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Qualifikations- und Bildungslandschaft transparent machen

Als umfassender Rahmen soll der NQR ein möglichst vollständiges Bild der gesamten österreichischen Bildungs- und Qualifikationslandschaft zeichnen. Daneben bekommen bestimmte Abschlüsse die längst verdiente Anerkennung.

Als umfassender Rahmen soll der NQR ein möglichst vollständiges Bild der gesamten österreichischen Bildungs- und Qualifikationslandschaft zeichnen. Daneben bekommen bestimmte Abschlüsse die längst verdiente Anerkennung.
© istock Der NQR ordnet Bildungsabschlüsse und Qualifikationen einem einheitlichen Rahmen zu.

Im Jahr 2008 wurde die rechtliche Basis für einen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) geschaffen. Ziel dieses Instrumentes ist es, das Verständnis und die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen innerhalb Europas zu erhöhen. Dazu wurden acht Niveaustufen und gemeinsame Prinzipien für die Beschreibung und Klassifikation von Qualifikationen definiert. Der österreichische NQR folgt in seiner Struktur dem EQR, das heißt, er besteht ebenfalls aus acht Qualifikationsniveaus. Zudem werden die Beschreibungsmerkmale der Niveaus vom EQR in das NQR-Gesetz übernommen. Dadurch entsprechen die Niveaustufen des österreichischen NQR dem EQR direkt.

Verdiente Anerkennung

Folgende Zuordnungen zum österreichischen NQR sind bereits erfolgt: Die akademischen Abschlüsse Bachelor, Master und PhD sind auf den Niveaus 6, 7 und 8 zugeordnet. Lehrabschlüsse und Abschlüsse von berufsbildenden mittleren Schulen (Fachschulen) sind auf Niveau 4, Abschlüsse berufsbildender höherer Schulen (HTL, HAK etc.) auf Niveau 5 und die Meisterprüfung und der „Ingenieur“ auf Niveaustufe 6.

„Der NQR leistet einen wichtigen Beitrag, wenn es um die längst verdiente Anerkennung der bestimmter Ausbildungen und Absschlüsse geht. Das ist essenziell für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts“, betont WKV-Direktor Christoph Jenny.
Besonderen Einsatz für die Bedeutung des Themas zeigt seit vielen Jahren der Unternehmer Erich Lingenhöle.

Transparenz und Vergleichbarkeit

Der NQR soll die Transparenz und Vergleichbarkeit von österreichischen Qualifikationen auf nationaler und europäischer Ebene erhöhen. „Der EQR/NQR-Ansatz erleichtert die internationale Mobilität von Arbeitnehmern, denn für Unternehmen werden Zeugnisse von Bewerbern aus anderen EU-Mitgliedsstaaten leichter verständlich“, informiert Jenny.

Außerdem können Unternehmen den NQR/EQR nutzen, um die Qualifikationen ihrer Mitarbeiter im Rahmen internationaler Ausschreibungen adäquat zu beschreiben. „Unsere Wirtschaft ist internatio­nal stark verflochten und agiert sehr exportorientiert. Die Unternehmen können hier stark profitieren, weil sie bei grenzüberschreitenden Ausschreibungen künftig einen Vorteil haben, wenn ein bestimmtes Qualifikationsniveau gefordert ist und das durch den NQR transparent und eindeutig dargestellt ist“, erklärt der WKV-Direktor. 


Tipp!
Alle Informationen zum Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) finden Sie in einem Factsheet der Wirtschaftskammer Österreich kompakt zusammengefasst:
news.wko.at/news/oesterreich/NQR_Factsheet
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