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Reisen: sicher, sorgenfrei, verdient.

Hoffnungsschimmer „Grüner Pass“ - Forderung nach EU-weiten Regeln für Reisen: „Der Vorstoß der EU-Kommission zu einem einheitlichen Impfausweis ist der vollkommen richtige Weg“, sagt Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele.

„Priorität hat für uns ganz klar die Grenzöffnung. Dass wir dem mit entsprechenden Sicherheits- und Hygienekonzepten begegnen können, haben wir schon bewiesen“, sagt Obmann Markus Kegele.
© iStock „Priorität hat für uns ganz klar die Grenzöffnung. Dass wir dem mit entsprechenden Sicherheits- und Hygienekonzepten begegnen können, haben wir schon bewiesen“, sagt Obmann Markus Kegele.
Der eben erst präsentierte EU-Gesetzesvorschlag sei dennoch neben dem Forcieren der Impfungen ein weiterer wichtiger Meilenstein, um unseren Betrieben eine Perspektive für den nahenden Sommer zu geben, „auch wenn wir leider noch immer nicht wissen, wann wir endlich öffnen können“, sagt Kegele.

Einigkeit ist gefordert

„Wir leben seit einem Jahr mit dieser Pandemie und haben seit einem Jahr unterschiedliche Regelungen und Konzepte auf europäischer Ebene. Es ist bereits viel Zeit für eine Lösung verstrichen. Daher muss das Krisenmanagement in der EU jetzt endlich greifen, denn wir stoßen im wahrsten Sinne des Wortes an Grenzen. Gerade für uns im Vierländereck hat eine solche Lösung große Bedeutung. Der Tourismus in Vorarlberg hat nur in etwa acht Prozent österreichische Gäste, da ist klar, wie abhängig wir von Grenzöffnungen sind“, betont der Spartenobmann.

Sommer steht vor der Tür

Die Reisefreiheit sei eine klassische Idee der EU-Gründerväter und daher auch ein Paradebeispiel für eine EU-weite Herangehensweise. Der Sommer stehe vor der Tür, „und es ist nicht der erste Sommer in der Corona-Zeit, man hätte längst handeln können. Priorität hat für uns Hoteliers ganz klar die Grenzöffnung. Dass wir dem mit entsprechenden Sicherheits- und Hygienekonzepten begegnen können, haben wir schon bewiesen“, betont Spartenobmann Kegele.


66 Prozent dafür

Den „Grünen Pass“ sollen nach ersten Informationen jene erhalten, die gegen Covid-19 geimpft sind, getestet wurden oder genesen sind. Er ist als digitales Format vorgesehen und soll das Reisen erleichtern, ohne die in den EU-Verträgen normierte Freizügigkeit des Personenverkehrs einzuschränken. Eine Befragung des Market Instituts im Auftrag der WKÖ zwischen 4. und 8. März 2021 zeigt, dass die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher diesem digitalen Zertifikat positiv gegenüberstehen: 66 Prozent befürworten die Einführung eines „Grünen Passes“.

„Werden im Vorteil sein“

„Der Grüne Pass wird kommen. Das System soll noch vor dem Sommer umgesetzt werden“, bestätigt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. „Der Grüne Pass wird – wie von Österreich vorgeschlagen – ein Impfzertifikat, ein Testzertifikat oder ein Genesungszertifikat enthalten. Österreich werde in den nächsten Tagen die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung schaffen. Auf Basis dieser Grundlagen kann die operative Umsetzung bereits im April beginnen. Die EU will das System mit Anfang Juni europaweit ausrollen. „Nicht nur für unsere Regierung, sondern vor allem auch auf EU-Ebene ist ein klares Grenzmanagement eine unumgängliche Herausforderung, der man sich stellen muss. Es gibt die unterschiedlichsten Einreise-, Test- und Quarantänebestimmungen. Jene Länder, die nun früh klare und nachvollziehbare Regeln aufstellen und kommunizieren, sind und werden ganz klar im Vorteil sein“, erklärt Markus Kegele.


„Sorgenfreier Urlaub“

Dass es den Reisebüros im Moment nicht gut geht, liegt auf der Hand: Zu viele Fragen seien zudem offen und werden von der Politik nicht beantwortet, sagt Klaus Herburger, Obmann der Vorarlberger Reisebüros im Interview:

Ein Jahr Corona: Was waren die größten Herausforderungen?

