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Schulreformpaket: „Alles hängt von der Qualität der Umsetzung ab“

Nach über einjähriger Verhandlungsphase hat die Bundesregierung Gesetzesvorschläge für ein Schulreform-Paket vorgelegt.

Nach über einjähriger Verhandlungsphase hat die Bundesregierung vergangenen Freitag Gesetzesvorschläge für ein Schulreform-Paket vorgelegt. Titel: „Autonomiepaket und Bildungsdirektion“.
© Sandra Roesch/Westend61/picturedesk.com „Das zögerliche Vorgehen zeigt die große Unsicherheit der Politik“, sagt der stv. WKV-Direktor Christoph Jenny.

„Insgesamt sind im vorliegenden Autonomiepakete durchaus erste Ansätze in die richtige Richtung erkennbar. Inwieweit sich diese Maßnahmen positiv auf die Bildungserfolge der Kinder auswirken, wird letztlich davon abhängen, wie gut es damit künftig gelingt, die Entwicklung und Umsetzung zukunftsfähiger pädagogischer Konzepte in den Schulen zu unterstützen“, sieht Dr. Christoph Jenny, Stv.-Direktor und Bildungssprecher der Wirtschaftskammer Vorarlberg, noch erhebliches Potenzial für pädagogische Maßnahmen.  

Die vorliegende Reform mache deutlich, dass einmal mehr Strukturfragen im Vordergrund stehen, während die Pädagogik in den Schulen nicht wirklich wichtig zu sein scheint – es geht wieder einmal um den Rahmen, in dem Schule passiert, und weniger darum, was in der Schule tatsächlich vor sich geht.  Jenny: „Die zögerliche Vorgehensweise  und langen Zietdimensionen beweisen die Unsicherheit der Politik in dieser Frage. Christoph Jenny zu den Details des Schulreformpakets:

Unterrichtseinheiten und Klassengröße

Die Übertragung der Verantwortung über die Klassengröße und die Dauer der Unterrichtseinheiten in die Verantwortung der Schulen ist grundsätzlich positiv zu sehen. Durch diese Flexibilität wird den Schulen die Umsetzung zeitgemäßer und zukunftsfähiger pädagogischer Konzepte erleichtert. Das eröffnet die Möglichkeit, sich von starren Unterrichtseinheiten zu verabschieden

Geteilte Kompetenzen bei der der Einstellung von Lehrer/innen

Eine stärkere Rolle der Direktoren bei der Auswahl neuer Lehrer ist ebenfalls als ein Schritt in die richtige Richtung zu werten; auch wenn dies in Vorarlberg in der Vergangenheit vielfach schon einer gelebten Praxis entspricht. 

Unverständlich ist allerdings, dass Direktoren offensichtlich auch künftig wenig Möglichkeiten haben sollen, sich von Lehrer/innen, die das pädagogische Konzept einer Schule nicht mittragen können, zu trennen. Schulentwicklungsprozesse können so – auch wenn sie von der Mehrheit des Schulkörpers getragen sind - weiterhin von einzelnen Lehrern gebremst oder unterlaufen werden. Richtig ist hingegen, dass die Bestellung künftiger Direktoren und „Schulcluster-Leiter“ auf 5 Jahre befristet ist.

Schulcluster 

Die Sinnhaftigkeit der im Autonomiepaket vorgesehenen Schulclus-ter wird ganz maßgeblich von der Umsetzungsqualität im konkreten Einzelfall abhängen. Dem Leiter eines Schulclusters obliegen dabei u.a. die strategische Schulentwicklung, die Personalentwicklung sowie der Aufbau eines Führungsteams – alles sehr anspruchsvolle Aufgaben, die bisher in unserem Schulsystem eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. Darüber hinaus werden derartige Schulcluster hohe Anforderungen an die Kommunikation und die Teamarbeit aller Beteiligten stellen.

Umsetzung in Leuchtturmschulen

Die Umsetzung des Autonomiepakets zunächst in Leuchtturmschulen ist jedenfalls erfreulich. So kann die Tauglichkeit der den Schulen künftig eingeräumten Freiräume und ihre Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit im Alltag in „reiferen“ Schulen getestet werden.

Bildungsdirektionen 

Die Einrichtung einer gemeinsamen Behörde mit geteilter Zuständigkeit lässt im Vergleich zur bisherigen Zusammenarbeit von Landesschulrat und Landes-Schulabteilung wenig Neues erwarten. Die beabsichtigte „Weiterentwicklung“ der Schulaufsicht in Richtung Beratung der Schulen kommt im Jahre 2017 aber jedenfalls sicher nicht zu früh.

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