhin aktiv mit eigenen Initiativen, vor allem im Bereich der Lehrlingsausbildung und auch der HTLs, dem Fachkräfteproblem entgegen wirken. 

Europas Zukunft ist ein zentraler und wichtiger Diskussionspunkt: Neue globale Unsicherheiten, die Flüchtlings- und Migrationsfrage, anstehende Wahlen, oder der Brexit verunsichern die Europäer und machen es für ein exportorientiertes Land wie Vorarlberg jedenfalls nicht leichter, erfolgreich zu sein. „Ein Mehr statt ein Weniger und ein starkes Europa ist daher gefragt“, so Amann. Europas Unternehmen und Bürger haben zweifellos von der Europäischen Union stark profitiert: Die Vorteile von über 60 Jahren Frieden, 25 Jahren Binnenmarkt, 15 Jahren Euro und der Wiedervereinigung Europas sind unbestreitbar und mit Blick auf Europas Geschichte von unschätzbar hohem Wert. Die Einbindung in den Binnenmarkt ist die Grundlage für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. „Eine starke und funktionierende Europäische Union ist daher im ureigenen Interesse unserer Wirtschaft und mit Blick auf die Entwicklung des Wohlstands auch alternativlos. Es muss alles getan werden, um einen Rückfall in überholte Nationalismen und eine Politik der wirtschaftlichen Abschottung zu verhindern.“   

Branchenergebnisse (Auszug)

In der Maschinen- und Metallindustrie herrscht weiterhin in vielen Betrieben Konjunkturhoch. 84 Prozent der befragten Unternehmen sprechen von einer aktuell guten und nur ein Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Mehr als die Hälfte der Betriebe (54 Prozent) wollen ihren Mitarbeiterstand weiter erhöhen. Für 89 Prozent ist der Stand der Auslandsaufträge derzeit gut. In dieser Branche ist allerdings auch der bestehende Preisdruck aktuell am größten.  

Weitgehend stabil ist die aktuelle Geschäftslage in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. 38  Prozent beurteilen sie als gut. Kein Unternehmen hält sie für schlecht. Erfreulich ist auch der Ausblick auf die Geschäftslage in sechs Monaten. 28 Prozent der Befragten erwarten eine günstigere Geschäftslage, für 68 Prozent wird sie in etwa gleich bleiben. Auch hier sorgen die Auslandsaufträge für eine positive Stimmung. 64 Prozent berichten von einer guten Auftragslage. 

In der Textilindustrie ist die aktuelle Geschäftslage nur auf bescheidenem Niveau. Für kein Unternehmen ist sie gut, für 87 Prozent durchschnittlich und 13 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage. Der Druck auf die Verkaufspreise ist hier gegenwärtig nicht ganz so hoch. Für 97 Prozent werden die Preise in den nächsten drei Monaten voraussichtlich gleich bleiben. Der Konjunktur-Ausblick in sechs Monate wird optimistischer gesehen. 22 Prozent rechnen mit einer guten, 78 mit einer gleichbleibenden Geschäftslage im kommenden halben Jahr. 

Leicht getrübte, aber auf einem weiterhin hohen Niveau befindliche Signale kommen aus der Elektro- und Elektronikindustrie. Für 40 Prozent ist die Geschäftslage aktuell gut, 60 Prozent sprechen von einer durchschnittlichen Situation. Mit einer weiteren Verbesserung in sechs Monaten wird gerechnet. 43 Prozent erwarten eine gute Geschäftslage in sechs Monaten, kein befragtes Unternehmen geht von einer Verschlechterung aus. 

Den Unternehmen werden drei Antwortmöglichkeiten gegeben: gut, durchschnittlich, schlecht. Errechnet werden die (beschäftigungsgewichteten) Prozentanteile dieser Antwortkategorien,
dann wird der konjunkturreagible „Saldo“ aus den Prozentanteilen positiver und negativer Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet. 

von

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