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Verkehr verträglich ökologisieren

Die Wirtschaftskammer bemüht sich seit Jahren, aktiv an der Vermeidung von Fahrverboten und Umweltzonen in Zusammenhang mit Grenzwertüberschreitungen bei Luftschadstoffen mitzuarbeiten.

Die Wirtschaftskammer bemüht sich seit Jahren, aktiv an der Vermeidung von Fahrverboten und Umweltzonen in Zusammenhang mit Grenzwertüberschreitungen bei Luftschadstoffen mitzuarbeiten, da dies die Wirtschaft massiv treffen würde.
© Markus Gmeiner Als wirtschaftsverträgliche Ökologisierungsmaßnahme eignet sich ein Förderregime mit Fokus auf gewerblich genutzte Fahrzeuge.

Das laufende EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich erhöhte den Handlungsdruck neuerlich. Als Reaktion darauf wurde bereits im Jahr 2017 intensiv an der Erstellung des Vorarlberger Luftqualitätsplans mitgearbeitet. Zentraler Baustein dieses Luftqualitätsplans ist ein von der Wirtschaftskammer Vorarlberg vorgeschlagenes Förderregime, das auf die Ökologisierung des regionalen betrieblichen Verkehrs abzielt – mit Fokus auf gewerblich genutzte Fahrzeugen im regionalen Verkehr mit hoher Laufleistung. „Für eine sinnvolle und für die Wirtschaft verträgliche Ökologisierung des Güter- und Personenverkehrs bedarf es Anreizen und praktikabler Maßnahmen statt Verboten und Erschwernissen“, sagt Transport und Verkehr-Spartenobmann Gerhard Berkmann.

Breite Ökologisierungswelle

Neben ausgearbeiteten Maßnahmen betreffend den öffentlichen Verkehr, betriebliches Mobilitätsmanagement und Lösungen für die erste und letzte Meile sollen Förderinstrumente eine breite Ökologisierungswelle im Vorarlberger Wirtschaftsverkehr initiieren, die direkt und kurzfristig Luftschadstoffe und CO2-Ausstoß reduzieren wird. Sie sollen sich dabei auf drei Bereiche erstrecken. Erstens: Eine Umstiegsprämie für gewerbliche Nutzfahrzeuge, die hauptsächlich in Vorarlberg unterwegs sind, etwa im Verteiler- oder Baustellenverkehr und bei Handwerksbetrieben. Diese Pkw und Lkw haben eine geringe Jahreskilometerleistung und damit eine lange Lebensdauer. Eine Umstiegsprämie auf Fahrzeuge modernster Bauart könnte in diesem Bereich für einen Ökologisierungsschub sorgen. Zweitens: Auch ein Ausbau der Förderung im öffentlichen Interesse – Taxis frequentieren hauptsächlich in Ballungsräumen – könnte die Ökologisierung vorantreiben. Es bräuchte ein Förderung nicht nur für die Anschaffung von E-Taxis, sondern auch auf andere hocheffiziente Antriebssysteme (Gas- und Hybridfahrzeuge). Drittens: Die Berücksichtigung besonders innovativer Ansätze und Technologien.  Hier sollten bereits frühzeitig auch nicht absehbare Innovtionssprünge und Technologien mitgedacht werden.

Auf Schiene

Klimafreundliche Mobilität muss auf allen Ebenen möglich und dabei wirtschafts- und sozialverträglich sowie technologieoffen sein. Es wird vor allem auch am Wirtschaftsstandort Vorarlberg immer deutlicher, wie wichtig die Verlagerung von Gütern auf den Bahnverkehr ist. „Intermodaler Verkehr ist eine der Schlüsselmaßnahmen zur Ökologisierung des Güterverkehrs. Mit dem Terminal Wolfurt haben wir nun zwar eine markante Kapazitätssteigerung, die ohne ein entsprechendes umliegendes Schienennetz aber nicht voll ausgeschöpft werden kann“, führt Michael Zimmermann, Fachgruppenobmann des Vorarlberger Güterbeförderungsgewerbes, aus. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig der Ausbau des Bahnnetzes in Vorarlberg ist. Der Ausbau der Arlbergstrecke als Zulaufstrecke zum Brenner und zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen ist unerlässlich, auch das Nadelöhr zwischen Bregenz und Lochau bräuchte ein zweites Gleis, weil dieses ein bedeutender Teil des Ausbaus der Schiene Richtung Norden zu den großen Seehäfen wie Hamburg oder Rotterdam wäre. Dazu müsse aber auch der Nachbar Deutschland in seine Bahninfrastruktur investieren, speziell in bisher nicht elektrifizierten Abschnitten. Außerdem braucht es ein drittes Gleis im Rheintal: Die Auslastung des ÖPNV hat erfreulicherweise stark zugenommen, wobei gleichzeitig aber die Kapazitäten für den Güterverkehr abnehmen. Das könnten künftig vor allem große Unternehmen im Land spüren, die Güterzüge über die Anschlussgleise vom Betriebsstandort auf das Streckennetz bringen müssen.

Fördern statt verbieten

Ein Förderregime, das auf gewerblich genutzte Fahrzeuge im regionalen Verkehr mit hoher Laufleistung abzielt, würde einen deutlichen Ökologisierungsschub mit sich bringen. Zudem gibt es weitere sinnvolle Maßnahmen zur Ökologisierung des Güter- und Personenverkehrs:

CO2-arme Kraftstoffe und alternative Antriebe:

Seit Jahren laufen intensive Forschungen und Bemühungen, alternative, umweltfreundliche Kraftstoffe wie Strom, Wasserstoff  und Gas (LNG, CNG) weiterzuentwickeln und zu fördern.

City-Logistik:

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg regt an, im Bereich City-Logistik Pilotprojekte zu fördern – etwa Mini-Hubs und Abholstationen – die ein großes Potenzial zur Rationalisierung und Reduzierung von CO2 haben.

Optimierte Verkehrsinfrastruktur:
Für den Wirtschaftsstandort sind bestmögliche Verkehrs- und Mobilitätsanbindungen im Land und zu internationalen Märkten ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Abkehr von Fahrverboten:
Besonders Wochenend- und Nachtfahrverbote sollten kritischer betrachtet werden. Sie führen dazu, dass alle Fahrzeuge in der restlichen Zeit fahren müssen, wodurch es hier spürbar „enger“ wird, was einer sinnvollen Führung der Verkehrsströme nicht zuträglich ist.


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