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Visionstag der Vorarlberger Tourismus-Branche: „Tourismus neu denken“

Über 60 Personen aus allen sechs Tourismusdestinationen und Talschaften des Landes arbeiteten gemeinsam am Zukunftsbild für den Tourismus in Vorarlberg.

Am 1. Juli fand derVisionstag der Vorarlberger Tourismus-Branche asl groß angelegte Beteiligungs- und Vernetzungsveranstaltung im Montforthaus Feldkirch statt.
© Marc Walser „Wir gestalten gemeinsam (Er-)Lebensraum“ durch Gastfreundschaft, Regionalität, Nachhaltigkeit und Vernetzung.

Das Zukunftsbild für den Tourismus in Vorarlberg stand im Mittelpunkt einer groß angelegten Beteiligungs- und Vernetzungsveranstaltung vergangenen Donnerstag im Montforthaus Feldkirch.

Der Visionstag der Tourismusstrategie 2030 diente dazu, das touristische Angebot im Land breit zu diskutieren, zu identifizieren und zu evaluieren. In einzelnen Workshops setzten sich die rund 60 Teilnehmer:innen aus dem ganzen Land mit den Besucherströmen für Vorarlberg und den daraus ergebenden Gestaltungspotenzialen auseinander. Input dazu lieferte die Keynote von Prof. Dr. Pietro Beritelli von der Universität St. Gallen. 

"Tourismus neu denken"

„Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht der Tourismus vor enormen Herausforderungen. Wir haben jetzt die Chance, etwas zu verändern und den Tourismus neu zu denken. Die Zeit ist reif, gemeinsam Dinge anzustoßen und die Schienen in eine gute Zukunft zu legen“, erklärte Gastgeber und Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele in seinem Eröffnungs-Plädoyer. Dabei müsse es uns gelingen, die Bedeutung unserer Branche für das ganze Land noch sichtbarer zu machen. Mit der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass der Tourismus neue Impulse braucht. Daher sei es das richtige Signal und der richtige Zeitpunkt, sich auch auf strategischer Ebene intensiv und vor allem in Zusammenarbeit Gedanken zum Tourismus in Vorarlberg zu machen. Die Werte Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft hätten ihre Wirkung gezeigt, darauf gelte es nun aufbauen. 

In einer Video-Grußbotschaft verwies Bundesministerin Elisabeth Köstinger auf die aktuelle Bedeutung, krisenfeste und nachhaltige Strategien für die Branche zu entwickeln: „Die konsequente Umsetzung der Leitlinien ,sichere Gastfreundschaft‘ und die Erfahrungen der Modellregion Vorarlberg haben wesentlich dazu beigetragen, einen großen Schritt Richtung Normalität zu machen. Ich wünsche viel Tatkraft und Erfolg im Strategie- und Geschäftsprozess für einen zukunftsweisenden Tourismus in Vorarlberg.“ 

Ideen und Visionen

Tourismuslandesrat Christian Gantner bedankte sich bei den Vorarlberger Gastgeber:innen und der gesamten Tourismusfamilie für das Einbringen ihrer Ideen und Visionen in die Tourismusstrategie, um gemeinsam das touristische Zukunftsbild in Vorarlberg weiterzuentwickeln. „Die vergangenen Monate der Pandemie waren gerade für den Tourismus sehr herausfordernd. Mit dem ,Winterkodex Vorarlberg‘, umfangreichen Präventionskonzepten, und aktuell ,Sicher zu Gast in Vorarlberg‘ hat unsere Branche gezeigt, dass sie sehr verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen kann.“

Visionstag der Tourismusbranche im Montforthaus Feldkirch.
© Marc Walser Christian Schützinger, Geschäftsführer der Vorarlberg Tourismus GmbH, WKV-Vizepräsident, Stefan Hagen, Landesrat Christian Gantner, Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele und Keynote Speaker Prof. Pietro Beritelli. v.l.

Gantner sieht den Tourismus in Vorarlberg als Energiequelle und Drehscheibe für eine nachhaltige Lebensraum-Entwicklung in unseren Talschaften und Regionen. „In meinem touristischen Zukunftsbild ist der Tourismus mehr als ,Betten füllen‘ und ,gutes Essen kochen‘. Der Tourismus ist nicht Selbstzweck. Er ist Impulsgeber für die ganze Region und Geburtshelfer echter und ehrlicher Kooperationen. Unsere Destinationen werden sich in Zukunft immer mehr in Richtung ,Lebensraummanagern‘ entwickeln. Unsere Tourismusfamilie ist eine Große. Mit unserer gemeinsamen Tourismusstrategie 2030 werden wir an einem Tisch noch näher zusammenrücken!“ 

Die Ergebnisse des Visionstages werden nun in neun strategischen Handlungsfeldern im Rahmen weiterer Workshops verdichtet. Details werden bis Herbst 2021 definiert und erste Umsetzungsschritte im Jänner 2022 vorgestellt, die dann in einen Landtagsbeschluss münden sollen.

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