th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Vorarlberger Exporttag 2019

Beim 5. Vorarlberger Exporttag informieren 28 Wirtschaftsdelegierte aus 27Ländern aller Kontinente rund 200 exportinteressierte Unternehmer ausVorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten.

Eine Umfrage unter Vorarlbergs Exporteuren bestätigt: Der Exporttag ist das wichtigste Außenwirtschafts-Serviceformat für die heimische Wirtschaft.
© Alexandra Serra Eine Umfrage unter Vorarlbergs Exporteuren bestätigt: Der Exporttag ist das wichtigste Außenwirtschafts-Serviceformat für die heimische Wirtschaft.

„Export ist immer mit Mut und Risiko verbunden – die Vorarlberger Exportwirtschaft beweist, dass es sich lohnt, sich von Schwierigkeiten nicht abschrecken zu lassen“, erklärt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, bei der heutigen Pressekonferenz im Rahmen des
5. Vorarlberger Exporttages. In den vergangenen Jahren konnten die erfolgreichen Vorarlberger Unternehmen ihre Exporte weiter steigern und Marktanteile dazugewinnen. Die Vorarlberger Exportwirtschaft hat 2017 erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro überschritten.

"Diese hervorragende Entwicklung ist das Ergebnis der beachtlichen Leistungen unserer heimischen Exportwirtschaft. Mit ihren frischen Ideen, innovativen Produkten und ihrem hohen Qualitätsanspruch schreiben die Unternehmen auf den internationalen Märkten Erfolgsgeschichten. Für den Standort Vorarlberg ist der erfolgreiche Außenhandel von entscheidender Bedeutung: Sechs von zehn Euro unseres Bruttoinlandsprodukts werden im Außenhandel generiert. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab“, betont der WKV-Präsident und führt aus: „In den vergangenen Jahren lag unser Fokus auf neuen Fernmärkten. Ein klarer Schwerpunkt war und ist dabei die frühzeitige Erschließung von Zukunftsmärkten. Hier wollen wir neue Schwerpunkte setzen, damit wir unsere Betriebe rasch dorthin bringen, wo wirtschaftlich die Musik spielt – gerade, wenn es um neue Technologien geht. Die Bemühungen waren erfolgreich, das zeigen die Exportzahlen zum einen und die Buchungszahlen für die individuellen Beratungsgespräche beim heutigen Exporttag zum anderen. Dennoch dürfen wir unsere unmittelbaren Nachbarn nicht aus den Augen verlieren, zumal wir auch dort in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten verzeichnen konnten.“

Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts market unter knapp 100 Vorarlberger Exportunternehmen ergab, dass rund 70 Prozent Europa auch in Zukunft für eine besonders interessante Destination ihrer Geschäftstätigkeiten halten.

5. Vorarlberger Exporttag

Der Vorarlberger Exporttag bietet den exportierenden Unternehmen des Landes die Möglichkeit, sich einen Gesamtüberblick über neue Geschäftschancen und aktuelle Entwicklungen in den Auslandsmärkten zu verschaffen und Fragen und Anliegen mit 28 Wirtschaftsdelegierten aus 27 Ländern aller Kontinente individuell zu besprechen.

Bei spezifischen Workshops erhalten die Teilnehmer außerdem Export-Know-how aus Expertenhand. Alle vier Workshops verzeichnen eine ausgezeichnete Buchungslage mit je 60 bis 70 Teilnehmern. Zusätzlich wird an Infoständen über wesentliche Fragen rund um Themen wie Förderungen, Finanzierung und Absicherung im Export, Zoll, Transport und Logistik informiert.

Unternehmer aus allen Branchen 

Auch der 5. Vorarlberger Exporttag zeichnet sich wieder durch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld aus: „Dieses zeigt einen perfekten Querschnitt unserer Unternehmenslandschaft - über alle Branchen hinweg sind Vertreter großer Leitbetriebe sowie innovative KMU und zahlreiche Ein-Personen-Unternehmen vertreten“, weiß WKV-Präsident Metzler. 

