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Stab der Vorarlberger Wirtschaft: „Vorarlberg Bonus“ und intensivere Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes hat sich bei seinem vierten Treffen erneut mit Maßnahmen für eine Belebung der Lehrlingsausbildung befasst. Der „Vorarlberg Bonus“ für die betriebliche Ausbildung von Jugendlichen mit besonderen Anforderungen (schulische Defizite, schwieriges soziales Umfeld, fehlende Berufswahlreife) soll Realität werden. Zudem wurde eine enge Kooperation mit den Gemeinden festgelegt.

Der „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ bei seinem vierten Treffen.
© WKV Der „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ bei seinem vierten Treffen.

Der von WKV-Präsident Hans Peter Metzler und Landesrat Marco Tittler initiierte „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam den Blick auf die aktuellen Entwicklungen zu intensivieren, eine strukturierte Koordination untereinander auszubauen und letztendlich verbindlich vorzugehen. Unter Einbindung der Fachorganisationen, Sparten und Branchen sollen Problemfelder und Herausforderungen identifiziert und gemeinsam mit den System- und Sozialpartnern sowie dem Land konkrete Lösungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Hilfe für benachteiligte Jugendliche

Das heutige vierte Treffen dieses Steuerungsgremiums stand ganz im Zeichen der Ausbildung von sozial benachteiligten Jugendlichen. Neben den bereits existierenden Förderungen für Ausbildungsbetriebe soll ein neues vorarlbergspezifisches Programm auf die Beine gestellt werden. „Es hat sich gezeigt, dass die Betriebe genügend Lehrstellen anbieten– es gibt nach wie vor einen deutlichen Überhang an Lehrstellen gegenüber Lehrstellensuchenden. Das belegt auch das Ergebnis unseres Monitorings. Daher werden wir uns auf jene Jugendliche konzentrieren, die bislang aufgrund ihrer mangelnden schulischen Kompetenzen wenig Chancen auf eine Lehrstelle hatten. So wollen wir diesen den Weg ins Arbeitsleben erleichtern und den Betrieben die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung stellen“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Metzler.

Ein entsprechendes Modell soll zwischen den Sozialpartnern und dem Land in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden. Landesrat Marco Tittler: „Die Lehrausbildung bietet eine äußerst hochwertige Qualifizierung von unseren Nachwuchstalenten in enger Abstimmung mit den Anforderungen der Vorarlberger Betriebe. Wir sehen, dass die Firmen weiterhin sehr interessiert daran sind, junge Talente einzustellen, um ihren hochqualifizierten Personalstand und die Innovationskraft auch für die Zukunft abzusichern. Die Lehre ist ein Modell für die Zukunft der Jugend. Seitens des Landes und der Wirtschaftskammer sind wir deshalb in intensiven Überlegungen, wie wir hier attraktive weitere Unterstützungen für die Betriebe bieten können.“

Gemeinden als starker Partner der Wirtschaft

Wie die Kooperation der Wirtschaft mit den Gemeinden intensiviert werden kann, stand ebenso im Fokus des Treffens. Das knüpft an das Projekt Standortpartnerschaften aus dem Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft an. Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Wirtschaftskammer und dem Gemeindeverband soll die Zusammenarbeit weiter verbessern. Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, amtsführende Präsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbandes, betonte, dass die Herausforderungen für die Gemeinden bedingt durch Corona sehr groß sind. So würden Einnahmen durch Stundungen und gesunkener Einnahmen in großer Dimension fehlen. „Die Gemeindemilliarde vom Bund hilft uns bei aktuellen Investitionen. Wie werden versuchen, öffentliche Aufträge auch für 2021 zu planen, um den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten.“ 

„Die Städte und Gemeinden sind wichtige Auftraggeber für regionale Betriebe. Durch zusätzliche Unterstützungen können geplante Projekte womöglich doch noch heuer durchgeführt werden“, zeigt sich WKV-Präsident Hans Peter Metzler erfreut. Er streicht speziell hervor, dass das Herzstück lebendiger Regionen gesunde, vitale Unternehmen sind. Und diese in den Regionen zu halten und durch die wirtschaftlich schwierige Zeit zu bringen, bedeute auch eine Herausforderung für alle öffentlichen Auftraggeber. Metzler: „Wer auf Vorarlberger Unternehmen setzt, sichert damit auch heimische Arbeitsplätze, gerade in den Regionen. Viele Stundungen laufen im Herbst aus und die Betriebe müssen ihre Zahlungen wiederaufnehmen. Da ist eine konstante Auftragslage enorm wichtig. Wohlstand und Lebensqualität sind untrennbar mit der regionalen Wirtschaft verbunden.“

In diesem Zusammenhang erinnert Metzler an das „Handbuch zur Regionalvergabe“ der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Zentrales Ziel ist, anhand von Praxisbeispielen zu erklären, wie die Stärken regionaler Unternehmen im Vergabeverfahren berücksichtigt werden können. „Das Handbuch ist quasi ein gedrucktes Navigationsgerät für Ausschreibungen, die auf die kleinstrukturierte regionale Wirtschaft fokussiert sind“, sagt der WKV-Präsident. 

Weitere Themen im Stab der Vorarlberger Wirtschaft waren Kinderbetreuung, Nachhaltigkeit und die Weiterführung der Tourismusstrategie 2020+. Dazu sollen in den kommenden Wochen weitere Projekte ausgearbeitet werden.

Der nächste „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ wird am 15. September 2020 tagen.

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