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Von der Gästemarke zur Mitarbeitermarke

Die Vorarlberger Tourismusbranche stellt den Menschen bzw. Mitarbeiter komplett in den Mittelpunkt und präsentiert im Rahmen der Tourismusstrategie 2020 fünf Säulen für eine bespielhafte Arbeitgeberbranche. 

Die Vorarlberger Tourismusbranche stellt den Menschen bzw. Mitarbeiter komplett in den Mittelpunkt und präsentiert im Rahmen der Tourismusstrategie 2020 fünf Säulen für eine bespielhafte Arbeitgeberbranche.
© WKV/Motter V.l. Manuel Bitschnau, Elmar Müller, Urs Treuthardt, Kerstin Biedermann-Smith , Andrew Nußbaumer, Michael Schwarzenbacher und Harald Furtner.

Der Tourismus boomt überall, doch der Arbeitsmarkt für Mitarbeiter ist begrenzt. „Der Tourismus hat übers Jahr betrachtet im Vergleich zwar kein größeres Mitarbeiter- und Fachkräfteproblem als andere Branchen, aber eine große Besonderheit, die ihn von allen anderen unterscheidet: Der Tourismus hat Saisonen“, erklärt Harald Furtner, Spartengeschäftsführer Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. In den vergangenen zehn Jahren konnte die Mitarbeiterzahl zwar um 25 Prozent gesteigert werden, im Winter benötigen Vorarlbergs Tourismusbetriebe jedoch knapp 3.000 Mitarbeiter mehr als im Sommer. „Diese Mitarbeiter müssen jedes Jahr auf den internationalen Arbeitsmärkten gesucht und rekrutiert werden. Dabei herrscht großer Wettbewerb mit allen anderen Winterdestinationen des Alpenraums“, sagt Furtner. 

Von der Gast- zur Mitarbeiterfreundschaft

„Die Frage ist, was uns von den anderen Alpenregionen abhebt? Daher wollen und müssen wir das Arbeiten im Vorarlberger Tourismus zu einer Marke entwickeln“, betont Andrew Nussbaumer, Stv.-Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaf, und erklärt weiter: „Arbeitgeber auf Vorarlberger Art sollen die beste Wahl für Tourismus-Mitarbeiter sein. Neben der Konzentration auf Regionen und Gästemarken setzen wir die Vision, von der ,Gastfreundschaft zur Mitarbeiterfreundschaft’ mit zahlreichen konkreten Maßnahmen um. Alle Investitionen, die wir heute in unsere Mitarbeiter tätigen, sind Investitionen in die Dienstleistungsqualität am Gast von morgen. Nur die besten Mitarbeiter werden uns helfen, unseren Qualitätstourismus langfristig abzusichern.“

Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote soll Vorarlberg nicht nur als Urlaubsdomizil, sondern auch als Lebensraum und Arbeitsraum für Mitarbeiter etabliert werden. Nussbaumer: „Um dieses Ziel zu erreichen hat die Wirtschaftskammer das Projekt auf mehrere Säulen gestützt.“

 

Tipp!
Link zur Mediathek „Tourismus-Jobs in Vorarlberg“: https://www.youtube.com/channel/UCvnxGsv1JqTqgsAsq91Ozow/videos

Fünf Säulen für eine starke Arbeitgebermarke:

1. Säule: Ausgezeichnete Arbeitgeber „Great Place to Work“-Zertifizierung

Mit „Great Place to Work Österreich“ hat der Vorarlberger Tourismus einen hochkarätigen Partner, der die „guten“ Arbeitgeber mess- und sichtbar macht. In Zusammenarbeit ist zudem eine spezielle Adaptierung der Zertifizierung geschaffen worden, die für die Vorarlberger Tourismusbetriebe zugeschnitten wurde.  Aber es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten, wie sich ein Betrieb als ausgezeichneter Arbeitgeber positionieren kann. Zum Beispiel besteht das Angebot über ein neutrales Schweizer Institut Mitarbeiterbefragungen durchführen zu lassen. Auch die Teilnahme an der GASCHT (Gastgeberschule für Tourismusberufe), gute Bewertungen bei Kununu etc. sind sichtbare Merkmale für einen guten Arbeitgeberbetrieb. Rund 120 dieser messbaren Qualitätsbetriebe befinden sich bereits in Vorarlberg, Tendenz steigend.

2. Säule: Europaweites Scoutsystem

Neue Wege in der Mitarbeiterakquisition zu beschreiten, wird für die Zukunft des Vorarlberger Qualitätstourismus lebensnotwendig. Neben dem bereits bestehenden EURES-Netzwerk – ein Zusammenschluss europäischer Arbeitsmarktinstitutionen – baut die WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft ein eigenständiges europaweites Mitarbeiter-Scoutsystem auf, das neue Wege bei der Mitarbeitersuche eröffnet. Dadurch können zusätzliche Mitarbeiter aus dem europäischen Arbeitsmarkt für unsere heimischen Tourismusbetriebe gewonnen werden.

