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Unternehmerinnen leisten unverzichtbaren Beitrag für Standort

„Vorarlbergs Unternehmerinnen sind eine treibende Kraft im Land und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Wirtschaftsstandort“, erklären Evelyn Dorn, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Vorarlberg (FiW), und Petra Kreuzer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), im Vorfeld des Frauentags am 8. März 2020.

Die aktuelle Entwicklung zeigt ganz klar, dass Vorarlbergs Unternehmerinnen eine treibende Kraft im Land sind und einen unverzichtbaren Beitrag für unseren Standort leisten.
© istock Die aktuelle Entwicklung zeigt ganz klar, dass Vorarlbergs Unternehmerinnen eine treibende Kraft im Land sind und einen unverzichtbaren Beitrag für unseren Standort leisten.

Der Anteil der Frauen in der heimischen Wirtschaft ist auf Rekordkurs: 2019 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (38 Prozent) von einer Frau geleitet – bei den Unternehmensgründungen konnte mit 45,5 Prozent ein Rekordwert erreicht werden. In Vorarlberg wurde dieses Ergebnis noch getoppt: 2019 lag der Frauenanteil bei den Neugründungen erstmals bei über der Hälfte (50,4 Prozent). FiW-Vorsitzende Evelyn Dorninformiert: „Wir haben trotz struktureller Nachteile, wie etwa dem Mangel an passender Kinderbetreuung, eine positive Dynamik, die es zu forcieren gilt. Die aktuelle Entwicklung zeigt ganz klar, dass Vorarlbergs Unternehmerinnen eine treibende Kraft im Land sind und einen unverzichtbaren Beitrag für unseren Standort leisten: Die erfolgreichen Frauen in der Vorarlberger Wirtschaft sorgen für Wohlstand und Arbeitsplätze und tragen über alle Branchen hinweg wesentlich dazu bei, dass der Standort Vorarlberg so erfolgreich ist.“ Für Dorn ist der Frauentag am 8. März deshalb ein guter Anlass, den Fokus auf die Unternehmerinnen zu legen.

Die Top-Gründungsmotive österreichischer Unternehmerinnen
(Quelle: WKÖ Gründerservice, Motivumfrage 2019)

  • 74,61 Prozent: Flexible Zeit- und Lebensgestaltung
  • 65,87 Prozent: Die „eigene“ Chefin sein
  • 62,06 Prozent: Neue Berufsperspektive
  • 61,21 Prozent: Wunsch nach Eigenverantwortung
  • 58,96 Prozent: Steigerung des Einkommens

Herausforderungen für Unternehmerinnen

Die größten Herausforderungen für die Vorarlberger Unternehmerinnen sind konservative Rollenbilder, die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie – ebenso wie für männliche Unternehmer – die überbordende Bürokratie. „Bei allen drei Punkten muss dringend angesetzt werden. Wir brauchen einerseits ein gesellschaftliches Umdenken in Bezug auf ein modernesFamilien- und Frauenbild. Andererseits sind auch konkrete Maßnahmen wie Bürokratieabbau und vor allem der Ausbau einer guten Kinderbetreuung nötig“, führt FiW-Vorsitzende Dorn aus. Frau in der Wirtschaft setzt dabei auf das Angebot einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung. Dazu gehört der Ausbau der Betreuungsplätze genauso wie die Ausweitung der Öffnungszeiten und Reduktion der Schließtage, die Optimierung der Zuständigkeiten und eine generelle Sensibilisierung für das Thema. „Denn trotz einer positiven Tendenz in den vergangenen Jahren ist Vorarlberg im Österreichvergleich bei den Öffnungszeiten in der Kinderbetreuung weiter Schlusslicht (gemeinsam mit Tirol). Über die Hälfte aller institutionellen Einrichtungen haben Öffnungszeiten von weniger als acht Stunden täglich und ermöglichen damit keine reguläre Vollzeitbeschäftigung.“

Ein wichtiger Erfolg konnte vor Kurzem erreicht werden: Die langjährige Forderung nach Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband wurde im Ministerrat umgesetzt. Das bedeutet, dass Unternehmerinnen, die ihren Arbeitsplatz im Wohnungsverband haben, dafür künftig bis zu 1.200 Euro pro Jahr als Betriebsausgabe geltend machen können. „Das kommt ganz besonders den Ein-Personen-Unternehmen und jungen Unternehmerinnen zugute, für die sich eine eigene Arbeitsstätte (noch) nicht rechnet“, erklärt FiW-Vorsitzende Dorn. 

