th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Rhesi ist zu wichtig für juristische Winkelzüge!

Die Vertreter der Vorarlberger Wirtschaft fordern die rasche Umsetzung des Jahrhundertprojekts „Rhein - Erholung und Sicherheit“, kurz Rhesi.

Die Vertreter der Vorarlberger Wirtschaft fordern die rasche Umsetzung des Jahrhundertprojekts „Rhein - Erholung und Sicherheit“, kurz Rhesi.
© Thema Vorarlberg/Markus Gmeiner Klare Worte der Wirtschaft: „Die Umsetzung von Rhesi ist zu wichtig für juristische Winkelzüge! Einzelinteressen haben vor Allgemeininteresse zurückzutreten.“

Mit einer Ausnahme haben sich die von Rhesi betroffenen Vorarlberger Gemeinden mit dem Großprojekt grundsätzlich einverstanden gezeigt: In Koblach fehlt weiterhin der Beschluss der Gemeindevertretung. Erst im Herbst und nach Einholung eines weiteren Gutachtens  zur Befangenheit der Gemeindevertreter soll die Abstimmung erfolgen. Beim Land wird man auf die Entscheidung aus Koblach nicht warten, im Herbst wird Rhesi zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner postwendend.

Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, stellt klar: „Die rasche Umsetzung von Rhesi ist viel zu wichtig, als dass sich eine Gemeinde hinter juristischen Winkelzügen verstecken sollte! Für solche Spielchen steht für das gesamte Rheintal zu viel auf dem Spiel!“ Auch zur in den Herbst verschobenen Rhesi-Abstimmung findet Metzler klar Worte: „Die Gemeindevertreter und Ersatzmitglieder in Koblach müssen Verantwortung übernehmen: Es kann nicht sein, dass einige Wenige über das Schicksal der Sicherheit im Rheintal entscheiden und eine Lösung für die vielen Betroffenen blockieren.“ Rhesi ist für den Vertreter der Vorarlberger Unternehmerschaft ein „unverzichtbares Zukunftsprojekt, bei dem es nicht um die Existenz der Landwirtschaft, sondern um die Existenz der produzierenden Wirtschaft geht. Es geht hier um nicht weniger als die langfristige wirtschaftliche Absicherung des Wirtschaftsstandorts Vorarlbergs im Allgemeinen und des hochindustrialisierten Rheintals im Speziellen!“

Auch seitens der Vorarlberger Industrie besteht keinerlei Verständnis für die hinhaltende Vorgehensweise beim „Hochwasserschutzprojekt Rhesi“. So fordert der Obmann der Industrie-Sparte in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, DI Georg Comploj, eine rasche und positive Lösung auf Landesebene. „Hochwasserschutz darf - besonders bei für die Bevölkerung und die Wirtschaft gleichermaßen existenziellen Projekten wie Rhesi - nicht von Einzelnen blockiert werden“, hält Comploj fest.

Auch der Geschäftsführer der Julius Blum GmbH in Höchst, Gerhard E. Blum, hat keinerlei Verständnis für die hinhaltende Vorgehensweise beim Hochwasserschutzprojekt Rhesi. „Das Projekt sollte nicht länger verzögert werden. Denn bei Rhesi geht es in ers-ter Linie um das Allgemeinwohl und nicht um Einzelinteressen. Durch die Umsetzung von Rhesi können große Schadensereignisse verhindert werden, bei denen es neben der Gefährdung der Bevölkerung auch um die Erhaltung von Privateigentum, Gewerbe- und Industriebetrieben geht“, weist Blum auf die weitreichenden Gefahren hin.

Rasche Umsetzung

Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi sieht die Erhöhung der Durchflusskapazität des Rheins vom Illspitz bis zur Bodenseemündung auf 4300 m3/s auf allen Abschnitten vor. Berechnungen, die das gewaltige Schadensausmaß eines möglichen 300-jährigen Hochwassers zeigen, machen die Dringlichkeit der Umsetzung des Projekts deutlich: Für das Rheintal gehen Experten im Falle einer großflächigen Überschwemmung im „Worst Case“ von einer Schadenssumme in Höhe von mehreren Milliarden Euro aus. „Die Ausgangslage ist klar, es muss jetzt alles daran gesetzt werden, das Projekt Rhesi möglichst rasch zu realisieren. Schließlich geht es um den Schutz des Rheintales, die Sicherheit von 200.000 Menschen und der dort angesiedelten Wirtschaft“, macht WKV-Präsident Metzler die Dringlichkeit deutlich.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Standort
Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler plädiert für mehr gegenseitiges Verständnis in Fragen der Raumplanung.

WKV: „Diskussion um Raumbild 2030 braucht mehr gegenseitiges Verständnis“

WKV-Präsident Hans Peter Metzler plädiert für mehr gegenseitiges Verständnis in Fragen der Raumplanung: „Eine richtig verstandene Nachhaltigkeit hat mit einer Balance zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu tun.“ mehr

  • APA-News

Kfz-Neuzulassungen bei Diesel gaben im 1. Halbjahr nach

Mit insgesamt 192.861 Pkw wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres um 3,4 Prozent mehr Pkw mehr als im Vorjahreszeitraum neu zum Verkehr zugelassen. mehr