3. Säule: STARCARD

Die STARCARD ist die hochwertige Mitarbeiterkarte für alle Mitarbeiter im Tourismus in Vorarlberg. „Sie bietet alle touristischen Leistungen, die wir in Vorarlberg auch unseren Gästen anbieten und das zu hervorragenden Konditionen. Für den Mitarbeiter von heute ist längst nicht mehr nur der Arbeitsplatz und die Entlohnung von Bedeutung, wenn man sich für eine Stelle entscheidet. Der Wohlfühlfaktor für unsere Mitarbeiter hängt auch davon ab, was für eine Lebensqualität die Regionen und das Land bietet“, sagt Andrew Nussbaumer. Neben den beeindruckenden Vorteilen, welche die STARCARD allen Tourismus-Mitarbeitern bietet, ermöglicht die Karte zusätzlich die Sammlung von Kontaktdaten, mit denen ein professionelles Mitarbeiter-Marketing betrieben werden kann. Der Mitarbeiter kann hier direkt angesprochen, eingebunden werden und eine Beziehung kann aufgebaut werden.

4. Säule: Vernetzung mit den Destinationen

Bei all den Bemühungen der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft wird den Tourismusdestinationen, aufgrund des engen Kontaktes zu Betrieben und Mitarbeitern in den Regionen, eine wesentliche Bedeutung zugeschrieben. In den letzten Jahren lag der touristische Fokus auf den Gästen. Gemeinsam wurde erkannt, dass auch den Mitarbeitern diese Aufmerksamkeit zugeschrieben werden muss.

Die Destinationen sowie die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft haben Servicestellen eingerichtet, an die sich Mitarbeiter zu Themen wie etwa Autoanmeldung, Krankmeldung, aber auch bei Rechtsfragen wenden können. Zusätzlich befasst man sich dort mit Themen wie Mobilität und Wohnsituationen für Mitarbeiter. Montafon Tourismus sowie Alpenregion Vorarlberg Tourismus haben bereits ihre ersten Willkommenstreffs in den Regionen geplant, um neue Mitarbeiter zu begrüßen. 

„Gute und motivierte Mitarbeitende zu bekommen und vor allen Dingen zu halten, ist derzeit eine der größten Herausforderung für den Tourismus. Wir haben vor rund zwei Jahren das Thema im Kleinwalsertal aufgegriffen. Dass diese Bestrebungen nun vorarlbergweit zwischen den Regionen vernetzt werden, ist enorm wichtig“, sagt Elmar Müller, Prokurist der Kleinwalsertal Tourismus eGen. 

Für Kerstin Biedermann-Smith, Geschäftsführerin Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH, ist der regelmäßige Austausch und eine Zusammenarbeit über Destinations- und Organisationsgrenzen hinweg die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Tourismus in Vorarlberg. „Dazu gehört für mich nicht nur die Gästebindung, die mittlerweile zum wichtigsten Marketinginstrument zählt, sondern auch die Bindung und Pflege unserer Tourismus-Mitarbeiter/-innen, die direkt oder indirekt das Urlaubserlebnis mitgestalten“, betont Biedermann-Smith. 

Dass für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tourismus die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren enorm verbessert wurden, erklärt Manuel Bitschnau, Geschäftsführer Montafon Tourismus GmbH. „Dennoch müssen wir weiterhin Initiativen setzen, um als attraktive Arbeitgeberbranche wahrgenommen zu werden. Mitarbeitende müssen wie Gäste umworben und gepflegt werden. Hierzu ist der Schulterschluss der Destinationen mit der Wirtschaftskammer, Vorarlberg Tourismus und dem Land Vorarlberg absolut zielführend.“ 

5. Säule: Kommunikation

Die zentrale Botschaft der Kommunikationskampagne rund um die Arbeitgebermarke beruht auf dem Einsatz von digitalen Medien, da das Konzept europaweit ausgelegt ist. Somit werden neben heimischen Mitarbeitern auch ausländische Mitarbeiter direkt vor Ort angesprochen. Dies geschieht vor allem durch Social Media Kanäle wie etwa Facebook, Instagram und YouTube. In der neuen Kommunikationslinie werden neben Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch Themen wie Lebens- und Freizeitraum fokussiert.  Harald Furtner: „Im Bauchgefühl unsere Mitarbeiter muss sich das Arbeiten im Vorarlberger Tourismus spannender, attraktiver und lohnender anfühlen als bei unseren Mitbewerbern. Kern der Kampagnen sind Mitarbeitervideos, in denen sie persönlich, authentisch und emotional über ihre Arbeit in Hotels und Restaurant sowie ihr Leben und ihre Freizeit in Vorarlberg berichten. 

„Mit all diesen Maßnahmen können wir uns einen Wettbewerbsvorteil im ständigen Bemühen um die besten Mitarbeiter verschaffen, der nicht leicht kopierbar sein wird,“ betont Harald Furtner abschließend.

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