Großes Interesse an Gesprächen mit Delegierten aus China

Insgesamt wurden von den rund 200 Teilnehmern am Exporttag über 250 persönliche Beratungsgespräche mit den Wirtschaftsdelegierten gebucht. „Heuer sind die Gespräche mit unseren Experten aus China, Brasilien sowie Thailand besonders gefragt. Auch die USA werden dieses Jahr wieder viel stärker gebucht als im vergangenen Jahr“, informiert Marco Tittler, Direktor-Stv. der WKV.

„Die österreichischen Unternehmen unterhalten oftmals langfristige Beziehungen, die von einem vertrauens- und respektvollen Umgang geprägt sind. Das bedingt, dass man auch in schwierigen Zeiten im Gespräch bleibt. Wir haben als österreichische Wirtschaft die Funktion eines Brückenbauers“, erklärt Direktor-Stv. Tittler.  

Starker Servicegedanke und hohe Zufriedenheit

Die Stimmungslage unter Vorarlbergs Exportbetrieben ist gut. Das zeigt die market-Umfrage vom März dieses Jahres. 82 Prozent der Exporteure sind mit ihrem internationalen Geschäft sehr zufrieden bzw. zufrieden. 91 Prozent beobachten aber intensiv die internationalen Entwicklungen in der eigenen Branche. 75 Prozent geben an, ihre für den Export bzw. Import notwendigen Informationen über die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer zu beziehen. 86 Prozent sagen, die Services der  AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zu kennen. „Trotz seines erst fünfjährigen Bestehens ist der Exporttag für 60 Prozent der Befragten die bekannteste Serviceleistung der Außenwirtschaft Vorarlberg“, sagt Marco Tittler.

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA

Die Exporterfolge sind auch ein Verdienst der Unterstützungsmaßnahmen der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer mit ihrem weltumspannenden Netzwerk für die österreichischen Unternehmen. Damit wird deutlich gemacht, dass sie bei der Bearbeitung von diesen Auslandsmärkten nicht alleine sind, sondern von Experten begleitet werden.
Die derzeit rund 4.700 Exportunternehmen in Vorarlberg können sich auf eine äußerst professionelle Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich, die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA verlassen. Rund 800 Mitarbeiter (80 Nationalitäten, 70 Muttersprachen) betreuen orts- und sachkundig rund 27.000 österreichische Exportunternehmen pro Jahr. Über 1.200 Veranstaltungen dienen weltweit zur Vernetzung und zum Informationsaustausch. Zudem werden jährlich etwa 1.000 Publikationen verfasst und in über 100 Stützpunkten auf fünf Kontinenten Länderinformationen, Branchenwissen und Partnernetzwerke für exportinteressierte Unternehmer bereitgehalten. Außerdem erhalten Unternehmen Hilfe beim Einstieg und der Weiterentwicklung neuer und teils schwierig zu bearbeitender Märkte. Mit der Förderoffensive „go-international“ der Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sollen Unternehmen bei der Bearbeitung neuer Märkte unterstützt werden. 

Italien zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt und verfügt über einen enormen Binnenmarkt mit rund 61 Millionen Einwohnern, der vor allem aufgrund der geografischen Nähe auch Vorarlberger Unternehmen zugutekommt. Gudrun Hager, Wirtschaftsdelegierte in Mailand, informiert: „Italiens Wirtschaft zeigte 2018 deutliche Bremsspuren in fast allen Sektoren und das Land fiel in eine ‚technische Rezession‘. Dementsprechend wurden die Wachstumsprognosen des BIP für 2019 nach unten revidiert, sie bewegen sich zwischen +0,6 Prozent und +0,1 Prozent.“ Verantwortlich dafür sind laut Hager sowohl externe Faktoren wie der Abschwung bei wichtigen Wirtschaftspartnern wie Deutschland und China sowie der Brexit. Zudem machen sich der schwache Konsum und die rückläufigen Investitionen in Italien bemerkbar.

