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Stab der Vorarlberger Wirtschaft: „Wir sind keine epidemiologische Insel!“

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes hat sich bei seinem inzwischen fünften Treffen vor allem mit der aktuellen epidemiologischen Entwicklung befasst, zu der der ausgewiesene Public Health-Experte Dr. Armin Fidler interessante Inputs und einen Gesamtüberblick gab.

Public Health-Experte Dr. Armin Fidler und WKV-Präsident Hans Peter Metzler.
© WKV Public Health-Experte Dr. Armin Fidler und WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Im Mittelpunkt der heutigen Zusammenkunft des Stabs der Vorarlberger Wirtschaft standen die Ausführungen des Public Health-Experten Dr. Armin Fidler zur aktuellen epidemiologischen Entwicklung, die Berichte der Sparten, die Themen eCommerce, Regionalvergabe und das Corona-Handbuch, in dem eine Vielzahl von Empfehlungen für Schutzmaßnahmen und Vorgehensweisen für heimische Unternehmen zusammengefasst sind sowie weitere Updates zu den bereits vergebenen Tickets. „Die aktuelle Situation und deren Entwicklungen erinnern stark an das Frühjahr. Wir fahren derzeit auf Sicht, weswegen eine bestmögliche und frühzeitige Vorbereitung gerade auch in Sachen Hygiene das Gebot der Stunde ist“, sagte Präsident Hans Peter Metzler.

Epidemiologische Entwicklungen

„Die aktuellen Fallzahlen geben natürlich Anlass zur Sorge“, betonte Dr. Armin Fidler, der im Rahmen des Stabs Einblicke in die Entwicklung der Corona-Zahlen gab. Dabei verwies er auf den Umstand, dass die Maßnahmen in den Nachbarländern – etwa die Registrierung in der Gastronomie oder die ausgeweitete Maskenpflicht – teilweise schärfer waren, während man in Österreich im Sommer seiner persönlichen Einschätzung nach eventuell etwas zu sorglos gelebt und Maßnahmen zu früh gelockert habe. „Auch wenn wir zusätzliche Indikatoren und Multiplikatoren betrachten, ändert das nichts daran, dass die Fallzahlen mit einem höheren Risiko verbunden sind“, führte Fidler aus und verwies in weiterer Folge darauf, dass er im Herbst mit der Unterscheidung zwischen Corona-Erkrankung und „gewöhnlicher“ Grippe eine große Herausforderung rechne. Zudem war es dem Gesundheitsexperten ein wichtiges Anliegen, genauer auf die Entstehung des zurzeit umstrittenen Ampelsystems einzugehen, deren Implementierung praktisch auf zwei Schienen erfolgt: So ist die technische Lösung der Ampel bereits drei bis vier Wochen früher fertig gewesen, als das politische Pendant, also die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, welches durch die üblichen Wege verzögert werden kann. „Daraus ergibt sich natürlich eine Inkongruenz aus Technik und der zu treffenden Maßnahmen. Bisher basiert die Ampel auf Empfehlungen“, führte Fidler aus. 

Land gibt Corona-Handbuch aus

„Im Fokus steht weiterhin, die Infektionszahlen möglichst beherrschbar zu halten“, sagte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Mit dem Corona-Handbuch gibt es nun eine weitere Initiative für einen wirksamen Gesundheitsschutz. „Die Unternehmen haben bewiesen, dass sie vorbildlich und sehr diszipliniert alle erforderlichen Maßnahmen umsetzen – von Hygiene- und Abstandsregeln, über Regeln für Absonderungen bis hin zur Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten. Die Fülle an Maßnahmen und Empfehlungen ist recht umfangreich. Um diese Informationen einfach und kompakt zugänglich zu machen, wurde eine Übersicht mit aktuellen Empfehlungen zum Corona-Infektionsschutz veröffentlicht“, informierte Tittler. Auf 24 Seiten wird auf alle wesentlichen Bereiche eingegangen – neben den ganz individuellen Schutz- und Hygienemaßnahmen auch auf spezifischere Sicherheitsvorkehrungen etwa bei Besprechungen, Sitzungen oder Veranstaltungen bzw. Maßnahmen räumlicher oder organisatorischer Natur, Urlaubsregelungen, die Abwicklung von Screening- und Test-Angeboten, im Bedarfsfall auch die Einsetzung eines Krisenteams oder die Vorgehensweise bei Verdachts- und Erkrankungsfällen im Unternehmen. 

Update zu den Tickets Regionalvergabe und eCommerce

Gerade in Krisenzeiten braucht es zur verstärkten regionalen Wertschöpfung auch entsprechende Auftragsvergaben. Von der Wirtschaftskammer Vorarlberg wird daher intensiv an einer Neuauflage des Handbuchs zur Regionalvergabe gearbeitet. Darüber hinaus stehen vor allem die entsprechenden Schulungskonzepte zu rechtssicheren Vergabeprozessen sowie die Ausrollung eines praktikablen Assistenzsystems für die Gemeinden und weitere Institutionen im Fokus. Die „To do‘s“ für heimischen (Online-)Handel stehen vor allem im Zusammenhang mit dem steigenden Onlinehandelsvolumen und dem sich ändernden Kaufverhalten bzw. den Kundenanforderungen, während im stationären Handel teilweise ein sinkendes Umsatzvolumen festgestellt wird. Konkrete Maßnahmen zu einer eCommerce-Initiative werden derzeit ausgearbeitet: 

  • Nutzung KMU.E-Commerce: eCommerce-Förderung des Bundes, die durch die aws abgewickelt wird (Onlineshops, Prozesse, IT-Security).
  • Konzept Handel im Wandel: Modulares Bildungs- und Beratungsangebot auf Basis des digitalen Reifegrades, Durchführung in rund zehn Regionen und acht Modulen.
  • Vorschlag zu einer Landesförderung eCommerce Vorarlberg mit einem Volumen von 500.000 Euro für Beratung und Umsetzung von Internetpräsenzen, Onlineshops und die Anbindung an Plattformen etc., Abwicklung durch die WKV und das Land Vorarlberg. 

Weiterentwicklung des Stabs

Durch den von WKV-Präsident Hans Peter Metzler und Landesrat Marco Tittler initiierten „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ sollen der gemeinsame Blick auf aktuelle Entwicklungen intensiviert und eine strukturierte Koordination untereinander ausgebaut werden – hinzu kommt schließlich auch ein verbindliches Vorgehen: Unter starker Einbindung der Fachorganisationen, Sparten und Branchen sollen entscheidende Problemfelder und Herausforderungen identifiziert und gemeinsam mit den System- und Sozialpartnern sowie dem Land konkrete Lösungsmaßnahmen umgesetzt werden. Künftig wird der Stab in einem Drei-Wochen- bzw. Monatsrhythmus tagen – er soll bei Bedarf auch in engerer Taktung abgehalten werden. Die nächsten Termine sind voraussichtlich am 6. Oktober, 3. November und 1. Dezember 2020.

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