Natürlich waren die zahlreichen und sich innert kürzester Zeit schnell ändernden Aus- und Einreisebestimmungen sowie die teils undurchsichtigen Maßnahmen in den Reisedestinationen ein sehr großes und komplexes Thema: Obwohl hier grundsätzlich viel kommuniziert wurde, hieß und heißt das nicht, dass die Informationen auch überall „verständlich“ angekommen sind. Das hat schließlich bei den Kunden für große Verunsicherung gesorgt. Sehr große Sorgen haben uns die  vielen Stornierungen und Umbuchungen gemacht, welche dann auch noch im Rahmen der Kurzarbeit durch die Mitarbeitenden abgearbeitet werden mussten.

Was hat den Reisebüros geholfen, was hat nicht funktioniert?

Die Hilfe für die Reisebüros war sehr spärlich und kam auch sehr langsam an. Sehr gut funktioniert hat das Modell der Kurzarbeit. Nicht funktioniert hat der Ausfallbonus, und zwar bis dato. Auch der Antrag für den ‚Fixkostenzuschuss 800.000‘ musste mehrfach beantragt werden, da zwischen Verlustersatz und Fixkostenzuschuss gewechselt werden musste. Auch hier kann es durch die Abläufe und Richtlinien sehr schnell unübersichtlich werden. Immerhin konnte im Dezember vergangenen Jahres noch eine zentrale Forderung des Fachverbands durch- und umgesetzt werden: Eine entsprechende Gesetzesänderung sorgte für eine dringend benötigte Insolvenzabsicherung und damit für eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Reiseveranstalter und Reisebüros mehr Planungssicherheit, damit Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen überhaupt angeboten werden können.

Welche Hoffnungen setzt man in den Grünen Pass?

Ich glaube, dass der Grüne Pass doch ein wichtiges Instrument sein könnte, das zu einem gewissen Grad an Reisefreiheit beitragen könnte. Wir werden sehen, inwiefern das Konzept weltweit umgesetzt und auch akzeptiert wird.

Obmann der Vorarlberger Reisebüros
© Herburger


"Sehr große Sorgen haben uns die vielen Stornierungen und Umbuchungen gemacht."
Klaus Herburger, Obmann der Vorarlberger Reisebüros

Die Erwartungen an 2021 sind hoch...

Wir sind etwas skeptisch, nachdem die Rückreise-Quarantäne in Österreich bereits schon auf Ende Mai verlängert wurde. Das erschwert den Reisebüros das Durchstarten. Eine europaweit einheitliche, ja besser eine weltweite Lösung wäre hier hilfreich. Die kommenden Monate werden für uns jedenfalls sehr hart. Es muss genau auskalkuliert werden, mit wie viel Einsatzzeit die Mitarbeitenden arbeiten können, damit hier nicht ein großes Minus fabriziert wird. Die unterschiedlichen Grenzöffnungs- und Quarantänebestimmungen erschweren den Sprung in die Reisenormalität. Ich rechne mit maximal 30 bis 40 Prozent des Geschäftes aus dem Jahr 2019.

Was wird 2021 ein Trend, wohin wollen die Kunden?

Hoch im Kurs bleibt der Österreich-Urlaub, es zeichnet sich aber jetzt schon ein Trend in Richtung Italien und Spanien sowie Griechenland und Kroatien ab. Hier werden meiner Meinung nach vor allem Busreisen einen großen Faktor spielen. Aber auch Flug- sowie Eigenanreisen werden angeboten – und bestimmt auch angenommen werden.

Auf was achten die Kunden bei einer Buchung?

Die Sicherheit wird das ganz große Thema. Alle unsere Busse wurden bereits auf die sehr sicheren und effektiven Filteranlagen umgebaut, die Viren absorbieren. Weiters werden Stornoversicherungen inklusive einem besonderen Corona-Schutz angeboten. Hier können Kunden im Falle einer Infektion vor oder während der Reise mit einem 100 Prozent-Schutz rechnen. Ob Quarantäne-Hotel oder auch ärztliche Unterstützung: Alles ist hier abgedeckt, einem sorgenfreien Urlaub kann eigentlich nichts entgegenstehen. Außerdem können die Kunden im Ausland wie auch in den heimischen Hotelleriebetrieben auf beste Sicherheitskonzepte vertrauen. Mit gutem Gewissen sage ich: Ab in den Urlaub! Dabei ist auf die Vorarlberger Reiseunternehmen Verlass: Wir punkten mit kompetenter Beratung, Qualität und vor allem mit Sicherheit.

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