Italien und die EU 

„Weitere Konflikte drohen im Zuge des zwischen Italien und der EU vereinbarten Defizitzieles für das Budgetjahr 2019/2020 von 2,04 Prozent. Sollte dieses nicht erreicht und damit die Schutzklausel wirksam werden, müsste Italien für 2020 eine Mehrwertsteuererhöhung durchführen“, erklärt die Wirtschaftsdelegierte und führt aus: „Regierungschef Giuseppe Conte hatte sich im Europaparlament schon zuvor massive Kritik anhören müssen; zudem sei die Regierungskoalition, welche sich aus der rechtspopulistischen Lega und der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung zusammensetzt, Schuld an der weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage in Italien.“ Umgekehrt mache die Regierung in Rom Europa zum Sündenbock, um von der eigenen Problematik auf wirtschaftspolitischer Ebene abzulenken: „Italien war mit Ende 2018 als erste Volkswirtschaft der Eurozone in eine Rezession abgerutscht“, weiß Hager.

Vorarlberg-Italien

„Italien ist nach Deutschland und der Schweiz der drittwichtigste Exportpartner Vorarlbergs. Mit einem Plus von 11,5 Prozent verzeichnete Vorarlberg 2017 rund 588 Mio. Euro an Warenexport nach Italien, Tendenz steigend. Vorarlberg importierte rund 419 Mio. Euro an Waren aus Italien. Laut den Aufzeichnungen des AußenwirtschaftsCenter Mailand haben rund 35 Vorarlberger Unternehmen eine Niederlassung bzw. eine Beteiligung in Italien. „Rund 110 Vorarlberger Unternehmen wurden im vergangenen Jahr über die Büros der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in Mailand, Padua, Rom und Bozen serviciert“, berichtet Gudrun Hager. 

Manfred Schmid, Wirtschaftsdelegierter in Zürich, berichtet, dass die Schweizer Wirtschaft auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblickt: „Getrieben durch das überdurchschnittlich starke erste Halbjahr wuchs das reale BIP um 2,5 Prozent. Das Jahreswachstum war erstmals wieder ähnlich kräftig wie 2014 (+2,4 Prozent), vor Aufhebung der Kursuntergrenze zum Euro.“ Beim Pro-Kopf-BIP ergibt sich damit ein Plus von 1,8 Prozent; das stärkste Wachstum seit 2010. Aufgrund der weniger optimistischen Entwicklung der Weltwirtschaft wurden auch die Prognosen für die Schweiz 2019 nach unten korrigiert: Ein BIP-Wachstum von 1,1 Prozent wird erwartet.

Rahmenabkommen EU-Schweiz

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU gründen auf einem Vertragsnetz aus rund 100 bilateralen Abkommen. „Bisher konnte die Schweiz oft einseitig Umsetzungsregeln einführen, die aus EU-Sicht nicht abkommenskonform waren. Die EU ist nun nicht mehr bereit, weitere Abkommen mit der Schweiz zu treffen, ohne ein gesamthaftes Rahmenabkommen abzuschließen, das solche Auslegungsdifferenzen einem geregelten Streitbeilegungsmechanismus unterwirft“, erklärt Schmid. Nach mehr als fünf Jahren Verhandlungen liegt seit Ende 2018 ein Abkommen vor. Noch im Juni wird der Schweizer Bundesrat eine verbindliche Stellungnahme abgeben, ob dieses nun von Schweizer Seite unterfertigt wird. Anpassungen betreffen u.a. die Personenfreizügigkeit, die im Zusammenhang mit der Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen stehen. Hier hatte die EU eine Streichung der wettbewerbsverzerrenden Acht-Tage-Voranmeldungspflicht sowie der Kautionshinterlegungspflicht für ausländische Unternehmen gefordert. Im Abkommen kam die EU der Schweiz entgegen, die Schweiz beharrt auf einer strikteren Regelung. „Die EU behält den Druck auf die Schweiz bei“, weiß Manfred Schmid. 

