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Vorarlberg ist digitaler Spitzenreiter

Der digitale Wandel ist bereits in vollem Gange. Im österreichweiten Vergleich führen Vorarlbergs Unternehmen dabei die Spitze an.

Der digitale Wandel ist bereits in vollem Gange. Im österreichweiten Vergleich führen Vorarlbergs Unternehmen dabei die Spitze an.
© Thinkstock „In unserer Region werden die Chancen des digitalen Wandels nicht nur erkannt, sondern in konkreten Maßnahmen umgesetzt“, betont Hans Peter Metzler, WKV-Präsident.

Die Betriebe Vorarlbergs zeigen angesichts der fortschreitenden Digitalisierung eine vorbildliche Haltung, so die im Mai veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage des Kreditschutzverbands (KSV1870). Demnach erwarten 92 Prozent der heimischen Betriebe direkte Auswirkungen der Digitalisierung auf ihr Unternehmen, womit Vorarlberg weit vor dem österreichweiten Durchschnitt von 73 Prozent liegt. Laut KSV seien die positiven Ergebnisse unter anderem auf bewusstseinsbildende Maßnahmen der Vorarlberger Wirtschaftskammer zurückzuführen.

„Hier habe ich eine klare Vision“, erklärt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV). Diese wird im Rahmen einer digitalen Strategie der WKV in vier Tätigkeitsfeldern wahrgenommen:

  • Forschung und Entwicklung

  • Aus- und Weiterbildung

  • Service-Exzellenz mit den „Digitalen Perspektiven

  • Entwicklung einer lebendigen Start-up-Kultur

„Wir wollen eine Kultur entwickeln, welche die Umsetzung digitaler Innovationen am Standort Vorarlberg nicht nur zulässt, sondern gezielt fördert“, so Metzler weiter.

Digitalisierungsprojekte

„In unserer Region werden die Chancen des digitalen Wandels nicht nur erkannt, sondern in konkreten Maßnahmen umgesetzt“, betont der WKV-Präsident. „Als hoch entwickelte Wirtschaftsregion  begegnen wir dieser Herausforderung aktiv und verschränkend über die Unternehmens- und Organisationsgrenzen hinweg.“ Das schlägt sich in einer Sonderauswertung des WKÖ-Wirtschaftsbarometers ebenfalls positiv nieder: Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen in neun von zehn der befragten Vorarlberger Unternehmen Digitalisierungsprojekte umgesetzt werden. Gefolgt von Salzburg und der Steiermark, jeweils mit etwas über 80 Prozent, zeichnet sich Vorarlberg bei leichtem West-Ost-Gefälle als Spitzenreiter ab.

Konkrete Investitionen

Mit 82 Prozent wollen die Vorarlberger vorwiegend in neue Hard- und Software investieren. Allerdings sollten Digitalisierungsvorhaben nicht nur oberflächlich, sondern im Idealfall in der gesamten Wertschöpfungskette verankert werden. So steht auch die Reorganisation von Arbeitsabläufen bei 63 Prozent der heimischen Betriebe hoch im Kurs, darunter fällt z.B. die Verknüpfung von Geschäftsprozessen, der Datenaustausch mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Behörden oder Plattformen und die Integration von Systemen in den Betrieb.
Ein Viertel der Unternehmer Vorarlbergs will Websites mit neuer Funktionalität (z.B. Onlinebezahlung) in Angriff nehmen, während jeder fünfte Betrieb an der Entwicklung neuer Marketing- und Vertriebskonzepte arbeiten wird. Um dem möglichen Verlust von Arbeitsplätzen entgegenzuwirken und neue Berufsfelder zu öffnen, sollte auch der Qualifikation von Mitarbeitern großen Stellenwert eingeräumt werden. Das planen 14 Prozent der Vorarlberger Betriebe im Rahmen von IT-Weiterbildungen umzusetzen; dafür bieten sich aktuell z.B. die auf Digitalisierung fokussierten WIFI-Kurse an.

Faktor Sicherheit

Zwar wird der digitale Wandel mehr als Chance zur Weiterentwicklung denn als Bedrohung wahrgenommen, aber auf neuen Gebieten ist dennoch Vorsicht geboten: Eine der größten Gefahren orten die Unternehmer in Hacker-angriffen und Cyberkriminalität.

Deshalb wird in 61 Prozent der befragten Betriebe Vorarlbergs künftig großer Wert auf neue IT-Sicherheitskonzepte und Datenschutz gelegt. Und auch hier ist die WKV unterstützend aktiv geworden und bietet seit Juni eine eigene Cyber-Security-Hotline an.

Anteil der Unternehmen, die in den nächsten 15 Monaten Digitalisierungsvorhaben planen.
von

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