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Rhesi: Ein Projekt für Generationen im Rheintal

Das Projekt „Rhein - Erholung und Sicherheit“, kurz Rhesi, verbessert die Sicherheit für über 300.000 Menschen im Rheintal und sichert diesen Lebens- und Wirtschaftsraum langfristig.

Rhesi ist ein Projekt für Generationen im Rheintal.
© Hydra Institut Visualisierung Frutzmündung

Nach der mehrjährigen Lösungs- entwicklung und laufenden Abstimmung mit allen Beteiligten ist vor Kurzem das Generelle Projekt des Hochwasserschutzprojekts „Rhein - Erholung und Sicherheit“ fertiggestellt worden. Damit liegt die Ausgestaltung des Projekts im Wesentlichen vor und wird von den Behörden erstmals vorab geprüft. „Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die Erarbeitung des detaillierteren Genehmigungsprojektes gesetzt. Dieses soll 2021 zur Bewilligung eingereicht werden“, erklärt Rhesi-Projektleiter Markus Mähr.

Rhesi: Generelles Projekt vorgestellt

Die Gemeinsame Rheinkommission ist überzeugt, dass die  vorliegende Planung die gesetzten Anforderungen erfüllt und somit als Grundlage für die weiteren Schritte dienen kann. Ausgehend von diesem Planungsstand wird nun der Staatsvertragsentwurf fertiggestellt und für die Verhandlungen zwischen Österreich und der Schweiz freigegeben. Dieser  bildet den rechtlichen Rahmen für die Finanzierung des Projekts. Parallel wird auf Basis des Generellen Projekts und der zu erwartenden Rückmeldungen der Behörden das Genehmigungsprojekt im Detail erarbeitet.
„Die Zeit bis zur Einreichung werden wir auch weiterhin für die enge Abstimmung mit den beteiligten Gemeinden nützen.  Uns ist bewusst, dass in einigen Gemeinden noch vertiefte Gespräche oder weitere Abklärungen notwendig sind, insbesondere in Koblach und Widnau. Bis zur Einreichung werden wir mit Hochdruck an offenen Punkten arbeiten – und selbstverständlich stehen wir auch weiterhin zu allen bisher getätigten Zusagen“, führt Projektleiter Mähr aus. Ein möglicher Baustart des Projekts Rhesi kann erst nach der Projektgenehmigung und allfälligen Rechtsmittelverfahren frühestens 2024 erfolgen.

Hohe Schadenssummen im "Worst Case"

Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi sieht die Erhöhung der Durchflusskapazität des Rheins vom Illspitz bis zur Bodenseemündung auf 4300 m3/s auf allen Abschnitten vor. Berechnungen, die das gewaltige Schadensausmaß eines möglichen 300-jährlichen Hochwassers zeigen, machen die Dringlichkeit der Umsetzung des Projekts deutlich: Für das Rheintal gehen Experten im Falle einer großflächigen Überschwemmung im „Worst Case“ von einer Schadenssumme in Höhe von rund 2,66 Milliarden Euro in Österreich und rund 2,07 Milliarden Euro in der Schweiz aus. 

WKV-Präsident: "Rhesi rasch umsetzen"

"Die Ausgangslage ist klar, es muss jetzt alles daran gesetzt werden, das Projekt Rhesi möglichst rasch zu realisieren. Schließlich geht es um den Schutz des Rheintals, die Sicherheit von über 300.000 Menschen und der dort angesiedelten Wirtschaft“, macht auch Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg,  deutlich. Für ihn ist Rhesi „unverzichtbares Zukunftsprojekt, bei dem es um die langfristige Absicherung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg im Allgemeinen und des hochindustrialisierten Rheintals im Speziellen geht.“

Gerhard E. Blum: "Allgemeinwohl vor Einzelinteresse"

Auch der Geschäftsführer der Julius Blum GmbH in Höchst, Gerhard E. Blum, unterstreicht die Bedeutung der Umsetzung von Rhesi: „Bei Rhesi geht es in erster Linie um das Allgemeinwohl und nicht um Einzelinteressen. Durch die Umsetzung von Rhesi können große Schadensereignisse verhindert werden, bei denen es neben der Gefährdung der Bevölkerung auch um die Erhaltung von Privateigentum, Gewerbe- und Industriebetrieben geht.“


Facts zu Rhesi

  • Der Alpenrhein ist derzeit für einen Abfluss von 3.100 m3/s ausgebaut, das entspricht etwa  einem 100-jährlichen Hochwasser
  • Ziel ist die Erhöhung der Abfluss-kapazität des Alpenrheins auf mindestens 4.300 m3/s von der Illmündung bis zur Mündung in den Bodensee.
  • Die Projektkosten werden auf  897 Millionen Euro geschätzt.
  • Nächste Rhesi-Sprechstunde: Dienstag, 13. November 2018 im Museum Rhein-Schauen, Höchster-Straße 4, Lustenau
  • Informationen: www.rhesi.org
von

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