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Silvester ohne Knalltrauma: So überstehen Ihre Ohren den Jahreswechsel

Ein lauter Knall ab 135 dB kann ausreichen, um die Ohren zu beschädigen. Die Vorarlberger Hörakustiker verraten, wie man Silvester unbeschadet übersteht.

Die zu Silvester besonders beliebten Feuerwerke und Kracher können mit nur einem lauten Knall ab 135 dB die Ohren beschädigen. Gefährdet sind besonders Kinderohren. Die Vorarlberger Hörakustiker verraten, wie man Silvester unbeschadet übersteht.
© Rudolf Kirchner/pexels.com Schützen Sie auch Ihre Ohren vor Silvesterfeuerwerken!

Silvester ohne Feuerwerke? Geht gar nicht! Das laute Zischen und Krachen gehört einfach dazu, um das neue Jahr gebührend willkommen zu heißen. Dennoch ist Vorsicht angebracht:


Achtung!
Ein kurz einwirkender Knall schon ab 135 oder 140 dB reicht, um die feinen Innenohrhärchen zu schädigen.

Dadurch entsteht ein sogenanntes „Knalltrauma“. „Zu den klassischen Symptomen gehört die akute Hörverminderung, das heißt, man hört schlagartig schlechter. Aber auch Tinnitus kann eine Folge sein“, schildert Simon Bitsche, Berufsgruppensprecher der Vorarlberger Hörakustiker. Dröhnen, Rauschen oder ein dumpfes Hörempfinden können auf ein Knalltrauma hindeuten. 140 dB sind leicht erreicht. Diese Lautstärke haben die beliebten „Chinaböller“, wenn sie bei einem Meter Entfernung zünden. 150 dB – so viel wie eine kleine Schusswaffe – produzieren auf diese Distanz die „Donnerschläge“. „Auch gewöhnliche Feuerwerke können ein Knalltrauma verursachen, wenn sie eine Fehlzündung erleiden und statt in die Luft zu schießen an Ort und Stelle explodieren“, sagt Bitsche.

Was tun gegen Knalltrauma?

„Glücklicherweise kehrt bei einem Knalltrauma das Gehör häufig von selbst zurück“, beruhigt Bitsche. Allerdings sollte man bereits beim ersten Symptom aufhören, seine Ohren weiterem Lärm auszusetzen, und sicherheitshalber später einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser kann überprüfen, ob Schlimmeres vorliegt und etwa das Trommelfell beschädigt ist.

„Besser wäre es allerdings, das Knalltrauma durch Vorbeugung zu vermeiden. Gerade Kinder und Jugendliche haben besonders empfindliche Ohren und können oft das Risiko der Knallkörper nicht gut einschätzen. Wir empfehlen daher, auf jeden Fall einen Gehörschutz zu verwenden.“ Als einfache Lösung leistet bereits ein Gehörschutz in Stöpselform gute Dienste. Für Menschen, die öfter Lärm ausgesetzt sind, beispielsweise durch laute Hobbies, lohnt sich aber ein individueller Gehörschutz, der vom Hörakustiker angepasst wird. „Bei einer Dauerbelastung stellt bereits eine Lautstärke von 80 dB eine Gefahr dar“, warnt Bitsche. „Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten. Ein geeigneter Schutz bei häufiger Belastung kann präventiv gegen den schleichenden Hörverlust im Alter wirken.“ 

Wer jedenfalls zu Silvester gefahrlos knallen möchte, hat dennoch laut dem Berufsgruppensprecher eine große Auswahl: „Feuerräder, Fontänen, Wunderkerzen und Knallfrösche sind auf eine Distanz von einem Meter ungefährlich für das Gehör.“

So laut ist Silvester

  • 70 dB – Wunderkerzen
  • 90 dB – Sektkorken
  • 120 dB – Raketen-Zischen
  • 135 dB – Knalltrauma möglich
  • 145 dB – Chinaböller
  • 150 dB – Donnerschläge

Schallpegel in 1 Meter Abstand. Quelle: biha

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