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Vorarlberger Bergbahnen: Kein Verständnis für Vorstoß aus Italien und Deutschland

Sollten die Infektionszahlen in Österreich weiter sinken und damit auch die Reisewarnungen aufgehoben werden, möchten die Vorarlberger Bergbahnen die Chance nutzen und ihren Betrieb aufnehmen.

Dr. Andreas Gapp
© OBERSTDORF · KLEINWALSERTAL BERGBAHNEN

Die Forderung aus Italien und Deutschland stößt bei ihnen auf Unverständnis. Immerhin stehen etwa 20 Prozent des Saisonumsatzes und rund 90 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung auf dem Spiel – die regionale Wirtschaft ist vom Seilbahnbetrieb abhängig.

Der Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg, Andreas Gapp, will angesichts der rückläufigen Infektionszahlen die Chancen auf einen Saisonstart wahren. „Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden und Gäste steht an oberster Stelle. Sollten die Infektionszahlen aber in die richtige Richtung gehen und die Reisewarnungen aufgehoben werden, müssen wir diese Chance auch ergreifen und den Betrieb wieder aufnehmen. Denn die Bergbahnen sind ein essenzieller Wirtschaftsmotor im Land, von dem rund 9.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze abhängig sind. Alleine im November und Dezember liegt normalerweise die Wertschöpfung durch die Vorarlberger Seilbahnen bei 90 Millionen Euro. Rund 20 Prozent des Saisonumsatzes fällt in diesen Zeitraum. Wenn wir unseren Betrieb im Dezember nicht aufnehmen dürfen, hat das nicht nur Konsequenzen für die einzelnen Skigebiete, sondern für die gesamtwirtschaftliche Situation in Vorarlberg“, erklärt Gapp die Auswirkungen, sollten die Skigebiete heuer nicht mehr aufsperren dürfen.

Szenarien für mehr Planbarkeit

Die Branche habe sich bestens auf die veränderten Rahmenbedingungen eingestellt und sei bereit für den Start. Kein Verständnis zeigt die Fachgruppe für den Vorstoß eines Skiurlaubsverbots aus Italien und Deutschland. „Deutschland hat sich im Gegensatz zu Österreich gegen den harten Lockdown entschieden – insofern haben wir komplett unterschiedliche Ausgangslagen: Während bei uns die 7-Tage-Inzidenz konstant sinkt, bewegen sich die Deutschen aktuell seitwärts. Dass unsere Nachbarn nun die Schließung der Skigebiete als Einzelmaßnahme fordern, statt ihre Bemühungen insgesamt zu verstärken, ist für uns völlig unverständlich und wenig nachvollziehbar. Darüber hinaus macht es zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Sinn eine solche Entscheidung zu treffen: Zum einen kann in den nächsten sechs Wochen noch viel passieren, zum anderen wird eine simple Schließung der komplexen Situation nicht gerecht. Was wir vielmehr benötigen, ist die Vorgabe verschiedener Szenarien, um die Wintersaison planen und uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren zu können: Den Menschen Glücksmomente schenken und ihnen Produkte in einer Top-Qualität zur Verfügung zu stellen, damit sie Spaß am Skifahren haben können“, sagt Gapp.

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 32 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 306 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt rund 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind über 1.000 Mitarbeitende und 20 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. Jährlich erwirtschaften die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz aus Personenbeförderung von rund 150 Millionen Euro und reinvestieren im Schnitt 50 Millionen Euro.

Factbox Seilbahnen Vorarlberg:

Vorstand: Obmann Dr. Andreas Gapp (Kleinwalsertaler Bergbahn AG); Obmann-Stv. Mag. Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH); Obmann-Stv. Thomas Lerch (Gargellner Bergbahnen GmbH & Co KG); Geschäftsführer Mag. Michael Tagwerker
Mitglieder:        71 Betriebe, 32 Skigebiete
Liftanzahl:        306 Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte
 
Weitere Informationen: Fachgruppe der Seilbahnen, Mag. Michael Tagwerker,
T 05522 305-340, E tagwerker.michael@wkv.at


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