th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Vorarlberger Exporttag 2017

Beim 3. Vorarlberger Exporttag informierten 31 Wirtschaftsdelegierte aus 28 Ländern rund 200 exportinteressierte Unternehmer aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten.

eim 3. Vorarlberger Exporttag informieren 31 Wirtschaftsdelegierte aus 28 Ländern rund 200 exportinteressierte Unternehmer aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten.
© WKV Hans Peter Metzler, Christian Kesberg, Rudolf Thaler und Helmut Steurer.

„Vorarlberg kann stolz auf seine starke Exportwirtschaft sein, die Motor für Wachstum und Wohlstand ist. Ein hohes Niveau bei der Ausbildung und hochmotivierte Fachkräfte sind dafür das Fundament“, betonte Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, anlässlich der Pressekonferenz zum 3. Vorarlberger Exporttag im Montforthaus in Feldkirch. Die Digitalisierung setze neue internationale Maßstäbe, denen Vorarlberg für die Zukunft aktiv begegnen müsse.

Beim Exporttag zeigte die Wirtschaftskammer Vorarlberg den heimischen Unternehmen die Perspektiven neuer, zukunftsfähiger Fernmärkte auf. „Die Vorarlberger Exportleistungen beweisen täglich die hohe Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. In den letzten Jahren konnte unsere Exportwirtschaft ihre Exporte weiter steigern und Marktanteile dazugewinnen“, sagte Helmut Steurer, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Durch Unterstützung der Wirtschaftskammer sollen die Unternehmen zusätzlich motiviert werden, neue Märkte zu bearbeiten. „Wir machen auch deutlich, dass sie bei der Bearbeitung von diesen Auslandsmärkten nicht alleine sind, sondern von unseren Experten begleitet werden“, erklärte Steurer. 

Die Exportunternehmen (ca. 3.000 gibt es derzeit in Vorarlberg) können auf eine äußerst professionelle Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich (AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA) zurückgreifen. Rund 800 Mitarbeiter (80 Nationalitäten, 70 Muttersprachen) betreuen orts- und sachkundig jährlich rund 27.000 österreichische Exportunternehmen. Über 1.200 Veranstaltungen dienen weltweit zur Vernetzung und zum Informationsaustausch Zudem werden jährlich etwa 1.000 Publikationen verfasst. In über 110 Stützpunkten auf fünf Kontinenten werden Länderinformationen, Branchenwissen und Partnernetzwerke für exportinteressierte Unternehmer bereitgehalten und beim Einstieg und die Weiterentwicklung in neue und teils auch schwierig zu bearbeitende Märkte unterstützt.

3. Vorarlberger Exporttag 

„Beim Exporttag besteht die einmalige Gelegenheit für unsere exportierenden Unternehmen, sich einen Gesamtüberblick über Geschäftschancen und Entwicklungen in den Auslandsmärkten zu verschaffen und Fragen und Anliegen mit den 31 Wirtschaftsdelegierten aus 28 Ländern individuell zu besprechen“, informierte WKV-Direktor Helmut Steurer über das Programm.

Ein besonderer Fokus des Exporttags 2017 lag auf der Erschließung neuer und zukunftsträchtiger Märkte. Bei spezifischen Workshops erhielten die Teilnehmer außerdem Export-Know-how aus Expertenhand. Zusätzlich wurde an Infoständen über wesentliche Fragen rund um Themen wie Förderungen, Finanzierung und Absicherung im Export, Zoll, Transport und Logistik informiert. „Besonders freut uns das hochkarätige Teilnehmerfeld“, betonte Steurer, denn es zeige einen perfekten Querschnitt der Vorarlberger Unternehmenslandschaft: „Wir dürften Vertreter der international bekannten und etablierten großen Leitbetriebe des Landes begrüßen, aber auch der innovativen KMU, die in Nischen tätig sind, sowie zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen.“

Attraktive Märkte

Insgesamt wurden von den über 200 Teilnehmern am heutigen Exporttag über 300 persönliche Beratungsgespräche mit den Wirtschaftsdelegierten gebucht. Vor allem Gespräche mit Vertretern aus Brasilien, Marokko und Westafrika, Nigeria, Südafrika, Mexiko, Chile und China sind waren stark nachgefragt. Alle vier Workshops verzeichneten eine ausgezeichnete Buchungslage und hatten zwischen 60 und 80 Teilnehmer.

