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Industriekonjunktur stabil, Aussichten getrübt

Die Industrie kommt auch im zweiten Quartal ihrer großen Verantwortung für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand im Land  nach.

Die Industriellenvereinigung Vorarlberg und die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg präsentieren die Ergebnisse der Konjunkturumfrage.
© WKV Die Industriellenvereinigung Vorarlberg und die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg präsentierten die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

"Mittlerweile bestätigt sich bei fast allen Betrieben, dass der Konjunktur-Höchststand überschritten ist. Umso wichtiger und entscheidender ist es für den Industrie- und Arbeitsstandort, dass die zukünftigen Regierungen auf Bundes- und Landesebene nach den anstehenden Nationalrats- und Landtagswahlen positive Impulse für den Standort setzen“, fasst Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen. Ein Schlüsselthema gegen den anhaltenden Fachkräftemangel sieht er in der Kinderbetreuung, wie eine Sonderauswertung bestätigt.

39 Vorarlberger Unternehmen mit über 25.000 Beschäftigten haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg und der Sparte Industrie der WKV im zweiten Quartal 2019 beteiligt.

Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie – also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten – zeigt einen Rückgang von 33,20 auf 30,90 (siehe Grafik). Während die aktuelle Geschäftslage auf fast dem gleichen Niveau wie im vergangenen Quartal liegt, überwiegen die negativen Einschätzungen der Betriebe zur Geschäftslage in sechs Monaten gegenüber den positiven Einschätzungen. Die aktuelle Geschäftslage wird von 69 Prozent der befragten Unternehmen als gut bezeichnet, nur 5 Prozent sehen aktuell eine schlechte Geschäftslage, in sechs Monaten sind es schon 11 Prozent. Die Einschätzung der derzeitigen Auftragsbestände und Auslandsaufträge wird zwar von niemandem schlecht eingeschätzt, allerdings war das Bild schon deutlich positiver und knapp zwei Drittel der Betriebe beurteilen diese als durchschnittlich.

Positiver Impuls und Vertrauen nach Richtungswahlen entscheidend

IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg sieht angesichts der etwas verhaltenen Aussichten in den anstehenden Nationalrats- und Landtagswahlen eine große Chance für einen positiven standortpolitischen Impuls, der die wirtschaftliche Entwicklung deutlich unterstützen kann: „Politik ist dazu da, zu agieren und zu gestalten, statt zu reagieren und zu verwalten. Auf Bundesebene sollte eine neue Regierung nach diesen turbulenten Zeiten möglichst rasch wieder in einen Reformmodus wechseln und Menschen und Unternehmen spürbar entlasten. Wirtschaft ist Psychologie und hängt von Vertrauen und Stimmung ab, dieses Vertrauen gilt es auf Bundesebene wieder zurückzugewinnen. Auf Landesebene haben wir mit unserem ‚Big Picture‘ die anstehenden und auch erforderlichen Weichenstellungen aufgezeigt und hoffen ebenso auf eine reformfreudige, mutige Politik.“  

Auf Bundesebene sei die von der vorherigen Bundesregierung vorgelegte Steuerreform ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Unabhängig von den Parteifarben müsse dieser Reformkurs und die Entlastung der arbeitenden Bevölkerung, besonders auch  der Leistungsträger, im Land weitergeführt werden. Für die Übergangszeit bis zur neuen Bundesregierung warnt die Industrie allerdings nochmals eindringlich, dass standortpolitische Vernunft und umsichtiges Handeln im Vordergrund aller im Nationalrat vertretenen Parteien stehen müsse. Man habe laut Ohneberg aus der Erfahrung vom „freien Spiel der Kräfte“ nichts gelernt, wieder seien millionenschwere Wahlzuckerl und zusätzliche Belastungen für Steuerzahler und Unternehmen beschlossen worden, weitere könnten sogar noch folgen: „Der Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort braucht auf Bundes- und Landesebene durchdachte, aufeinander abgestimmte Gesamtkonzepte, statt überhastete und vermeintlich populäre Beschlüsse. Gerade in dynamischen Zeiten, in denen viel im Wandel begriffen ist und in denen bei Teilen der Gesellschaft die Unsicherheit steigt, muss die Politik ihrer Rolle als gestaltende Kraft mit einem klaren Zukunftsbild nachkommen.“