Vorarlberg - Schweiz

Die Schweiz ist der zweitwichtigste Handelspartner Vorarlbergs und die Präsenz heimischer Unternehmen im Nachbarland ist ungebrochen hoch. „Unsere Datenbanken zählen rund 240 Vorarlberger Niederlassungen in der Schweiz. Höchste Qualität, moderne Technologie und Know-how aus Vorarlberg sind gefragt“, betont der Wirtschaftsdelegierte. 2017 wurden von Vorarlberg Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro in die Schweiz ausgeführt, ein Anstieg von
2,3 Prozent im Vergleich zu 2016. Demgegenüber standen Importe aus der Schweiz im Wert von 824 Millionen Euro, was die Schweiz auch zum zweitwichtigsten Importpartner Vorarlbergs macht.


Eine Auswahl Vorarlberger Erfolgsgeschichten in Italien

• Rauch Fruchtsäfte: In Italien erfreut sich „Bravo“ großer Beliebtheit und ist mit drei Sorten in den Top-Ten der meistverkauften Artikel im Fruchtsaft- und Nektarsegment vertreten.

• Zumtobel: Projektierung und Installation des Beleuchtungssystems im Mehrzweckkomplex „Officine Garibaldi“ in Pisa. Ein soziokulturelles Zentrum und Ort des Zusammentreffens im Open-Space-Format auf über 5.000 Quadratmetern.

• Wolford: In der Modehauptstadt Mailand ist die Eröffnung eines Büros und eines Showrooms geplant, die sich internationalem Marketing und Merchandising widmen werden.

• Fünf Vorarlberger Unternehmen aus der Holzindustrie haben im Herbst 2018 ihre Produkte/Projekte beim Austria Showcase „Future Spaces: Expertise in Holz“ italienischen Architekten präsentiert.

• Weitere vier Vorarlberger Möbelerzeuger bzw. Designer haben sich im Rahmen des Fuorisalone in Mailand am Österreich-Pavillon vorgestellt.



Eine Auswahl Vorarlberger Erfolgsgeschichten in der Schweiz

• Inhaus: Der Heizungs- und Sanitärbedarfsgroßhändler eröffnete im Herbst 2018 einen neuen Bäderpark im Westen von
St. Gallen auf 700 Quadratmetern Fläche.

• Huppenkothen Baumaschinen GmbH: Entwicklung eines innovativen Elektrobaggers zusammen mit der ETH Zürich.

• Doppelmayr: 20 Prozent des jährlichen Umsatzes werden u.a. in der Schweiz gemacht. 2017 hat Doppelmayr das Schweizer Regeltechnikunternehmen Frey AG mit ca. 90 Mitarbeitern übernommen.

• Rhomberg Bau und Strabag: Für die Migros wurde das Quartier „Westside Bern“ um 500 Millionen Euro nach Plänen von Daniel Liebeskind gebaut.

• Skinfit: Der Hersteller funktionaler Sportbekleidung betreibt eigene Shops u.a. in Dietikon. 500.000 Teile werden in der Schweiz pro Jahr verkauft.

• Massive Art: 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Massive Art im Ausland, ein Großteil davon in der Schweiz und in Liechtenstein.

Das könnte Sie auch interessieren

Studien belegen: Um bei Kindern und  Jugendlichen das Interesse für  Technik und Naturwissenschaft zu  wecken, sind nachhaltige Ansätze erforderlich.

Begeisterung für MINT-Fächer fördern

Studien belegen: Um bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Technik und Naturwissenschaft zu wecken, sind nachhaltige Ansätze erforderlich. mehr

Über 10.000 Jugendliche und Eltern haben die i an drei Messetagen besucht. Fünf Hallen des Messequartiers Dornbirn boten eine einzigartige Erlebniswelt, in der die vielfältigen Ausbildungschancen in Vorarlberg entdeckt und erlebt werden konnten.

Tausende Besucher auf der Vorarlberger Ausbildungsmesse i

Drei Tage voller Information, Unterhaltung, guten Gesprächen, neuen Kontakten und viel Action und einzigartigen Erlebnissen – das bot die i. WKV-Präsident Metzler: „Der Bedarf an Information und guter Orientierung in Sachen Bildung und Beruf ist groß – mit der i haben wir Jugendlichen und Eltern das perfekte Format dafür geboten.“ mehr