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Stab der Vorarlberger Wirtschaft: Entschädigung muss schnell und unbürokratisch kommen!

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes hat sich bei seinem siebten Treffen mit den Auswirkungen des heute beginnenden Lockdowns befasst. Die klare Botschaft: Aus dem Lockdown dürfe kein Knockdown werden.

WKV-Präsident Hans Peter Metzler
© A. Serra/WKV Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes tagte erstmals im Landhaus.

Aus aktuellem Anlass fand das Treffen im Landhaus unter Beisein von Landeshauptmann Markus Wallner, Landesrat Marco Tittler und Landesrat Johannes Rauch statt. „Die verschiedenen Wirtschaftsbranchen haben heute ihre aktuellen Herausforderungen bei der Landesspitze deponiert“, sagte Präsident Hans Peter Metzler.

Im Mittelpunkt der heutigen Zusammenkunft des Stabs der Vorarlberger Wirtschaft stand die aktuelle Situation der einzelnen Branchen der Vorarlberger Wirtschaft. „Die heute beginnenden Corona-Maßnahmen treffen viele Bereiche unserer Wirtschaft sehr hart. Es geht in der jetzigen Situation um Gerechtigkeit und Fairness für alle Betriebe – für jene, die offen haben, und für jene, die schließen müssen. Auch indirekt Betroffene wie z.B. Zulieferbetriebe, Veranstalter oder auch der Großhandel, der die nun geschlossene Gastronomie beliefert, brauchen rasch finanzielle Unterstützung“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler. Metzler fordert klare Leitplanken, die planbares Wirtschaften überhaupt noch ermöglichen. Dazu war auch dieses Treffen mit der Landesspitze gedacht, um zu verdeutlichen, wie die einzelnen Branchen mit den aktuellen COVID-Maßnahmen zu kämpfen haben.

„Die zweite Welle hat auch Vorarlberg mit all seinen Auswirkungen für die Wirtschaft voll getroffen,“ fasst Landeshauptmann Markus Wallner die aktuelle Situation zusammen. „Uns ist es wichtig, dass wir uns heute mit den Vertretern der Wirtschaft ausgetauscht haben, um einen Überblick über die aktuelle Lage in unseren Betrieben zu bekommen. Gleichzeitig haben wir auch weiterhin die volle Unterstützung des Landes für unsere Unternehmen zugesichert. Mit dem Impulsprogramm des Landes wollen wir der Vorarlberger Wirtschaft in dieser herausfordernden Zeit unter die Arme greifen und bestmögliche Rahmenbedingungen für den Aufschwung bieten,“ erklärt Wallner. Der Landeshauptmann schloss mit der Bitte, auf den Tag danach vorbreitet zu sein.

„Es sind abermals schmerzliche Einschnitte und Entscheidungen, die sowohl Wirtschaft als auch Bevölkerung hinnehmen müssen“, sagt Wirtschaftslandesrat Tittler. Gleichzeitig müssen jetzt Maßnahmen gesetzt werden, um das Wachstum der Pandemie einzudämmen und ein gesundheitliches und wirtschaftliches Desaster zu vermeiden. Wichtig sei laut LR Tittler, dass die angekündigten Unterstützungen möglichst rasch und unbürokratisch bei den Betroffenen ankommen. „Vorarlberg hat vorgezeigt, wie rasche und unbürokratische Unterstützung umgesetzt werden kann. In ähnlicher Geschwindigkeit sollten nun auch die Bundesgelder fließen“, erwartet sich Tittler.

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes tagte erstmals im Landhaus.
© A. Serra/WKV
Die Landesregierung hat ein rund 60 Millionen starkes Impulsprogramm erarbeitet, das der Vorarlberger Wirtschaft zugutekommen soll. Dazu werden Maßnahmen des Landes unter Einbindung der Wirtschaftskammer sowie weiterer Partner in den folgenden drei Themenfeldern gesetzt:
 
Aufschwung: Nach dem Lockdown muss die Konjunktur wieder in Schwung gebracht werden. Dafür werden passende Rahmenbedingungen, finanzielle Stabilität und Sicherheit benötigt.

Beschäftigung und Arbeitsmarkt: Trotz Kurzarbeitsmodell braucht der Arbeitsmarkt weitere Unterstützung. Das klare Ziel ist, Arbeitsplätze zu erhalten, möglichst viele Menschen in ihre Regelbeschäftigung zu überführen und strukturelle Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Impulse: Kein Gießkannenprinzip, sondern klare, zielgerichtete Impulse für eine zukunftsfitte, innovative, robuste und resiliente Wirtschaft. Es geht um eine strategische Weichenstellung und die richtige Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes.

Rasche und unbürokratische Entschädigung erforderlich

„Wir haben massiv auf eine rasche und unbürokratische Entschädigung der Betriebe gedrängt. Der in Aussicht gestellte 80-prozentige Ersatz des Umsatzes für die von den neuen behördlichen Maßnahmen betroffenen Unternehmen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ebenso dringend erforderlich ist, dass jetzt unverzüglich der Fixkostenzuschuss in der Phase 2 für alle wirtschaftlich von der Krise betroffenen Unternehmen zur Verfügung steht“, betont Metzler: „Jetzt zählt Geschwindigkeit!“

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes tagte erstmals im Landhaus.
© A. Serra/WKV
Kurzarbeit

Die Corona-Kurzarbeit hat schon bisher wesentlich dazu beigetragen, Beschäftigung und Kaufkraft zu sichern. Die neuen Einschränkungen erfordern jedoch einige Anpassungen. WKV-Präsident Metzler: „In intensiven Verhandlungen haben wir gemeinsam mit den Sozialpartnern erreicht, dass das Modell der Corona-Kurzarbeit in dieser neuen Situation für die besonders betroffenen Branchen treffsicher adaptiert wird. Die auf den Weg gebrachten Adaptierungen bei der Kurzarbeit sind ein wichtiger Schritt, um Betriebe und Arbeitsplätze abzusichern."

Weiterentwicklung des Stabs

Durch den von WKV-Präsident Hans Peter Metzler und Landesrat Marco Tittler initiierten „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ sollen der gemeinsame Blick auf aktuelle Entwicklungen intensiviert und eine strukturierte Koordination untereinander ausgebaut werden – hinzu kommt schließlich auch ein verbindliches Vorgehen: Unter starker Einbindung der Fachorganisationen, Sparten und Branchen sollen entscheidende Problemfelder und Herausforderungen identifiziert und gemeinsam mit den System- und Sozialpartnern sowie dem Land konkrete Lösungsmaßnahmen umgesetzt werden. 

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