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Vorarlberg spart Energie und Treibhausgase

Biomasse-Verband veröffentlicht „Atlas der Bioenergie Österreich": Energiewende-Vergleich der Bundesländer 

Biomasse-Verband veröffentlicht „Atlas der Bioenergie Österreich: Darin zeichnen sich die Vorarlberger durch einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch aus.
© Image Source/Corbis Beim Ausstoß von Treibhausgasen sind die Vorarlberger sehr sparsam – ihre Emissionen betragen nur die Hälfte eines Durchschnittsösterreichers.

Darin zeichnen sich die Vorarlberger durch einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch aus, nur die Wiener benötigen pro Kopf weniger Energie. Das ergibt absolut gesehen den zweitniedrigesten Wert  beim Energieverbrauch hinter dem Burgenland. Beim Ausstoß von Treibhausgasen sind die Vorarlberger ebenfalls sehr sparsam – ihre Emissionen betragen nur die Hälfte eines Durchschnittösterreichers. „Dass sich auch die Vorarlberger Wirtschaft zu einer ressourcenschonenden Produktion bekennt und in Sachen Energieeffizienz bereits große Anstrengungen unternommen und Erfolge erzielt hat, lässt sich anhand zahlreicher Beispiele dokumentieren. Der Blick auf die Verbrauchskennzahlen und der Vergleich dieser Zahlen mit der Entwicklung der Bruttowertschöpfung belegen das ebenfalls sehr klar“, bestätigt Mag. Marco Tittler, wirtschaftspolitischer Leiter in der WKV, den energieeffizienten Weg, den die Vorarlberger Wirtschaft geht.

Höchstwert für Wasserkraft 

Mit 45 Prozent weist Vorarlberg im Bundesländer-Vergleich den vierthöchsten Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Berechnung laut EU-Richtlinie) auf. Dies liegt vor allem an der Wasserkraft, die unter den Erneuerbaren einen Anteil von 59 Prozent einnimmt – so viel wie in keinem anderen Bundesland. Zum Vorarlberger Stromaufkommen trägt die Wasserkraft 73 Prozent bei. Die Bioenergie hält unter den Erneuerbaren 35 Prozent, im Bundesschnitt liegt der Beitrag der Biomasse bei 57 Prozent. 

Vorarlberg zu einem Viertel von Stromeinfuhren abhängig

Der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der eigenen Stromerzeugung beträgt im Ländle laut EU-Richtlinie knapp 82 Prozent. Damit befindet sich Vorarlberg im Mittelfeld der Bundesländer, übertrifft aber den Durchschnitt Österreichs (69 Prozent) deutlich.

Unterstützung statt Belastungen 

Mit dem Auseinanderbrechen der Deutsch-Österreichischen Strompreiszone droht österreichischen Unternehmen allerdings eine empfindliche Steigerung der Energiepreise. „Künstlich“ in die Höhe getriebene Energiepreise durch Ökosteuern, teure Energieeffizienzgesetze mit bürokratischen Meldepflichten sind vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Entwicklungen dabei Gift für die Wirtschaft. Tittler: „Solche Belastungen wiegen doppelt schwer, wenn sie nicht im europäischen oder globalen Kontext gesehen werden, sondern ausschließlich die heimische Wirtschaft treffen. Die heimische Wirtschaft braucht hier gezielte Unterstützungen und politische ,Schützenhilfe‘ anstatt bürokratischer Auflagen und Belastungen.“

Made in Vorarlberg gehöre auf allen Ebenen entsprechend unterstützt. Oberstes wirtschaftspolitisches Ziel des Landes muss daher die nachhaltige Absicherung des Produktions- und Wirtschaftsstandortes Vorarlberg sein. Dadurch werde nicht nur der Wohlstand in der Region gehalten, sondern auch entsprechend zur Bekämpfung des globalen Klimawandels beigetragen.          

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