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S18: Umsetzen, nicht aufschieben!

Die Koalition steht, das Programm ist vorgestellt: Die neue Landesregierung nimmt sich in den kommenden fünf Jahren vieler Zukunftsthemen an. Die Hoffnung auf die rasche Umsetzung des jahrzehntelang diskutierten Schlüsselprojekts S18 schwindet jedoch wieder.

Jetzt steht die Umsetzung an. Für die Bevölkerung und für den starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort!“, fordert WKV-Präsident Hans Peter Metzler.
© Marcel Hagen "Jetzt steht die Umsetzung an. Für die Bevölkerung und für den starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort!“, fordert WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Das zukunftsweisende Straßenbauprojekt S18 steht weiterhin auf der Agenda der Landesregierung. Irritierend ist nun allerdings, dass vom kleinen Regierungspartner wieder Alternativen ins Spiel gebracht werden. Jahrzehntelang wurden etliche Varianten und Möglichkeiten durchgespielt, während sich das Verkehrsaufkommen im Land umso rasanter entwickelte. „So nah wie jetzt waren wir dieser wichtigen infrastrukturellen Lösung noch nie. Nun wird das Projekt wieder ausgebremst“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler. Täglich stockender Verkehr und Staus zeigen, dass sich die entsprechend rasche Realisierung keinesfalls mehr aufschieben lässt. Zu groß ist der Druck durch die staugeplagte Bevölkerung und die Wirtschaft im Land.

Nicht wieder an den Start

Indes zeigt sich der Regierungspartner von dieser Notwendigkeit unbeeindruckt und sagt vielmehr noch kategorisch das Scheitern des Projekts voraus. „Naturschutzrechtlich nicht zu genehmigen, zu teuer, technisch zu aufwendig“ wird attestiert. „Im dreieinhalbjährigen konsensorientierten Planungsprozess „Mobil im Rheintal“ wurden insgesamt 20 Alternativen untersucht. Die zwei nun vorliegenden Alternativen CP und Z haben sich als die Sinnvollsten herausgestellt, sowohl was die Verträglichkeit als auch die Wirksamkeit betrifft“, führt Metzler aus. Sollten sich in den laufenden Verfahren dennoch Umsetzungsschwierigkeiten ergeben, möchte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch weitere Alternativen prüfen. Angesichts der bereits bestätigten Durchführbarkeit hat Metzler dafür kein Verständnis und erinnert an das bereits in der vorherigen Legislaturperiode von der Grünen Regierungsfraktion mitgetragene Regierungsprogramm: „Damals gab es ein Bekenntnis zur Nachfolgelösung S18, heute soll wieder geprüft, diskutiert und verhandelt werden. Der Zugang zur S18 ist janusköpfig und die Gefahr groß, dass wir wieder bei Stunde Null beginnen müssen“, warnt der WKV-Präsident.

Lösung für Bevölkerung und Wirtschaft

„An unsere Mobilitätsziele kommen wir im Land nur durch konstruktives, vorausschauendes und langfristiges Denken, durch konsequente Umsetzung und ein endgültiges klares Bekenntnis. Das ist die Erwartung der Wirtschaft an die neue Landesregierung. Genug laviert, genug geprüft: Jetzt steht die Umsetzung an. Für die Bevölkerung und für den starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort!“, fordert Metzler.

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