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Seilbahnen: Später Schnee bringt weniger Umsatz

Die Zwischenbilanz der Seilbahnunternehmen für den Winter 2016/17 zeigt Umsatzrückgänge, weil es erst Anfang Jänner kräftig schneite.

Die Zwischenbilanz der Vorarlberger Seilbahnunternehmen für den Winter 2016/17 zeigt Umsatzrückgänge, weil es erst Anfang Jänner kräftig schneite.
© Silvretta Montafon Die Zwischenbilanz der Vorarlberger Seilbahnunternehmen für den Winter 2016/17 zeigt Umsatzrückgänge, weil es erst Anfang Jänner kräftig schneite.

Die aktuelle Wintersaison lief für die Seilbahnen in Vorarlberg nicht wie erhofft. Im Schnitt verzeichneten die Seilbahnunternehmen Umsatzrückgänge von rund 2,6 Prozent. Der Grund: Viele konnten den Skibetrieb aufgrund von Schneemangel erst später als geplant aufnehmen. Das Wetter schlug sich auch in den Gästezahlen und bei den Betriebstagen nieder.   

Beschneiung stabilisiert die Branche

Naturschneegebiete, die auf Beschneiungsanlagen verzichten, hat die Witterung im Dezember besonders getroffen. Manche von ihnen konnten sogar erst im Januar den Skibetrieb aufnehmen und erwirtschafteten deshalb 20 bis 30 Prozent weniger Umsatz als in der Vorjahrssaison. „Die verlorenen Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel wieder aufzuholen, ist nahezu unmöglich“ weiß Mag. Wolfgang Beck, Fachgruppenobmann der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Einmal mehr zeige dies, wie wichtig die technische Beschneiung sei. Beck: „Der technische Schnee stabilisiert nicht nur uns Seilbahnunternehmen, sondern auch den Geschäftsgang von Hotels, Gastronomie und vielen weiteren Wirtschaftszweigen in den Talschaften.“

3,2 Prozent weniger Gäste verzeichnete Vorarlberg Tourismus für den Zeitraum November 2016 bis Februar 2017. Auch bei den Tagesgästen gab es laut den einheimischen Seilbahnunternehmen einen Rückgang um 4 Prozent.

Weniger Betriebstage

Der wenig einträgliche Dezember schlägt sich auch bei den Betriebstagen nieder. Konnten die Seilbahnen vergangene Saison noch rund 90 Prozent aller geplanten Betriebstage öffnen, waren es heuer nur 85 Prozent. Dabei konnten die größeren und höher gelegenen Skigebiete die anfangs geringe Naturschneelage besser ausgleichen und schafften bis jetzt rund 95 Prozent ihrer möglichen Betriebstage. Bei den kleinen und mittleren liegt der Wert hingegen bei rund 65 bis 80 Prozent.

Investitionen stärken Region

Jene Seilbahnunternehmen, die in den vergangenen Jahren in neue Anlagen investiert haben, verzeichneten in diesem Winter Umsatzzuwächse. „Seilbahnprojekte sind also nachhaltige Investitionen in die Wirtschaft unseres Landes. Sie stärken die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen und jene der gesamten Tourismusregion im Österreichvergleich“, resümiert Beck.

Zwischenbilanz Wintersaison 2016/2017:

Umsatzentwicklung: rund – 2,6 %

Entwicklung Tagesgäste: rund – 4 %

Entwicklung Mehrtagesgäste: – 3,2 %

Mögliche Betriebstage: rund 85 %

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 70 Mitgliedern und 45 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 317 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt 1.000 Pistenkilometer bedienen. In der Wintersaison 2015/2016 erwirtschafteten die Vorarlberger Seilbahnen mit 5,9 Skierdays einen Nettoumsatz von rund 130 Millionen Euro aus Personenbeförderung. In den nächsten fünf Jahren werden die Betriebe 320 Millionen Euro in bereits geplante Projekte investieren.

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