Kinderbetreuung als verbindendes und zukunftsweisendes Thema für Vorarlberg

Eine positive Tendenz hält beim Mitarbeiterstand in der Vorarlberger Industrie an. 36 Prozent der Betriebe möchten ihren Mitarbeiterstand in drei Monaten erhöhen, nur 5 Prozent planen mit weniger Mitarbeitern. Ohneberg: „Es gibt zwar große Unterschiede zwischen den Betrieben, doch das Finden von geeigneten Fachkräften ist nach wie vor für die meisten Betriebe eine große Herausforderung und entscheidend für den gemeinsamen Erfolg. Für Vorarlberg haben wir insbesondere beim Thema Kinderbetreuung ein großes Potential ausgemacht, das im Sinne der Kinder, Eltern und den Mitarbeitern in den Betrieben noch besser genutzt werden sollte.“ 

In einer Sonderauswertung der aktuellen Konjunkturumfrage wurden alle Betriebe zur Wichtigkeit einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung der öffentlichen Hand (Land, Gemeinden) befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Über 90 Prozent (92,3 Prozent) der befragten Betriebe sehen dies als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ an. IV-Präsident Martin Ohneberg erinnert daher nochmals an den gemeinsamen Appell von Interessenvertretungen, Unternehmer, Personalchefs, Betriebsräte und Mitarbeiter dem Thema Kinderbetreuung im Land mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es gehe darum die Quantität und Qualität zu verbessern, die Zuständigkeiten und Finanzierung im Land zu optimieren und die Sensibilisierung im Sinne eines Aufbrechens bisheriger Rollenbilder voranzutreiben. Die fundierte Position ist unter dem Titel „Vom Mittelmaß zur Exzellenz bei der Kinderbetreuung in Vorarlberg“ nachzulesen.

Die Branchenergebnisse im Detail

Die in Vorarlberg starke Maschinen- und Metallindustrie hat diesmal nicht die besten Konjunkturwerte. Während die aktuelle Geschäftslage von drei Vierteln der Betriebe derzeit noch gut eingeschätzt wird, wird die Geschäftslage in sechs Monaten am negativsten eingeschätzt (12 Prozent sehen eine schlechtere Konjunktur). „Positiv bleibt, dass in dieser Branche nach wie vor stark nach neuen Mitarbeitern gesucht wird – über die Hälfte der Unternehmen planen den Mitarbeiterstand zu erhöhen. Negativ hervorzuheben ist jedoch, dass die Ertragssituation in sechs Monaten im Branchenvergleich am schlechtesten ausfällt“, so Mathias Burtscher, Geschäftsführer der IV-Vorarlberg. 

Die positivsten Werte kommen aktuell aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die aktuelle Geschäftslage wird nahezu von allen (97 Prozent) als gut bezeichnet. Zwei Drittel der Betriebe sehen auch den derzeitigen Auftragsbestand und die Auslandsaufträge positiv. Die Folge sind deutlich gestiegene Bemühungen um zusätzliche Fachkräfte, über die Hälfte der Betriebe plant den Beschäftigtenstand in den nächsten drei Monaten zu erhöhen.  

Bei der Textilindustrie gibt es bei einigen Betrieben einen anhaltenden Druck was den Mitarbeiterstand in drei Monaten betrifft. „Die Geschäftslage, der Auftragsbestand und die Auslandsaufträge werden von den meisten – Bandbreite von 83 bis 96 Prozent – als durchschnittlich bezeichnet. Allerdings war die Einschätzung zur Ertragssituation in sechs Monaten zuletzt deutlich positiver“, so Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. 

Aus der Elektro- und Elektronikindustrie sind überwiegend positive Signale zu vernehmen, wenn auch etwas schlechter als im letzten Quartal. Die Branche zeigt sich verhältnismäßig robust, kein Unternehmen gibt eine negative Einschätzung ab, sondern sieht eine gute oder durchschnittliche Entwicklung. Deutlich am positivsten schätzen die Betriebe die Geschäftslage in sechs Monaten ein. 81 Prozent sehen eine positive Entwicklung, 19 Prozent eine durchschnittliche. Die allermeisten Betriebe (96 Prozent) möchten ihren Mitarbeiterstand in drei Monaten halten, nur 4 Prozent planen eine Erhöhung.

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