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Sportartikelhändlern in Tourismusregionen droht ein Umsatzausfall von bis zu 70 Prozent

Für Sportartikelhändler in Tourismusregionen ist der Zeitraum Dezember bis März die umsatzstärkste Zeit; großen Anteil daran haben Touristen aus dem Ausland. Durch Reisewarnungen bleiben diese aber vorerst aus, viele Betriebe fürchten daher um ihre Existenz.

Harald Rudigier, Obfrau-Stellvertreter der Fachgruppe des Handels mit Mode und Freizeitartikeln in der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV).
© Frederick Sams Harald Rudigier, Obfrau-Stellvertreter der Fachgruppe des Handels mit Mode und Freizeitartikeln in der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV).

„Die Zeit um Weihnachten sowie die erste Woche im Jänner sind neben der Faschingszeit unsere umsatzstärkste Zeit. Der Umsatzverlust durch die ausbleibenden Touristen ist gravierend“, erläutert Harald Rudigier, Obfrau-Stellvertreter der Fachgruppe des Handels mit Mode und Freizeitartikeln in der WKV und selbst betroffener Sportartikelhändler im Montafon. Man habe die Ware für den Winter 2020/2021 schon deutlich vor dem ersten Lockdown eingekauft. Durch die internationalen Lieferketten habe der Wareneinkauf neun bis zwölf Monate Vorlaufzeit. „Die Lager sind voll und werden sich selbst bei starker Rabattierung nicht leeren lassen“, erklärt Rudigier weiter.

Mit der Öffnung des Handels ab 7. Dezember sind keine weiteren Hilfszahlungen von Seiten der Regierung zu erwarten. Das verstärkt die schwierige Lage des Sportartikelhandels in den Wintersportorten. Der Umsatzverlust, der durch die fehlenden ausländischen Urlauber/-innen entsteht, wird durch die Tagesgäste und Einheimischen nicht kompensiert werden können. Diese sind im Regelfall komplett ausgerüstet und fahren nach dem Skifahren, ohne jegliche Services zu nutzen, wieder nach Hause. „Die Situation im Sportartikelhandel kann eins zu eins mit der anderer Tourismusbetriebe verglichen werden. Unser Hauptgeschäft machen wir mit ausländischen und inländischen Gästen, die hier mehrere Tage Urlaub machen. Solange diese ausbleiben, haben wir mit Umsatzeinbußen von bis zu 90 Prozent zu kämpfen“, sagt Harald Rudigier.

Verleihgeschäft

Die Situation spitzt sich auch bei den Verleihgeschäften massiv zu. Solange die Hotels geschlossen halten müssen bzw. die Touristen ausbleiben, erleiden sie massive Umsatzverluste von 90 bis zu 100 Prozent. Diese in der Zeit nach der Reisewarnung nachzuholen, sei nicht möglich. Die aktuelle Buchungslage der Hotels bis Ende Jänner bietet zudem wenig Hoffnung auf eine restliche gute Saison. „Wir haben tausende Ski im Verleih stehen, können diese aber nicht verleihen, da die Kunden fehlen. Jeder Euro Umsatz, den wir im Schiverleih nicht machen, ist ein verlorener Euro. Dieser Umsatz ist unwiederbringlich verloren“, unterstreicht Rudigier den Ernst der Lage. 

Sorge um Mitarbeiter 

Fast 90 Prozent der Sportartikelhändler in Tourismusorten sind Familienbetriebe. Viele kämpfen um ihre wirtschaftliche Existenz und mussten einen großen Teil ihrer Angestellten in Kurzarbeit schicken. Wie auch die Hotellerie setzen die Sportartikelhändler häufig auf Saisonarbeiter/-innen. Diesen oft langjährigen Mitarbeiter/-innen muss nun eine Absage erteilt werden. „Unsere Saisonarbeiter/-innen haben mit einem baldigen Arbeitsbeginn gerechnet. Sie stehen jetzt vor dem Nichts. Bei der derzeitigen Buchungslage werden wir sie wohl die ganze Saison nicht einstellen können“, stellt Harald Rudigier fest. Man habe eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeiter/-innen, könne dieser derzeit aber nur sehr schwer gerecht werden, erklärt Rudigier.

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