Innovationsdienstleistung und Wissensnetzwerke

35 Auslandsbüros (InnovationCenter) aus dem globalen Netzwerk der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mit den Schwerpunkten Technologie und Innovation fungieren als Wissensvermittler, als Trendscouts, als Verteilerstationen und als Wertschöpfungnetzwerke für österreichische Unternehmen. Direktor Steurer: „Technologieschübe und Marktumbrüche erfordern neue unternehmerische Standortbestimmungen. Die Kooperationen der Wirtschaftskammer Österreich mit ,Wissens-Leuchttürmen‘ wie dem Massachusetts Institute of Technology oder der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eröffnen unseren Unternehmen Zugang zu den besten Innovationsnetzwerken der Welt.“ 

Damit die heimische Exportwirtschaft auch mittel- und langfristig wachsen kann, braucht es eine Diversifizierung der Absatzmärkte. Zusätzlich zur starken Präsenz in den europäischen Kernmärkten spielen neue Auslandsmärkte dabei eine wesentliche Rolle. „So entstehen für die Firmen neue Geschäftsfelder, für die Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze und für den Standort nachhaltige Sicherheit“, betonte der WKV-Direktor. Das Ziel der Unternehmen müsse sein, neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen und sich in neuen Ländern und Hoffnungsbranchen zu positionieren, skizzierte er die Ziele. 

Erfolgreicher Außenhandel 

Die Wirtschaft in Vorarlberg hat mit 24.600 Euro (Ö: 15.100€) den höchsten Pro-Kopf- Exportwert Österreichs. Im Jahr 2015 lag das Exportvolumen der Vorarlberger Wirtschaft bei rund 9,5 Milliarden Euro (+7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Der positive Trend setzte sich im ersten Halbjahr 2016 mit einem Exportvolumen von rund 4,7 Milliarden Euro (+2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) fort. 

Für den Standort Vorarlberg ist die hohe Exportquote von entscheidender Bedeutung. WKV-Direktor Steurer: „Wir alle profitieren davon, dass Vorarlbergs große – und immer öfter auch kleine und mittlere – Unternehmen auf den internationalen Exportmärkten erfolgreich unterwegs sind“, stellte der WKV- Direktor fest.

Erstaunlich sei, dass es trotz vieler weltweiter Krisenherde (Syrien, Irak, Libyen, Russland-Ukraine, Nordafrika...) und teils widrigen Rahmenbedingungen im internationalen Umfeld (Brexit etc. ) zu einer stabilen Weiterentwicklung der Exporte gekommen ist. „Das ist keineswegs selbst- verständlich und spricht für den Mut und die Innovationskraft der Vorarlberger Un- ternehmerschaft“, erklärte Steurer.

Wirtschaftslage USA

Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles/USA informierte: Die USA erlebt die längste Erholungsphase seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Wirtschaftswachstum legte 2017 im Vergleich zum Vorjahr etwas zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Unsicherheit über Maßnahmen der Trump-Administration. Experten rechnen bei ihrer Vorschau für Wirtschaftswachstum, Beschäftigungswachstum und Inflation mit 2% Das von Präsident Trump angekündigte Wirtschaftswachstum von 4% wird als nicht realisierbar gesehen. Dem Budgetentwurf liegt ein 3% - Wirtschaftswachstum zugrunde. Wirtschaftsforscher rechnen mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums bis Ende 2019 auf knapp unter 2%. Die USA sind für Österreich nach Deutschland die zweitwichtigste Exportdestination und der mit Abstand größte Überseemarkt. Die österreichischen Direktinvestitionen in den USA haben sich im Zeitraum 2008 – 2015 mehr als verdreifacht und betragen laut OENB 10,2 Milliarden Euro.

