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Verkehrsinfrastruktur in komplexen Zusammenhängen gestalten – und umsetzen

„Unsere Mobilitätsziele lassen sich nur durch ein konstruktives und langfristiges Denken in komplexeren Zusammenhängen umsetzen“, sagt Michael Zimmermann, WKV-Spartenobmann Transport und Verkehr.

Eine Auffächerung des Zollverkehrs rund um Wolfurt, Mäder, Hohenems oder Lustenau würde vor  allem durch das Infrastrukturprojekt S18 sowie ein digitales Leitsystem ermöglicht
© WKV Eine Auffächerung des Zollverkehrs rund um Wolfurt, Mäder, Hohenems oder Lustenau würde vor allem durch das Infrastrukturprojekt S18 sowie ein digitales Leitsystem ermöglicht.

Es ist erfreulich, dass auf Initiative von WKV-Präsident Hans Peter Metzler sich nun auch die Politik wieder verstärkt dem Thema Verkehr widmet. Immer wiederkehrende Staus und neuralgische Punkte wie jene im Umfeld der Zollstelle Wolfurt, dem Kreisverkehr Dornbirn-Nord oder der Bärenkreuzung und darüber hinaus das generell steigende Verkehrsaufkommen sprechen inzwischen eine sehr deutliche Sprache, führt der Spartenobmann aus: „Einmal mehr: Ein zukunftsfitter Verkehrsinfrastrukturausbau auf allen Ebenen lässt sich nicht weiter hinausschieben!“ Im Mobilitätskonzept des Landes, das klar die Handschrift der heimischen Wirtschaft trägt, sind zahlreiche wichtige Infrastrukturprojekte verankert. „Ein klares Bekenntnis zu diesen und der Wille zur konsequenten Zusammenarbeit haben sich bei den kürzlich geführten intensiven Spartengesprächen mit dem Land deutlich gezeigt. Jetzt müssen aber auch Taten folgen: Für die Bevölkerung und für den starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Wir sind bereit und bringen uns weiterhin ein, wo es nur geht“, stellt Zimmermann klar.

Verankert

Dass wirkungsvolle Projekte selbstverständlich eine gute und vorausschauende Planung und eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, liege auf der Hand. „So weit wie heute waren wir mit der S18 noch nie. Wir haben dabei immer für eine seriöse Prüfung plädiert, die ihre Zeit braucht“, sagt Zimmermann, aber: „40 Jahre sind einfach zu viel. Dass es diversen Interessengruppen immer wieder gelingt, Infrastrukturprojekte von derart strategischer Bedeutung zu verzögern, darf nicht mehr toleriert werden. Die Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich nun schmerzlich. Die verkehrstechnische Misere rund um den Zollamtsplatz Wolfurt, aber auch an den übrigen Zollstellen – insbesondere in Lustenau – wären uns damit erspart geblieben“, führt der Spartenobmann aus. Die von Lärm und Staus geplagten Bürger und die exportorientierte Vorarlberger Wirtschaft brauchen dringend eine Lösung, zu groß sei der Druck – und das bereits zu lange. Die S18 sei zudem nicht „nur“ Teil des Landes-Mobilitätskonzepts, sondern in dessen Regierungsprogramm verankert: „Es gab von allen Regierungspartnern ein klares Bekenntnis zur Nachfolgelösung S18“, verdeutlicht Zimmermann.

Auf allen Ebenen

Ob Straßen- und Schienenausbau oder „Nebenprojekte“ wie die Modernisierung der Zollstelle Wolfurt: Auf allen Ebenen müssen Lösungen und Umsetzungen möglichst rasch dazu beitragen, dass sich die Verkehrssituation für alle Akteure im Land und am stark exportorientierten Wirtschaftsstandort zum Besten entwickelt. „Auf allen Ebenen heißt, projektübergreifend und zusammenhängend zu denken, zu planen und auch umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit dem Land hat sich dahingehend in den vergangenen Jahren sehr positiv und vor allem sehr konstruktiv gestaltet“ – große Erwartungen setzt Zimmermann in diesem Zusammenhang auch in das Güterverkehrs- und Logistikkonzept, das noch diesen Sommer in Angriff genommen werden soll. „Aber gerade auch am Zollamtsplatz Wolfurt versucht das Land mit großem Einsatz, die verkehrliche Problematik nach Kräften zu reduzieren. Umso deutlicher wird gleichzeitig aber die Notwendigkeit eines zeitgemäßen Zoll- und Grenzmanagements durch moderne Verfahren und ausreichendes Personal zur effizienten und raschen Abfertigung, und zwar nicht nur in Wolfurt, sondern generell an den Vorarlberger Grenzen. Das Finanzministerium muss hier endlich den entsprechenden Beitrag leisten“, führt Zimmermann aus.

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