Frauen sind hoch qualifiziert - Diversität fördern

WKV-Vizepräsidentin Petra Kreuzer: „Ein funktionierendes Kinderbetreuungsangebot ist nicht nur wichtig, um den Fachkräftebedarf im Land zu decken, sondern auch ein Magnet für qualifizierte Zuwanderung. Außerdem bereichert Diversität jedes Aufsichtsorgan, jedes Unternehmen und somit unseren Wirtschaftsstandort.“ Wissen und Erfahrung aus den verschiedensten Bereichen tragen dazu bei, dass Unternehmen agil auf Herausforderungen reagieren können, denn der vermeintliche Vorteil der Einheitlichkeit von Gremien ist zugleich die große Gefahr: Es fehlen unterschiedliche Perspektiven, wodurch man externen Herausforderungen wie Globalisierung oder Digitalisierung nicht oder nur unzureichend gewachsen ist. „Aktuell haben wir die große Chance, die Aufsichtsratsgremien und die Führungsetagen unserer Unternehmen auch mit hochqualifizierten Frauen zu besetzen“, ist Petra Kreuzer überzeugt, „denn die Frauen sind topqualifiziert, ihre Reifeprüfungsquote hat sich von 20 Prozent (1980) auf 51 Prozent (2018) erhöht, daneben ist die Zahl der erwerbstätigen Frauen (in der Altersgruppe 15 bis 64 Jahre) um 440.000 (28 Prozent) gestiegen: von 1,55 Millionen (1994) auf 1,99 Millionen (2019). Die Frauenerwerbsquote in Österreich liegt mit 72 Prozent über dem EU-Durschnitt von 68,2 Prozent. (Quellen: Statistik Austria 2019, Eurostat 2019).

Frauen sind startklar für den Aufsichtsrat 

Der Lehrgang „Aufsichtsratskompetenz kompakt“ wurde von Frau in der Wirtschaft Vorarlberg heuer zum 7. Mal durchgeführt. „Insgesamt rund 140 Frauen haben den Lehrgang seitdem besucht, diese Unternehmerinnen, Geschäftsführerinnen und Frauen in Führungsfunktionen sind damit bestens für verantwortungsvolle Aufgaben in einem Aufsichtsrat gerüstet“, informiert FiW-Vorsitzende Dorn. Im Rahmen von zwei Halbtagen wurden die Rechte und Pflichten einer Aufsichtsratsfunktion und seiner Mitglieder, der Österreichische Corporate Governance Kodex, diverse Satzungen und alles zum Jahresabschluss vermittelt.  Nach dem Lehrgang können sich Absolventinnen in der österreichweiten Aufsichtsrätinnen-Datenbank registrieren. Dorn: „Die Tendenz ist steigend und Argumente, es gebe zu wenige engagierte und kompetente Frauen für solche Positionen, können damit entkräftet werden.“

Frauen in Technik 

Weiters ist es den FiW-Vertreterinnen ein Anliegen, mehr Mädchen und Frauen für technische Branchen zu begeistern. „Das soll einerseits durch die neue MINT-Strategie gelingen und andererseits durch den Einsatz von Vorbildnern, sogenannten weiblichen Role Models. Mädchen und junge Frauen haben teilweise zu viel Respekt vor bestimmten Ausbildungszweigen oder Studien und werden vom familiären und schulischen Umfeld nicht immer zur Gänze unterstützt. Es ist notwendig, die Vielfalt und die Möglichkeiten der einzelnen Berufsfelder aufzuzeigen. Ansonsten verzichten wir auf bis zu 50 Prozent unseres Potenzials“, macht Petra Kreuzer deutlich. Beim Ranking der beliebtesten Lehrberufe zeigen sich in der Lehrlingsstatistik 2019 erste Schritte in diese Richtung: Der Beruf „Metalltechnikerin“ landete vergangenes Jahr auf dem zweiten Rang. Das zeigt, dass die Bemühungen, Mädchen auch für technische Berufe zu begeistern, erste Früchte tragen. So war auch bei den Lehranfängerinnen in der Vorarlberger Industrie 2019 ein Rekord zu verzeichnen: 95 junge Frauen machten in den 1. Berufsschulklassen knapp 22 Prozent aus. In absoluten Zahlen waren das 24 Mädchen mehr als im Vorjahr, was einen Anstieg um 34 Prozent bedeutet.

Unternehmerinnenkongress in Vorarlberg

Frau in der Wirtschaft Österreich richtet alle zwei Jahre einen großen Businesskongress für Unternehmerinnen, Führungskräfte und wirtschaftlich interessierte Frauen aus. Der 
6. Unternehmerinnenkongress von FiW findet am 16. und 17. April 2020 in Vorarlberg statt. „Wir erwarten rund 500 Unternehmerinnen aus ganz Österreich bei unserer größten Netzwerkveranstaltung“, erklärt FiW-Vorsitzende Dorn. Das Motto des Unternehmerinnenkongresses 2020 lautet „Die Kraft der Veränderung“. In spannenden Keynotes, hochkarätigen Vorträgen und Unternehmerinnenpaneels geht es um die Chancen, die sich aus einem dynamischen Wandel ergeben. Betriebsbesichtigungen bei erfolgreichen Vorarlberger Unternehmen runden das Veranstaltungsprogramm ab.“

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