Wirtschaftsbeziehungen Vorarlberg – USA 

Die USA sind der viertwichtigte Handelspartner Vorarlbergs weltweit und der wichtigste nicht europäische Markt für Vorarlberger Produkte. „Die Vorarlberger Wirtschaft ist in den USA erfolgreich mit Innovationsbotschaftern vertreten. Vorarlberger Unternehmen verfügen über etwa 80 Niederlassungen in den USA, darunter beispielsweise ALPLA, Blum, Gantner, Grass, Kästle, Omicron, Rhomberg Sersa Rail Group, Schelling und Zumtobel. Rauch ist Lohnabfüller des En- ergiedrink-Marktführers Red Bull“, erklärte Rudolf Thaler. Der amerikanische Markt hat die anspruchsvollsten Kunden und die härteste Konkurrenz der Welt. Vorarlberger Unternehmen behaupten sich in diesem Szenario erfolgreich mit Innovationen und exzellentem Service. Die Exporte Vorarlbergs in die USA stiegen im Jahr 2015 um 27,1% auf 482,2 Mio. Euro. Die Einfuhren aus den USA nahmen vergleichsweise im gleichen Zeitraum um 8% auf 57,9 Mio. Euro zu. Die AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles gehören zum Kreis der 35 InnovationCenter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Sie sind Technologiedrehscheiben und Technologie-Scouts. Neu im Angebot ist eine Kooperation mit der Stanford University und dem MIT. Zu den erfolgreichen Initiativen gehören Zukunftsreisen zum Aufspüren von Trends und die „Go Silicon Valley-Initia- tive“, an der seit 2010 über 100 Start-ups teilgenommen haben. 

Wirtschaftslage im Vereinigten Königreich

Christian Kesberg, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in London/GB  berichtete: Nach 2,3% Wirtschaftswachstum 2015 hatten die Briten im Vorjahr, trotz bereits leicht abgeschwächter Binnennachfrage, noch ausreichend Schwung für eine im OECD Vergleich beeindruckend positive Bilanz (BIP 2016: +1,8%). „Mangels klarer Zukunftsperspektiven sitzen Konsumenten und Firmen auf ihren Händen.“ Abgeschwächte Konsumnachfrage (+0,9 statt +2,7%) und ein leichter Rückgang bei den Unternehmensinvestitionen (-0,8%) sorgen zwar für einen Abwärtsdrall, der aber durch „deficit spending“ der öffentlichen Hand und positive Beiträge des vom abgespeckten Pfund begünstigten externen Sektors abgefedert wird (BIP 2017: +1,7%). Später als ursprünglich erwartet, dürften steigende Inflationsraten und Arbeitslosenzahlen 2018 und 2019 bei der Binnennachfrage stärker bremsen und das Wachstum weiter abschwächen (BIP 2018/19: +1%).

Exkurs Brexit

Das Vereinigte Königreich verlässt den Binnenmarkt und die Zollunion und will die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen zur EU, die Zielmarkt für 44% der britischen Exporte ist, über ein umfassendes Freihandelsabkommen mit sektorellem Marktzugang (PKW, Finanzdienstleistungen) in Teilbereichen regeln. Kesberg: „Die im Tonfall zwischen selbstbewusst und überheblich angesiedelte Absichtserklärung - komplette Kontrolle über Grenzen und Zuwanderung sowie ein Ende jeder Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofes stehen nicht zu Disposition – im Tandem mit bereits begonnenen Vorbereitungen zum Abschluß eigener Freihandelsabkommen, pulverisierte zumindest vorläufig."    

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Standort
Newsportal WIFI: Neuer Lehrgang für Persönlichkeit und Kommunikation

WIFI: Neuer Lehrgang für Persönlichkeit und Kommunikation

Im Rahmen der „Soft Skills-Akademie“ verbessern die Teilnehmer ihre Gesprächs- und Konfliktmanagementtechniken.  mehr

  • Standort
Newsportal Die große Chance für Vorarlberger Start-ups in den USA: „Pitching Days“

Die große Chance für Vorarlberger Start-ups in den USA: „Pitching Days“

Eine einzigartige Chance wartet auf innovative Vorarlberger Start-ups: Die junge Wirtschaft (JW) lädt gemeinsam mit der Außenwirtschaft Austria und AWS i2 Business Angels Austria zu den „Austrian Pitching Days“ von 11. bis 15. September 2017 nach New York und Boston. Die einzige Hürde, die es zu nehmen gilt: Bei der Vorauswahl einen der zehn heiß begehrten Startplätze zu ergattern. Bewerbungen sind bis 9. Juni 2017 unter www.pitchingdays.at möglich. mehr

  • Standort
Newsportal Ökostrom: Neuregelung widerspricht Gleichheitsgrundsatz

Ökostrom: Neuregelung widerspricht Gleichheitsgrundsatz

Wirtschaftskammer Vorarlberg: Punktuelle Reparaturversuche sind nicht zielführend. Kritik an Ungleichbehandlung bei Saldierung von Zählpunkten. mehr